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Wie handelt man Optionsscheine?

Haben Sie schon mal von Optionen gehört? Auf dieser Seite finden Sie Informationen, Tipps und Ratschläge zum Handel mit Optionsscheinen.
Author: Alex Kanz

Zuletzt Aktualisiert: 07. September 2020

Wenn es um das Investieren in digitale Produkte geht, dann ist die Bandbreite an Möglichkeiten groß. Und wenn man erst einmal damit begonnen hat nach passenden Investmentoptionen zu forschen, dann stößt man irgendwann auch auf das Angebot der Optionsscheine. Allerdings sind sie besonders für Investment-Einsteiger oftmals eine Hürde. Denn zum Allgemeinwissen einer heimischen Anlage gehören solche Optionsscheine eigentlich nicht. Doch sie bieten eine überaus interessante Möglichkeit das eigene Geld für sich arbeiten zu lassen. Also haben wir einmal genauer hingesehen und das weite Feld der Optionsscheine ausgeleuchtet.

Inhalt

    Wir möchten wissen, wie man Optionsscheine kauft und wie man Optionsscheine handelt. Außerdem sehen wir uns die wichtigsten Fachbegriffe aus der Welt der Optionsscheine an. Schließlich gehört das zum grundlegenden Wissen, wenn man sich bei den Optionsscheinen austoben möchte. Und um aus dem oberflächlichen Wissen Expertenwissen zu machen, werfen wir auch einen Blick auf Optionsscheine mit Hebel. Wie jedes andere interessante Investment kommen auch die Optionsscheine mit gewissen Risiken einher. Das möchten wir natürlich nicht verheimlichen, sondern genau untersuchen.

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    Was sind eigentlich Optionsscheine?

    Bevor man sich an das Investment Optionsschein macht, sollte man zunächst einmal grundlegend verstanden haben, worum es sich bei den Optionsscheinen eigentlich handelt. Die Optionsscheine sind ein Börsenprodukt, ganz ähnlich wie es die Aktien an sich auch sind. Um an die Optionsscheine zu kommen, muss man nicht mehr den Weg zur Bank über einen physischen Broker gehen, sondern kann mittlerweile ganz einfach über das Internet darauf zugreifen. Optionsscheine zu kaufen, ist also gar nicht mal so kompliziert. Optionsscheine zu handeln, ist da schon eher eine Kunst für sich. Denn dazu bedarf es Hintergrundwissen.

    Optionsscheine sind Hebelprodukte. Hebelprodukte sind für viele Trader eine großartige Möglichkeit, um in weniger Zeit noch mehr Geld an der Börse zu bewegen. Kein Wunder, dass die Hebelprodukte oftmals als reine Spielerei abgetan werden, wobei sie das Risiko eklatant erhöhen, die potenziellen Erträge aber auch. Der große Vorteil der Optionsscheine gegenüber Aktien ist, dass man mit wesentlich weniger Geld in den Handel einsteigen und wesentlich mehr Gewinn bei der Anlage herausholen kann.

    Ein einfaches Beispiel…

    Anhand eines Beispiels lässt sich der Vorteil der Optionsscheine gegenüber einer handelsüblichen Aktie schnell verdeutlichen. Haben wir nun eine Aktie, die in den letzten 10 Jahren beständig im Wert gewachsen ist, ist es wahrscheinlich, dass hier auch in der Zukunft noch mehr abzusahnen ist. Klar ist, dass man hier besonders große Gewinnspannen mit nach Hause bringt, wenn man überaus günstig zu Beginn der Wachstumsphase investiert hat. Steigt man zu einem späteren Zeitpunkt in den Handel dieser Aktie ein, muss man eben schon deutlich tiefer in die Tasche greifen. Deutlich günstiger ist es beim Einstieg in eine Trendaktie, wenn man sich dann einen Optionsschein gönnt. Dabei ist der Optionsschein nichts anderes als das Recht eine Aktie innerhalb eines vorbestimmten Zeitrahmens zu einem festgelegten Preis zu erwerben.

    Der Preis oder Kurs, zu dem man dann die Aktie ins Portfolio lädt, nennt sich Basispreis. Sollte während der Laufzeit des Optionsscheins nun der Basispreis erreicht werden, hat der Investor die Möglichkeit die Aktie zu diesem Basispreis zu erstehen. Meist ist dieser Basispreis dann so günstig, dass die Investoren die Aktie schon kurze Zeit später zu einem wesentlich höheren Preis weiterverkaufen können.

