Binance setzt Trading aus nach Syscoin Hack

Heute Nacht bis 9 Uhr morgens konnten Anleger nicht bei Binance handeln. Ursache war ein vermeintlicher Syscoin Hack der dazu geführt hat, dass 1 Syscoin zeitweise 96 BTC gekostet hat.

Wer heute Nacht oder heute morgen Kryptowährungen handeln wollte auf Binance wird festgestellt haben, dass die beliebte Exchange den Handel ausgesetzt hat. Die Ursache dafür ist auf die Kryptowährung Syscoin (SYS) zurückzuführen, die auch bei Binance gehandelt wird.

Anscheinend ist es Hackern gelungen die Kryptowährung zu hacken und dabei eine Schwachstelle aufzudecken. Denn wie der Syscoin Blockchain Explorer zeigt, gibt es einen Block in dem mehr als 1 Milliarde Tokens transferiert wurden. Das Problem dabei ist nur, dass es nur 888 Millionen Coins aktuell gibt.

Was genau das Problem bei Syscoin war bzw. die Schwachstelle, welche die Hacker ausgenutzt haben hat Syscoin bisher nicht kommuniziert. Eigenartige Vorgänge gab es auch bei Binance, denn der Wert von 1 SYS ist kurzfristig auf 96 BTC angestiegen. Damit war SYS eine kurze Zeit lang die größte Kryptowährung der Welt. Normalerweise kostet 1 SYS eher um 0,00004 BTC. Mittlerweile hat sich der Preis auch wieder stabilisiert.

Um so etwas zukünftig zu vermeiden hat Binance das Trading für ein paar Stunden ausgesetzt und anschließend ein paar Neuerungen bekanntgegeben:

  • Wer bisher über die Binance API getraded hat muss sich bei Binance einen neuen API Key holen. Anscheinend hat der hohe SYS Kurs also auch was mit der API zu tun.
  • Alle irregulären Trades werden zurückgerollt. Damit ist vermutlich auch der Verkauf von SYS zu einem Wert von 96 BTC gemeint.
  • Jeder der im betroffenen Zeitraum SYS gehandelt hat, bekommt die Tradinggebühren zwischen dem 05.07.2018 und 14.07.2018 erlassen.
  • Alle anderen Binance Nutzer bekommen einen 70% Nachlass auf die Tradinggebühren. Dieser Nachlass gilt für den gleichen Zeitraum (05.07.2018 – 14.07.2018). Der Nachlass wird nach Ablauf der Zeit in BNB auf euren Konten gutgeschrieben. Ihr zahlt also erst einmal weiter die vollen Tradinggebühren, bekommt dann aber später für einen Teil davon BNB.
  • Um zukünftig die Guthaben der Anleger zu schützen, werden 10% der Tradinggebühren ab sofort in einen Fond gesammelt. Dieser nennt sich Secure Asset Fund for Users (SAFU). Aus dem Fond sollen Verluste bezahlt werden die beispielsweise durch Hackerangriffe entstanden sind.

Aktuell ist der Handel auf Binance wieder normal freigegeben. Es ist auch laut Binance davon auszugehen, dass niemand ernsthaft Guthaben verloren hat.

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