DHL und Accenture stellen Blockchain Projekt vor

Zusammen mit der Beratungsfirma Accenture hat DHL ein Pilotprojekt vorgestellt, bei dem sie Blockchain Technologie nutzen um den Versand von Medikamenten nachzuvollziehen.

Laut Interpol sollen jedes Jahr bis zu 1 Million Menschen aufgrund von gefälschten Medikamenten sterben. In manchen Entwicklungsländern sind angeblich bis zu 30% der verkauften Medikamente gefälscht. Diesem Problem haben sich jetzt der Logistikkonzern DHL und das Beratungsunternehmen Accenture angenommen.

Die beiden Firmen haben zusammen ein Pilotprojekt gegründet, bei dem sie in der Lage sind Medikamente von der Herstellung bis zur Verwendung beim Doktor nachzuverfolgen. Alle notwendigen Informationen werden dabei in eine eigens entwickelte Blockchain geschrieben. 6 Nodes, die weltweit verteilt stehen, gleichen dabei die Informationen untereinander ab. Die Blockchain ist unter Laborbedingungen in der Lage bis zu 1.500 Transaktionen pro Sekunde abzuwickeln und kann mehr als 7 Milliarden Seriennummern verwalten.

Die Daten aus der Blockchain können mit allen Teilnehmern der Supply-Chain geteilt werden. Final wird später ein Arzt, der ein gewisses Medikament ausgibt sehen können, wo das Medikament produziert wurde, in welchem Lagerhaus es war, wer es auf welchem Weg transportiert hat und in welcher Apotheke es verkauft wurde.

Durch das Pilotprojekt erhofft sich DHL viel über die Blockchain Technologie und deren potentielle Anwendungsbereiche zu lernen. Laut Schätzungen der International Data Corporation (IDC) werden sich die Ausgaben in Blockchain Technologie bis zum Jahr 2021 verzehnfachen, von derzeit 945 Millionen US Dollar auf 9,7 Milliarden US Dollar. Grund genug für DHL dort frühzeitig mit dabei zu sein.

Blockchain Anwendungen im Logistikbereich

In einem Trend Report den DHL in diesem Zusammenhang zusammen mit Accenture veröffentlicht hat, spricht das Unternehmen auch über Smart Contracts und wie diese im Logistikbereich zukünftig genutzt werden könnten. Die Anwendungsszenarien im Logistikwesen scheinen dabei keine Grenzen zu kennen. Nicht umsonst gibt es derzeit etwa 2.000 Unternehmen, die versuchen Blockchain Technologien für die Logistikbranche zu entwickeln und dadurch hoffen einen Standard zu etablieren.

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