    In Zahlen könnte das dann wie folgt aussehen: Ein Optionsschein sieht für die Aktie XY einen Basispreis von 100 Euro vor. Steigt der Preis der Aktie nun auf 150 Euro, so kann der Inhaber des Optionsscheins die Aktie dennoch für 100 Euro kaufen und im nächsten Augenblick für 150 Euro verkaufen. Hinzu kommt, dass der Optionsschein an sich auch handelbar ist. Einen Optionsschein zu kaufen und einen Optionsschein zu handeln, ist dann einfach, wenn man das System hinter den Optionsscheinen verstanden hat.

    Der innere Wert eines Optionsscheins

    Es ist gar nicht immer notwendig die Aktie zum Basispreis einzukaufen, wenn man die Optionsscheine auch einfach handeln kann. Um einen Optionsschein so richtig lukrativ zu machen, muss der innere Wert eines Optionsscheins hoch sein. Der innere Wert beschreibt die Differenz zwischen dem Basispreis und dem aktuellen Aktienkurs. Je höher diese Differenz ist, desto einfacher ist es den Optionsschein für einen möglichst hohen Preis weiterzuverkaufen. Dabei sollte der Basiswert natürlich möglichst weit unter dem aktuellen Kurs der Aktie liegen, sonst ergibt das System wenig Sinn. Liegt der Basiswert unter dem aktuellen Aktienkurs, ist der innere Wert gleich null und die Gewinnspanne entsprechend auch.

    Aus diesem inneren Wert ergibt sich auch die Erklärung, warum Optionsscheine so viel mehr Chancen auf hohe Gewinne in sich bergen. Steigt man mit einem Optionsschein mit einem festgelegten Basiswert bei einer Aktie ein, so stimmen zu diesem Zeitpunkt Basiswert und aktueller Kurswert meist überein. Über einen längeren Zeitraum entwickelt sich dann die Aktie mit etwas Glück positiv, vielleicht mit einem Plus von 15 Prozent. Im gleichen Zeitraum kann der Optionsschein durch den inneren Wert aber um 200 Prozent zulegen. Das zeigt, warum die Optionsscheine unter Tradern so beliebt sind. Der Nachteil wird jetzt aber auch ersichtlich: Da wo hohe Gewinne locken, können auch hohe Risiken das gesamte Investment zunichtemachen.

    Die Logik der Optionsschein im Detail: Call und Put

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    Bildquelle: Photo von mikecohen1872

    Erwirbt man einen Optionsschein, erwirbt man nicht die Aktie hinter diesem Optionsschein. Sondern man sichert sich lediglich das Recht die Aktie zu einem festgelegten Basispreis innerhalb der auch festgelegten Laufzeit zu erstehen. Im Klartext heißt das, dass man sich beispielsweise das Recht erkauft, eine bestimmte Aktie in den nächsten zwei Jahren für einen Wert von 100 Euro zu kaufen. Dieses Recht an sich kostet dann aber nur 5 Euro. Das Einlösen des Optionsscheins ist dann sinnvoll, wenn der aktuelle Preis über dem Basispreis und dem Ankaufpreis des Optionsscheins liegt – wir erinnern uns: der innere Wert. Das Recht für den Erwerb einer Aktie zu einem festgelegten Preis innerhalb eines festen Zeitrahmens ist ein Call Optionsschein.

    Andersherum funktioniert das Spiel mit den Investmentoptionen natürlich auch. Das sind dann die Put Optionsscheine. Bei den Put Optionsscheinen geht es also darum sich das Recht zu erkaufen, eine Aktie zu einem zuvor festgelegten Preis innerhalb eines festen zeitlichen Rahmen zu verkaufen. Das Prinzip funktioniert ebenso, wie bei den Call Optionsscheinen. Wer sich mit den Call Optionsscheinen anfreundet, dürfte auch Interesse an den Put Optionsscheinen haben.

    Bezugsverhältnisse, „in the money“ und mehr

    Wenn man sich intensiver mit den Themenbereichen Optionsscheine kaufen und Optionsscheine handeln beschäftigt, dann stolpert man früher oder später über verschiedene Fachbegriffe. An dieser Stelle wollen wir ein paar dieser Fachbegriffe erläutern, um die Grundlage für bestmögliches Trading zu schaffen.

