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Scalping Strategie: Was sie ist und wie sie funktioniert

Es gibt die unterschiedlichsten Strategien, um erfolgreich mit Aktien traden zu können. Eine nicht unumstrittene Anlagemethode stellt das Scalping dar. Kryptoszene erklärt, was es mit der Strategie auf sich hat und ob sie sich rentiert.
Author: Philip G.

Zuletzt Aktualisiert: 27. Juli 2020

Über kurz oder lang wird jeder neue Trader mit dem Begriff „Scalping“ konfrontiert. Auf deutsch heißt das Wort soviel wie „ausschneiden“, womit das Verhalten innerhalb der Strategie sehr gut erklärt ist. Beim Scalp Trading versucht der Trader alle noch so kleinen Veränderungen des Devisenkurses zu nutzen, um einen Gewinn zu erzielen. Es wird also eine sehr kurze Periode aus dem Kursverlauf „ausgeschnitten“. Diese kann wenige Minuten dauern aber auch nur wenige Sekunden. In dieser Dauer wird durch An- und Verkauf versucht den größtmöglichen Profit zu erzielen. Die Scalping Strategie ist nicht unumstritten. Es gibt einige Broker, die sich entschieden dagegen aussprechen.

Inhalt

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    Hinter der Strategie

    chart photoAn sich ist die Strategie sehr leicht zu verstehen. Die Trader versuchen kleinste Schwankungen im Kurs für sich zu nutzen. Auch wenn der Kurs sichtbar stagniert, gibt es zumeist kleine Schwankungen in beide Richtungen. Hierfür muss man nur die Skalierung ändern. Diese minimalen Kursänderungen entstehen, weil auch in Sekunden oder Minuten viel getradet wird. Selbstverständlich gibt es auch Abschnitte, in denen wenig oder gar nicht gehandelt wird. Dies ist jedoch sicherlich eher die Ausnahme. Sollte in einem Zeitpunkt also mehr gekauft als verkauft werden, so steigt der Kurs für einen kurzen Moment an. Dies passiert auch dann wenn sich der Kurs in einer langfristigen Abwärtsphase befindet.

    Im ersten Augenblick scheint es abwegig und sinnlos, jedoch sind es beim Scalp Trading die kleinsten Bewegungen, die bereits einen Erfolg für der Trader erzielen können. Zum Beispiel kann sich der Kurs des Euro im Vergleich zum Dollar von 0,8532 auf 0,8535. Wichtige Devisenpositionen sind beim Scalp Trading in der Regel schon nach sehr kurzer Zeit wieder geschlossen, da der Trader sehr schnell wieder verkauft. Der ganze Vorgang dauert also nur wenige Minuten. Dies kann sogar noch extremer werden und in Sekunden passieren. Vor allem dann, wenn Algorithmen und Leistungsstarke Computersysteme die Vorgänge übernehmen – auch wenn diese hier an ihre Grenzen stoßen können. Nicht weil die Rechenleistung nicht reicht, sondern vielmehr weil es schwer ist den Rechner mit genug „sinnvollen“ Daten zu füttern. Das Muster dieser kurzen Änderungen des Kurses folgt nämlich keinem wirklichen Schema.

    Aus diesem Grund ist es sehr schwer, vorherzusehen wie sich die Position verändern wird. Nicht desto trotz sind Computer auch für das Scalping wichtig. Noch wichtiger ist jedoch eine gute Infrastruktur und Netzwerkverbindung. Daher fallen viele Länder bei dieser Strategie schon von Haus aus heraus, da der Ping und andere Messzahlen schlicht zu langsam sind.

