Ripple

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Ist ein Open Source Zahlungsprotokoll, dass viele Banken nahe Anwendungszwecke hat. Mit der Ripple Technologie sollen internationale Zahlungen innerhalb von Sekunden durchgeführt werden zu einem Bruchteil der bisherigen Kosten. Ripple richtet sich daher vor allem an Finanzinstitutionen.

Die Geschichte von Ripple
Der Vorgänger vom Ripple Payment Protokoll, Ripplepay, wurde bereits 2004 von Ryan Fugger entwickelt, einem Programmierer aus Vancouver in Kanada. Seine Idee war ein Geldsystem zu kreieren, dass dezentralisiert war und das Nutzern die Möglichkeit gibt ihre eigene Währung zu generieren. In der ersten Iteration in 2005 erlaubte Ripple es Mitgliedern bereits sichere Zahlungen an andere Mitglieder der Online Community zu senden.

In 2011 begann dann die Entwicklung einer eigenen Kryptowährung unter Jed McCaleb, der später noch von Chris Larsen unterstützt wurde. Anders als bei Bitcoin sollen Transaktionen bei der neuen Kryptowährung durch den Konsens der Mitglieder bestätigt werden. Bei Bitcoin ist dafür das Mining notwendig, welches extrem energieaufwendig ist. Außerdem wollte Ripple mit diesem System schneller sein beim Bestätigen von Transaktionen. Während bei Bitcoin nur im Schnitt alle 10 Minuten ein neuer Block gefunden wird, in dem Transaktionen bestätigt werden, sollten Transaktionen bei Ripple innerhalb weniger Sekunden bestätigt sein. Chris Larsen und Jed McCaleb übernahmen schließlich die Führung des Projektes von Ryan Fugger und gründeten die Open Coin Corporation (Open Coin Inc.).

Open Coin begann dann die Entwicklung des neuen Zahlungsprotokolls, Ripple Transaction Protocol (RTXP), dass auf den Ideen von Ryan Fugger basierte. Das Ripple Protokoll ermöglicht eine Transaktion zwischen zwei Teilnehmern ohne Zeitverzögerung. Im klassischen Handel zwischen Banken sind diese Prozesse meist langsamer und an Gebühren gebunden. Das Ripple Protokoll ermöglicht auch den Wechsel zwischen verschiedenen Währungen. Um die Transaktionen zu bestätigen benötigt Ripple eine öffentliche Datenbank, die auf mehreren Servern ausgeführt wird. Diese bestätigen dann auch die Transaktionen durch den Abgleich untereinander. Die Server (Nodes) können von jedem Teilnehmer im Netzwerk betrieben werden die ein Interesse an dem System haben.

Chris Larsen

Zu den ersten Investoren bei OpenCoin zählten Andreessen Horowitz und Google Ventures. Im Jahr 2014 änderte OpenCoin dann schließlich seinen Namen zu Ripple Labs Inc, unter dem es auch heute noch firmiert. CEO wurde damals Chris Larsen. Der Code zu Ripple ist Open Source und damit für jeden einsehbar.

Seit 2013 wurde das Ripple Protokoll von immer mehr Finanzinstitutionen übernommen, da Ripple es erlaubt Zahlungen auch über Landesgrenzen hinweg vorzunehmen ohne hohe Gebühren zu zahlen. Die erste Bank, die Ripple einsetzte war die Fidor Bank in München. Diese nutzt Ripple seit Anfang 2014. Weitere Banken folgten wie die Cross River Bank in New Jersey oder die amerikanische CBW Bank. Seit Dezember 2014 arbeitet Ripple auch mit dem globalen Zahlungsanbieter Earthport zusammen, die Ripple in ihre Software integriert haben. Mittlerweile nutzen und testen weit über 100 Finanzinstitutionen und Banken die Ripple Technologie und adaptieren sie zum Teil. Zu den Institutionen mit denen Ripple unter anderem zusammenarbeitet zählen Accenture, Deloitte, National Bank of Abu Dhabi, Royal Bank of Canada, Santander, Western Union und UniCredit Group.

Konzept
Auf der eigenen Webseite beschreibt sich Ripple selbst als Protokoll, dass es ermöglicht Transaktionen zwischen unterschiedlichen Finanzinstitutionen und anderen Marktteilnehmern durchzuführen. Banken und andere Institutionen können Ripple einbinden und ihren Mitgliedern damit die Gelegenheit geben das System zu nutzen. Sehr eindringlich erklärt es auch Ripple selbst in diesem Video welches auf ihrer Webseite zu finden ist:

Ripple basiert auf einer öffentlichen Datenbank. In dieser sind Kontostände gespeichert und Währungskurse zu denen die Währungen gerade gehandelt werden. Finanzinstitutionen und Marktteilnehmer können daher einfach mit einander kommunizieren und es ist gewährleistet, dass alle die gleiche Datenbasis haben.

Die Währung XRP
Ripple als Währung hat im Wesentlichen 2 Funktionen. Zum einen soll dadurch Netzwerkspam verhindert werden, da bei jeder Transaktion ein minimaler Betrag Ripple (XRP) verbraucht wird und Ripple kann auch als Brückenwährung eingesetzt werden. Dies ist vor allem dann notwendig, wenn unterschiedliche Währungen miteinander gehandelt werden. Ripple selbst ist von keiner zentralen Organisation abhängig wie etwa der EZB allerdings unterliegt Ripple immer einem bestimmten Kursrisiko.