    Bei dem Begriff Bezugsverhältnis handelt es sich um eine nicht zu unterschätzende Kennziffer. In der Praxis ist einen Optionsschein zu kaufen meist an ein Bezugsverhältnis gekoppelt. Das am häufigsten vorkommende Bezugsverhältnis im Kontext der Optionsscheine ist das Bezugsverhältnis 1:10. Die Regel bei einem Bezugsverhältnis von 1:10 bedeutet, dass man 10 Optionsscheine benötigt, um eine Aktie zum Basispreis erwerben zu dürfen.

    Um drei weitere Begriffe kommt man beim Kaufen und Verkaufen von Optionsscheinen nicht umher: in the money, at the money und out of the money. Bei „in the money“ handelt es sich um den englischen Begriff für „im Geld“, also im geldbringenden Bereich. Kurz gesagt, der Kurs des Basiswertes liegt über dem Basispreis des Optionsscheins bei einem Call Optionsschein. Bei einem Put Optionsschein wäre es natürlich genau umgekehrt. „Am Geld“ oder „at the money“ bedeutet in diesem Kontext nichts anderes, als dass der Basiswert dem Basispreis gleich ist, also kein innerer Wert des Optionsscheins besteht. Das gilt für Call Optionsscheine und Put Optionsscheine gleichermaßen. „Out of the money“ ist die Umschreibung für „aus dem Geld“ und beschreibt die Situation, wenn der Basiswert unterhalb des Basispreises des Optionsscheins notiert ist. Der innere Wert ist auch in diesem Fall gleich null.

    Den inneren Wert berechnen und den Zeitwert kennenlernen

    Wo wir bereits beim Thema des inneren Wertes sind, können wir uns auch direkt ansehen, wie man eigentlich den inneren Wert eines Optionsscheins berechnet. Die Formel für die Berechnung ist denkbar einfach, aber umso wichtiger:

    Innerer Wert = (Kurs des Basiswertes – Basispreis) x Bezugsverhältnis

    Mit dieser Formel kann man sich ganz leicht ausrechnen, wie sinnvoll ein Investment ist. Bei einem negativen inneren Wert scheint ein Investment wenig sinnvoll. Allerdings sind trotzdem Optionsscheine dort draußen zu finden, die trotz eines negativen inneren Werts hoch gehandelt werden. Das liegt dann daran, dass der Zeitwert bei diesen Optionsscheinen interessant ist. Auch wenn der Basispreis des Optionsscheins unter dem aktuellen Aktienpreis liegt, kann dieser Optionsschein vielversprechend sein. Beispielsweise dann, wenn die Laufzeit noch mehrere Monate beträgt und die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass sich der Aktienkurs noch zugunsten des Optionsscheins verändern wird. Und genau das ist der sogenannte Zeitwert. Dabei ist die Restlaufzeit eines Optionsscheins natürlich ausschlaggebend. Je mehr Zeit der Aktienkurs noch hat um aus diesem Investment einen Volltreffer zu machen, desto höher ist der Zeitwert.

    Optionsscheine mit Hebel

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    Bildquelle: Photo von CreditDebitPro

    Es gibt nichts, was es nicht gibt und somit gibt es auch die Optionsscheine mit Hebel. Die Optionsscheine mit Hebel haben einen großen Vorteil, das sich leicht anhand eines kurzen Beispiels erklären lässt.

    Man kauft nun 10 Optionsscheine einer Aktie, weil das Bezugsverhältnis bei 1:10 liegt. Jeder Optionsschein hat einen Basiswert von 100 Euro und kostet 2 Euro. Insgesamt gibt man also 20 Euro für die 10 Optionsscheine mit einem Basiswert von 100 Euro aus. Jetzt steigt die Aktie innerhalb der Laufzeit auf 150 Euro, was einem bei einem Kauf ein Plus von 30 Euro beschert, denn 10 x 2 + 100 = 120 und 150 – 120 = 30. Nimmt man jetzt noch die Möglichkeit dazu einen Optionsschein mit Hebel zu erwerben, steigt der potenzielle Gewinn noch an. Auch dafür gibt es eine einfache Formel, die selbst Einsteigern den Blick hinter die Kulissen deutlich vereinfachen sollte:

    Hebelwirkung = Kurs des Basiswerts : (Bezugsverhältnis x Optionsscheinkurs)

    Allerdings sollte man sich erst an die Optionsscheine mit Hebel heranwagen, wenn man mit den einfachen Optionsscheinen schon eine klare Erfolgsgeschichte verbinden kann. Denn die Optionsscheine mit Hebel bergen eben auch einige Risiken in sich.