    Prozyklisches vs Antizyklisches Scalp Trading

    Scalping unterteilt sich in die Prozyklische und Antizyklische Vorgehensweise. Die Prozyklische Methode bedeutet, das die Trader die Breakouts aus der ersten 60 Minuten candle handeln. Eine andere Möglichkeit ist das Handeln der Breakouts durch das Tagestief oder das jeweilige Tageshoch.
    Bei der Antizyklischen Vorgehensweise spekuliert der Trader auf die Tops und Lows einer Bewegung. Wenn es zu Rücksetzern kommt, versucht man hierbei einen Teil an Gewinn zu ergattern.

    Scalping Beispiel

    Der Trader hat eine passende Aktie gefunden und beginnt mit dem Scalp Trading. Die Aktie ist hierfür bereits jetzt erworben. Nun geht der Trader in den „short“, was bedeutet, das er vermutet, das der Kurs sinken wird. Beendet er den Kurs nun nach einer Sekunde fährt er Verluste ein. Nun ist die Frage was zu tun ist. Es kann besser oder schlimmer werden. Ein paar Sekunden später könnte der Kurs wieder das alte Niveau erreichen, oder sogar steigen, womit Gewinn erzielt wäre.
    Dem Trader werden in jedem Fall die Spreads in Rechnung gestellt. Also ist die Differenz zwischen Kauf und Verkauf noch nicht der Finale Betrag, den der Trader für sich behalten kann.

    Innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums muss der Trendverlauf des Kurses vorhergesagt werden. Das Problem hierbei ist, dass dieser Kurs nichts mit dem langfristigen Kurs zu tun hat. Es geht also weder um die Firmenpolitik oder sonstige Umwelteinflüsse, die langfristige Kursverkäufe beeinflussen. In diesem Moment zählen nur die momentanen Transaktionen der Aktie. Wie lassen sich diese Kursschwankungen vorhersagen?

    Kursverlauf im Scalping vorhersagen

    Im „normalen“ Handel kann man eine Vielzahl von Hilfsmitteln nutzen. Hierzu zählen etwa die technische Analyse oder die Fundamentalanalyse. Auch News und Informationen über das Unternehmen können wichtig sein. Algorithmen sind ebenfalls besonders gut für den längerfristigen Handel ausgelegt. Hochmoderne Computer kann man natürlich für alles nutzen, jedoch braucht man erst einmal Daten mit denen man sie füttern kann.

    Beim Händler der Wahl kann man sich den Kursverlauf graphisch darstellen lassen. Es gibt auch sinnvolle Tools, die einem das Leben erleichtern können. Hiermit sollte man sich den aktuellen Kurs erst einmal ansehen. Gute Broker aktualisieren den Kurs im Sekundentakt und sind damit besonders gut geeignet. 15 – 20 Minuten sind hierfür eine ausreichende Zeitspanne. Nun kann man seinen Trade platzieren und den Stop-Loss setzen. Einen eigenen Take Profit kann man bei der Strategie häufig nicht selber setzen. Deswegen ist bei einem Gewinn ein manuelles Schließen notwendig, was auch für eine Transaktion gilt.

    Das Risiko der Scalping Strategie

    Auch beim Scalp Trading gibt es ein nicht unerhebliches Risiko für den User. Wie bei jeder Handelsaktion liegt das größte Problem auf einer falschen Prognose oder einem schlechten Timing der Transaktionen. Beim Scalping kann innerhalb von Sekunden ein Verlust entstehen.
    Auch sollte man sich informieren, ob der eigene Broker technisch auf dem neuesten Stand ist, da jede Sekunde zählt. Es ist also wichtig das Kurse und alle Transaktionen mit der kleinstmöglichen technisches Verzögerung wiedergegeben werden. Dies kann den Unterscheid zwischen Gewinn und Verlust ausmachen. Wenn man noch auf der Suche nach einem neuen Broker ist, so sind die ECN Händler für das Scalping besonders zu empfehlen.

