Großaktionäre, darunter die Deka, fordern den Rücktritt des Wirecard-Firmenchefs. Dies geht aus „Reuters“-Berichten hervor. Klaus Nieding, seines Zeichens Vizepräsident der Aktionärsvereinigung DSW, äußerte, dass der Kapitalmarkt das Vertrauen in das Management des Zahlungsdienstleisters verloren habe. Der Preis der Wirecard Aktien stieg am Montag im vorbörslichen Handel um 12 Prozent.

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Bereits am Freitag entschuldigte sich Wirecard-Chef Markus Braun bei allen „Aktionären, Kunden, Partnern und Mitarbeitern für die Turbulenzen der vergangenen Wochen und Monate„. Am Samstag wiederum betonte er via Twitter, dass die richtigen Entscheidungen über die Zukunft gefällt wurden.

Analysten sprechen von Neubewertung der Wirecard Aktien

Der Wirecard-Aufsichtsrat nehme die Kritik und die Forderung der Großaktionäre sehr ernst, wie das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Finanzkreise berichtet. Die Notwendigkeit „weiterer vertrauensbildender Maßnahmen“ sei dem Unternehmen mit Sitz bei München bewusst. Die Wahrscheinlichkeit auf einen Umbau der Konzernspitze scheint größer denn je.

Nicht nur die Anleger goutieren mögliche Maßnahmen, wie der vorbörsliche Handel sichtbar macht. Auch die Baader Bank spricht von einer möglichen Neubewertung der Papiere. Zuletzt federte der Börsenwert stark. Noch am 23. April notierte das Wertpapier bei rund 138 Euro. Unmittelbar nach Veröffentlichung des KPMG-Sonderberichtes brach die Aktie ein.

Wirecard gibt Restrukturierung bekannt

Unterdessen gab Wirecard bekannt, dass Vorstandschef Braun sich künftig vor allem um die strategische Weiterentwicklung kümmern werde. Die Kommunikation mit den Investoren, für das Europa-Geschäft sowie Teile des Vertriebes zähle fortan nicht mehr zu seinen Tätigkeiten.

Zudem ziehe ab dem 1. Juli ein neuer Compliance-Chef in den Vorstand ein. Zwei weitere Vorstandsposten sollen wiederum interne Schwächen beseitigen. Zwar gebe es bereits potenzielle Kandidaten hierfür, noch seien die Posten allerdings nicht besetzt.

Anders als von Wirecard anvisiert, konnte der KPMG-Bericht nicht alle Zweifel aus der Welt räumen. Dass der Zahlungsdienstleister wenige Tage danach Konsequenzen zieht, könnte dem DAX-Konzern dennoch zum Vorteil gereichen. Zumindest scheinen zahlreiche Investoren dies so zu sehen, was die jüngste Kursbewegung der Wirecard Aktien verdeutlicht.

Bildquelle: Photo von Victoria Huber

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Raphael Rombacher

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