    Risiko bei Optionsscheinen

    Natürlich haben nicht nur die Optionsscheine mit Hebel außerordentliche Risiken, sondern auch jeder andere Optionsschein bringt seine eigenen Risiken mit sich. Die Optionsscheine gehören zu den spekulativsten Investments überhaupt, ganz ähnlich wie beispielsweise Kryptowährungen. Sollte sich der Basiswert nicht so entwickeln, wie man sich das vorgestellt hat, ist die gesamte Anlage verloren. Und selbst wenn der Basiswert sich so entwickelt, wie man das gerne hätte, kommen auch noch Optionsprämien auf die Investoren zu. Diese Optionsprämien muss man sich erst einmal durch den Gewinn mit dem Investment an sich dazuverdienen.

    Sollte man einmal zu wenig Gewinn mit einem eigentlich gut laufenden Optionsschein machen, um nach dem Abzug der Optionsprämie als Gewinner aus dem Investment herauszukommen, war das Investment trotz eigentlich gutem Ausgang nicht erfolgreich. Und jetzt kommt das eigentliche Risiko, was viele Einsteiger unterschätzen: Arbeitet man mit Optionsscheinen mit Hebel, ist das Risiko um einiges höher. Denn der Hebel wirkt in beide Richtungen. Gewinnt man, gewinnt man haushoch. Verliert man, verliert man eben alles.

    Ein Nachteil, den Optionsscheine für langfristig denkende Anleger mitbringen, ist der Zeitdruck. Die Optionsscheine kommen mit einer Laufzeit daher, die den Wert der Optionsscheine gegen Ende der Laufzeit verringert. Verluste auszusitzen, ist in diesem Fall quasi unmöglich. Des Weiteren gibt es kein Mitspracherecht bei Hauptversammlungen bei den Optionsscheinen, wie es Aktionäre vom Aktieninvestment ansonsten kennen. Dividenden gibt es im Bereich der Optionsscheine also schon gar nicht.

    Vorsicht Risiken

    • Höchst Spekulativ
    • Komplexes Finanzprodukt
    • Totalverlust der Anlage möglich
    • Keine Dividenden möglich

    Das Fazit zum Handel mit Optionsscheinen

    Kommen wir nun zu unserem Fazit über den Handel mit Optionsscheinen. Die Optionsscheine sind kein Investment, was man mit Halbwissen angehen sollte. Interessiert man sich für diese äußerst spannende Investitionsmöglichkeit, sollte man zuvor so viele Informationen wie möglich sammeln, um das eigene Geld nicht in Gefahr zu bringen. Die wichtigsten Begriffe haben wir nun in diesem Artikel geklärt, sodass man als Neueinsteiger zumindest eine grobe Vorstellung dessen hat, was einen bei diesem Anlagebereich erwartet.

    Hat man ernsthaftes Interesse daran in der Welt der Optionsscheine loszulegen, dann sollte man zum einen auf einen seriösen Anbieter setzen, der eine benutzerfreundliche Plattform und ein Demokonto anbietet. So wird das Investment nur halb so kompliziert. Dann sollte man sich ausreichend Zeit nehmen, um die Gewinnchancen der Optionsscheine zu berechnen. Zu den ersten Schritten gehört es dann sich an einen Optionsschein ohne Hebelwirkung heranzutasten. Generell sollte man sich für dieses experimentelle Investment nicht in finanzielle Schwierigkeiten begeben. Denn wo hohe Gewinne locken, kann man als Investor auch ganz schön tief fallen.

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    Photo by Peggy_Marco (Pixabay)

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    Ich habe Deutsch als Fremdsprache, Asien- und Orientwissenschaften und Arabistik studiert. Seit fünf Jahren beschäftigte ich mich mit Themen rund um die verschiedenen Aspekte der Kryptowährungen und habe dies als Übersetzerin und Texterin zu meinem Beruf gemacht.