    Demokonto ist ein Muss

    Ein Demokonto eines Brokers kann sich besonders beim Scalping als Mittel zum Erfolg erweisen. Hierbei lernt man nicht nur, wie man mit der Software und der Handelsplattform umgehen muss. Vielmehr können alle Strategien rund um die Methode zuvor mit Spielgeld getestet werden. Bei den meisten Anbietern bekommt man hier um die 10.000 Euro als „Spielgeld“. Also mehr als genug Kapital um alles ganz nach eigener Vorliebe zu testen. Somit werden dem User alle Möglichkeiten gezeigt, die hierbei gegeben sind. Auch kann man die technische Umsetzung testen und schauen, ob die Software schnell arbeitet. Alle Vorgänge müssen unverzüglich umgesetzt werden. Hierfür muss der jeweilige Broker gute Server haben und auch sonst eine gute Software vorweisen.

    Innerhalb des Demokontos kann man zumindest überprüfen, ob einem hier besondere Versäumnisse auffallen sollten.
    Voraussetzung ist, das man das Demokonto auch wirklich in allen Funktionen ausnutzt. Dies kostet zu Beginn zwar Zeit – auf lange Sicht wird es sich jedoch sicherlich lohnen.

    Vorteile der Scalping Strategie

    Das allgemeine Risiko beim Scalp Trading ist, im Vergleich zu anderen Methoden, ziemlich gering.
    Für die Umsetzung der Scalping Strategie muss man sich als Trader kaum vorbereiten, da man hierfür keine Informationen oder andere Daten braucht. Wichtiges Wissen hierzu gibt es, neben dem Grundwissen, nicht. Noch dazu ist die Strategie sehr schnell und einfach angewendet. Wer sich gut mit der Materie auskennt kann mit der Scalping Strategie sehr viel Gewinn erzielen.

    Besonders ist, dass der Profit in sehr kurzer Zeit erwirtschaftet wird. Gerade dann, wenn es einen starken Trend gibt, ist diese Strategie besonders erfolgreich, denn bei einem Trend bewegt sich der Kurs über viele Sekunden, oder gar Minuten, nur in eine Richtung. Hierdurch kann das Geschäft innerhalb von Minuten abgewickelt sein. Grundkenntnisse über den Markt sind trotzdem wichtig um überhaupt erstmal einen Überblick zu haben welches Unternehmen hierfür besonders gut geeignet ist. Umfassende Analyse bringen jedoch nichts und sind deswegen in diesem Falle auch nicht ratsam, die sie nur Zeit und Energie kosten. Neben den Vorteilen gibt es jedoch auch eine Reihe von Nachteilen, die man nicht ausser acht lassen sollte.

    Nachteile der Scalping Strategie

    Es geht um Minuten oder Sekunden, in denen wichtige Entscheidungen getroffen werden müssen. Dies wiederholt sich in der Regel mehrmals pro Tag. Für den Trader und dessen Körper stellt dies Stress pur dar. Auf Dauer sollte man diese Auswirkung nicht unterschätzen. Auch sollte man von Haus aus eine große Selbstdisziplin an den Tag legen.
    Nicht wenige Händler bieten die Möglichkeit des Scalpings erst gar nicht an. Es kann also sein, dass man bei dem persönlichen Broker garnicht die Gelegenheit hat. Einige Anbieter sind sogar strikt dagegen. Für diese hat diese Methode nicht mehr viel mit dem normalen Traden zu tun.

    Sicherlich geht es hierbei in eine Richtung, die in Zukunft durch noch schnellere Trads gar nicht mehr kontrolliert werden kann. Deswegen sollte diese Frage bereits vor Beginn geklärt sein, um Probleme zu vermieden. Durch die Spreads beim Handeln können dem Trader Gewinneinbußen entstehen. Bei einer Berechnung sollte man diese nicht vergessen. Auch fallen die Gewinne meist reicht klein aus und betragen selten mehr als 10 Pips.