Zu Beginn von Ripple wurden 100 Milliarden XRP generiert. 20 Milliarden Ripple behielten die Gründer selbst. 80 Milliarden wurden dann an die gewinnorientierte Firma Ripple Labs übertragen. Diese wiederum hat zugesagt 55 Milliarden XRP an die User zu verteilen und die anderen 25 Milliarden Ripple selbst zu behalten. Bisher wurden allerdings nur 7,2 Milliarden XRP verteilt an verschiedene Projekte. Andere Möglichkeiten zur Ripple Generierung gibt es nicht. Ein Mining wie bei Bitcoin ist bei Ripple nicht möglich.

Market Makers
Ein System wie Ripple, dass Zahlungen in Währungen aller Art abwickeln will braucht natürlich auch viel Liquidität. Daher bietet Ripple finanzstarken Unternehmen wie Hedge Funds oder auch Trading Unternehmen Zugang zu seinen Arbitrage Services. Das heißt die Unternehmen können Geld ins System einbringen und dürfen dann dafür Währungsfluktuationen ausnutzen und aus den Arbitrage Geschäften ihre Marge ziehen. In Ripples Vorstellung bräuchten die Banken dann nur noch ihre eigene Währung halten. Wenn sie dann eine internationale Transaktion durchführen tauschen sie die eigene Währung gegen XRP und im Zielland kann das XRP bei den Market Makern gegen die Zielwährung getauscht werden. Banken müssen dadurch deutlich weniger Fremdwährungen in sogenannten Nostrokonten vorhalten und sparen dadurch Liquidität.

Ripples Technologie xCurrent und xRapid
xCurrent: Ist die bekannteste und etablierteste Technologie von Ripple, die auch die meisten Kunden von Ripple nutzen. Bei xCurrent können einfach internationale Zahlungen von einer Bank zur anderen gesendet werden. Anstelle von Tagen dauern die Transaktionen jetzt nur noch Sekunden und sind auch innerhalb von Sekunden bestätigt. Auch die Kosten sind dabei deutlich geringer als bei normalen Finanztransaktionen. Bei Ripples xCurrent System kommt allerdings kein XRP zum Einsatz.

xRapid: Ähnlich wie bei xCurrent können auch bei xRapid internationale Transaktionen innerhalb von Sekunden durchgeführt werden. Anders als bei xCurrent kommt hier aber XRP zum Einsatz. Denn Zahlungen werden von der Ausgangswährung zunächst in XRP getauscht und dann transferiert. Im Zielland werden die XRP dann gegen die lokale Währung getauscht. Banken müssen dadurch keine Fremdwährungen im Ausland mehr vorhalten in sogenannten Nostrokonten. Dadurch können sie deutlich an Liquidität sparen. Bisher nutzt nur ein kleiner Teil der Ripple Kunden xRapid.

Die Zukunft von Ripple
Ripple wird häufig mit anderen Kryptowährung wie Bitcoin vergleichen. Zwar hat Ripple auch eine eigene Kryptowährung aber darüber hinaus deckt es noch viele andere Anwendungsfälle ab. Daher sollte man Ripple nicht mit anderen Kryptowährungen gleichsetzen, zumal XRP bei vielen Transaktionen auch nur ein paar Sekunden lang zum Einsatz kommt. Denn die Idee ist immer die Ausgangswährung gegen XRP zu tauschen, damit dann die Transaktion durchzuführen und dann die XRP wieder in die Zielwährung zu konvertieren.

Kritik an Ripple
Größter Kritikpunkt bei Ripple ist, dass immer noch über 50% aller XRP von dem Unternehmen Ripple Labs kontrolliert werden. Zwar sollen diese sukzessive ausgeschüttet werden (max. 1 Milliarde XRP im Monat) allerdings ist dieser Prozess sehr langwierig. Auch gibt es noch wenig Nodes im Netzwerk und die meisten Nodes im Netzwerk werden derzeit ebenfalls von Ripple Labs betrieben. Beides zusammen wiederspricht stark dem Gedanken einer dezentralen Kryptowährung und Zahlungsplattform. Es gibt daher auch immer mal wieder Diskussionen darüber ob Ripple ein Security Token ist. Wenn dies der Fall wäre, dann könnte Ripple nicht an den derzeit großen Exchanges gehandelt werden und müsste genauso behandelt werden wie ein Wertpapier.

Ein weiterer Kritikpunkt bei Ripple ist, dass zwar das Unternehmen Ripple Labs sehr erfolgreich ist und mit deutlich über 100 Finanzinstitutionen zusammenarbeitet allerdings nutzen die wenigsten von ihnen XRP, da die meisten Institutionen das xCurrent System nutzen. Die Entwicklung von Ripple Labs ist also unabhängig von XRP, da der Besitz von XRP keine Beteiligung an dem Unternehmen Ripple Labs darstellt.

Kaufen und Verkaufen von Ripple (XRP)
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Wenn euch das zu kompliziert ist mit dem Kaufen von Bitcoins vorab könnt ihr auch einfach Ripple bei eToro gegen Euro kaufen. Die Plattform hat darüber hinaus noch viele andere Kryptowährungen (z.B. IOTA), die ihr da gegen Euro kaufen könnt.

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Ripple Chart

Video
In dem Video fasse ich euch noch einmal alle wichtigen Punkte zu Ripple zusammen.

 

1 Comment

  1. Seit dem letzten Hype von Ripple, habe ich eigentlich auch gar nichts mehr über Ripple gehört. Nun habe ich mich wieder näher mit Ripple befasst. Scheint ja wirklich so, als würden nun doch einige Banken und Unternehmen die Technologie von Ripple nutzen wollen.
    Theoretisch lassen sich ja die Zahlungen auch schneller ausführen, als mit Bitcoin, aber naja gut, das sind im Grunde ja auch zwei verschiedene Technologien.
    Ich werde mir Ripple wirklich mal wieder näher ansehen

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