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Schon im vergangenen Herbst profilierte sich US-Präsident Donald Trump durch Attacken auf die Notenbank Fed. Trump hatte vor allem die Leitzinserhöhungen als schädlich für das Wirtschaftswachstum bezeichnet.

Die Fed knickte damals ein: Zwei für 2019 vorgesehene Leitzinserhöhungen wurden gestrichen, der Abbau von Anleihebeständen wird früher eingestellt als geplant. Zumindest an der Wall Street sorgte das für gute Laune, denn die Aktienkurse steigen und das Gespenst Rezession, vor dem die amerikanische Wirtschaft sich fürchtete, scheint vorläufig besiegt.

„Die Reduzierung der Bilanzsumme ist ein Killer“

Trotzdem legte Trump in der für den Präsidenten üblichen Manier am Sonntag auf Twitter nach: Die Fed habe ihren Job schlecht gemacht, der Stock Market bilde das ab. Auch das Wirtschaftswachstum hätte Trump zufolge deutlich höher ausfallen können, sogar um mehr als ein ganzes Prozent. 3 Prozent hatte es 2018 betragen; „weit über 4 Prozent“ seien möglich gewesen. Für 2019 erwarten Analysten ein Wachstum zwischen 2 und 2,5 Prozent. Verantwortlich für die laut Trump zu schlechten Bilanzen sei „die Reduzierung der Bilanzsumme“ gewesen, die er als „Killer“ bezeichnete. Die Fed, so der Tweet des mächtigsten Mannes der Welt, hätte besser das genaue Gegenteil machen sollen, nämlich die Bilanzsumme steigern.

An den Forex-Märkten wirkte sich Trumps Twitterei auf den Kurs des US-Dollarindexes aus. Der Index bildet den Wert des US-Dollars gegenüber sechs anderen Leitwährungen ab. Er fiel um 0,1 Prozentpunkte auf 96,480.

Es ist sehr unüblich, dass ein Staatsoberhaupt politischen Druck auf eine Notenbank ausübt. Draghi und andere EZB-Vertreter kritisieren denn auch Trumps offenkundige Einflussnahme auf die Notenbank Fed. Auf einer Sitzung des Internationalen Währungsfonds sagte Draghi am Samstag, er sei „natürlich über die Unabhängigkeit der Zentralbank besorgt“, insbesondere „in der wichtigsten Jurisdiktion der Welt.“

Goldman Sachs korrigiert Wachstumsprognose

Auch die US-Investitionsbank Goldman Sachs reagierte auf die jüngsten Einfälle Donald Trumps. „Die Fed steht zunehmend im politischen Rampenlicht“, heißt es laut Wallstreet Online in einer Mitteilung. Die Analysten erwarten, dass bis zur nächsten Präsidentschaftswahl 2020 keine Zinserhöhungen mehr stattfinden werden.

Nicht nur der Druck aus Washington spreche Goldman Sachs zufolge für eine Zinspause. Auch dass die Wirtschaft der USA in diesem Jahr besser abschneidet als erwartet, lässt eine Zinspause sinnvoll erscheinen. Die Investitionsbank korrigierte ihre Prognose für das BIP-Wachstum im zweiten Halbjahr um 0,3 Prozentpunkte auf insgesamt 2,5 Prozent deutlich nach oben.

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Sebastian Schuster

Sebastian Schuster ist spezialisiert auf Kryptowährungen und Kursanalysen von Aktien. Schon früh beschäftigte er sich mit Finanzmarketing und entschloss sich darauf, sein Hobby zum Beruf zu machen, indem er Banking und Financing studierte. Neben seinem Hauptberuf als Analyst bei einer einflussreichen Finanzberatungsfirma schreibt er regelmäßig für Kryptoszene.de und analysiert Charts von Aktien und Kryptowährungen.

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