Airbus: Aktie profitiert von Krise bei Boeing

Seit Anfang des Jahres kennt der Flugzeugbauer Airbus am Aktienmarkt nur eine Richtung: nach oben. Während es bei Wettbewerber Boeing  kriselt, kann sich Airbus über einen neuen Großauftrag freuen.

Airbus hat in Paris am Rande eines Staatsbesuchs des chinesischen Präsidenten Xi Jinping einen Rahmenvertrag mit der China Aviation Supplies Holding Company (CAS) geschlossen. Die Vereinbarung sieht den Kauf von insgesamt 300 Airbus-Flugzeugen durch chinesische Airlines vor.

Wachstumsmarkt China

Dabei handelt es sich um 290 Flugzeuge der A320-Familie und 10 Flugzeuge der A350 XWB-Familie. Der Vertrag bestätige die starke Nachfrage chinesischer Airlines in allen Marktsegmenten – vom Inlands- und Low-Cost- über den Regional- bis hin zum internationalen Langstreckenmarkt, heißt es von Seiten Airbus.


In seiner jüngsten Marktprognose 2018-2037 für China geht Airbus davon aus, dass das Land in den nächsten 20 Jahren rund 7.400 neue Passagier- und Frachtflugzeuge benötigen wird. Damit entfallen auf China über 19 Prozent des weltweiten Bedarfs an mehr als 37.400 neuen Flugzeugen.

Airbus legt zu, Boeing verliert

Die Aktie von Airbus bekommt durch den jüngsten Geschäftsabschluss einen weiteren Schub. Derzeit notiert das Papier bei 116,80 je Aktie. Anfang dieses Jahres lag der Wert von Airbus am Aktienmarkt noch deutlich niedriger. So bezifferte sich der Aktienwert am 3. Januar auf 86,76 Euro. Seitdem stieg der Kurs damit um knapp 35 Prozent an bzw. rund 30 Euro je Aktie. Für Anleger hat sich ein Einstieg zum Jahresanfang damit mehr als gelohnt. Die Aktie von Airbus steht so gut da wie noch nie zuvor.

Während dessen mehren sich beim amerikanischen Konkurrenten Boeing die Sorgenfalten. Nach den Abstürzen von zwei Maschinen des Typs 737 Max 8 ist der Konzern in die Kritik geraten. Das macht sich auch am Aktienkurs bemerkbar. Seit Anfang des Monats ist der Wert je Aktie von knapp 390 Euro auf gut 320 Euro gefallen. Das ist ein Minus von circa 18 Prozent.

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Foto: adueck/Pixabay

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Über Steffen

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Steffen hat Medien, Politik und Kulturwissenschaft studiert und nebenher bereits erste Erfahrungen im Print-, Radio- und Hörfunkjournalismus gesammelt. Nach seinem Studienabschluss hat er seine Journalistenausbildung in einem Verlag für Wirtschaft & Sport absolviert. Dem Wirtschaftsjournalismus ist er auch bei seinen weiteren Tätigkeiten als Redakteur stets treu geblieben und verfügt inzwischen über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung. Er interessiert sich für Finanzthemen aller Art, Aktien und Kryptowährungen sind sein Steckenpferd.

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