    Als fortgeschrittener Trader kann man diesen Nachteil durch eine große Anzahl an Trades wieder ausgleichen. Durch viele kleine Gewinne entsteht am Ende des Tages eben auch wieder ein großer Betrag. Hierbei steigt jedoch der Zeitaufwand massiv an, da man für jeden Trade erst einmal Infos einsammeln muss und das Chart auch noch für einige Zeit im Auge behalten sollte.
    Jedoch ist Scalp Trading nicht in jeder Situation sinnvoll. Besonders wenn ein allgemeiner Trend fehlt.
    Ingesamt bietet die Scalping Strategie jedoch ein großes Potential. Ein weiterer Pluspunkt ist, das kaum Kenntnisse nötig sind und wenig Zeit in Anspruch genommen wird.

    Risikomanagement

    risk photoEffizientes Risikomanagement ist immer ein wichtiger Punkt von allen Handelsoptionen, die man heute zu Verfügung hat. Die Verteilung des Kapitals auf mehrere Positionen stellt wohl den wichtigsten Punkt dar, wenngleich dieser natürlich immer und überall gilt. Ein sinnvoller Umgang mit den Stop-Loss-Orders ist ebenfalls notwendig, da ein mangelndes Timing zum Verlust führen kann. Die Stopp-Loss-Orders sollten hierbei eng gesetzt werden. Im besten Fall sollten sie bei maximal 10 Pips liegen. Hierdurch wird das größte Potential der Scalping Strategie entfaltet. Es gibt jedoch auch Stimmen, die behaupten, dass ein ein größerer Pip auch Vorteile bringen kann. Wir bleiben jedoch auch dabei, das 10 Pips das Optimum sind.

    Darüber hinaus sollte für das Scalping ein ECN-Broker genutzt werden. ECN steht für „Electronic Communication Network“. Diese Händler haben sich in der Regel auf den Devisenmarkt konzentriert. Ein besonderer Vorteil sind die schnellen Reaktionen beim Öffnen oder Schließen von Positionen. Auch werden die Charts in Echtzeit wiedergegeben. Verzögerungen werden somit minimiert. Jedoch ist hierfür natürlich, wie schon angesprochen, auch eine gute Internetverbindung notwendig. Trading über das Handy und Mobilfunknetz sollte man nur machen, wenn man sicher ist, dass die Latenzen gering sind.

    Fazit

    Die Scalping Strategie bietet tolle Möglichkeiten, wodurch der Handel in neuen Dimensionen möglich ist. Wichtig ist hierbei, wie immer, das man sich nicht Blind in neue Investments oder Handelsaktivitäten stürzen sollte. Glücklicherweise muss man für Scalp Trading wenig neues lernen. Allgemeine Dinge bleiben auch hier wichtig, wie das man sich den Markt und die Aktie zu Beginn genau ansieht. Bei dieser Methode ist die Wahl des Brokers deutlich wichtiger als bei vielen anderen Strategien. Hierbei stehen vor allem die technischen Aspekte im Vordergrund, da eine Sekunde den Unterscheid zwischen Gewinn und Verlust machen kann.

    Glücklicherweise kann man dies heutzutage jeden seriösen Broker mit Hilfe eines Demokontos testen. Sollten einem hier langsame Transaktionen oder Server Probleme auffallen, so ist ein Wechsel dringend anzuraten. Gerade Anfänger dürfen bei der Scalping Strategie nicht mit zu großen Gewinnen rechnen. Pro Trade ist der Profit niedrig, da die Grenzen sehr eng gezogen sind. Ein Vorteil ist jedoch, dass auch große Verluste somit fast ausgeschlossen sind. Somit muss man viel Zeit investieren. Mit einiger Erfahrung und Zeit kann es sich aber dann durchaus lohnen.

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    Philip ist ein wahrer Finanz-Enthusiast und berichtet seit Januar 2019 für Kryptoszene. Dabei umfasst sein Spektrum sowohl die neuesten Errungenschaften der Kryptowelt, als auch klassische Angebote wie Aktiendepots und ETFs.