Was steckt hinter den hohen Ethereum Transaktionsgebühren derzeit?

Was steckt hinter den hohen Ethereum Transaktionsgebühren derzeit?
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Aktuell kann eine Transaktion bei Ethereum deutlich über 3 US Dollar kosten. Selbst über 5 US Dollar haben wir in den letzten Tagen schon gesehen. Der Grund für die hohen Transaktionsgebühren liegt aktuell bei Binance und einer Vielzahl an Airdrops.

Um die hohen Transaktionsgebühren aktuell zu verstehen, ist es wichtig zu wissen wie sich Ethereum Transaktionsgebühren zusammensetzen. Diese bestehen aus dem Gas Preis und dem Gas Limit.

Bei dem Gas Limit handelt es sich um die Angabe, wieviele Schritte vom Code gemacht werden müssen für die gewünschte Aktion. Also zum Beispiel etwa 21.000 Schritte für eine Transaktion und 52.000 Schritte für das ausführen eines Smart Contracts.

Der Gas Preis gibt dann an was ein einzelner Schritt kostet. Um die Transaktionsgebühren herauszubekommen wird dann also der Gas Preis mit dem Gas Limit multipliziert.

Wenn wir uns die aktuelle Situation bei Ethereum anschauen dann hat sich das Gas Limit nicht erhöht. Es müssen also nicht mehr Schritte vom Netzwerk ausgeführt werden. Was sich aber erhöht hat ist der Gas Preis. Das heißt ein einzelner Schritt ist teurer geworden.

Ethereum Transaktionsgebühren der letzten 3 Monate

Die Erhöhung des Gas Preises hat 2 Ursachen. Zum einen hat Binance seine Gebühren erhöht, die für die Abhebung von Ethereum bei Binance gezahlt werden müssen. Aktuell wird dafür von Binance ein Gas Preis von 180 Gwei angegeben. Dieser wird also auch mindestens von den Anlegern bezahlt. Wer also selber ein Transaktion von einem Wallet aus machen will konkurriert schon um einen Platz in einem Ethereum Block (wodurch die Transaktion bestätigt wird) mit den Transaktionen von Binance, die den Minern einen sehr hohen Gas Preis anbieten.

Darüber hinaus hat die chinesische Exchange FCoin derzeit einen Wettbewerb laufen, welche Coins als nächstes gelistet werden. Entscheidungskriterium ist dabei, dass es möglichst viele unterschiedliche Inhaber des Coins geben soll. Was die Entwickler also machen, ist durch Airdrops ihre Coins auf möglichst viele Ethereum Adressen zu verteilen. Wodurch eine sehr hohe Anzahl an Transaktionen zu Stande kommt, da es sich bei den meisten Coins um ERC 20 Token handelt, die auf der Ethereum Blockchain basieren.

Langfristig will Ethereum das Problem des verstopften Netzwerkes (clogged) lösen in dem es Sharding einführt. Damit wird es dann nicht mehr nur noch eine Blockchain geben sondern viele Blockchains die parallel zueinander existieren.


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