Krypto-Giganten spielen nach eigenen Regeln


Auch nach dem spektakulären Zusammenbruch von FTX spielen viele einflussreiche Krypto-Unternehmen weiterhin nach ihren eigenen Regeln und gefährden damit den Markt.

Das kann gravierende Folgen für etablierte Kryptowährungen wie den Bitcoin haben, beeinflusst aber auch negativ den Kurs von neuen Kryptowährungen.

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Die großen Krypto-Börsen haben es aktuell nicht einfach. Während es Coinbase mit der SEC zu tun bekommt und eine Red Notice erhalten hat, also eine Vorstufe einer Klage, wird die größte Krypto-Börse der Welt Binance von der CFTC verklagt. Dazu kam der komplette Ausfall von Binance vor einiger Zeit

Krypto-Unternehmen halten sich oft nicht an Regeln – Was sollten Anleger jetzt dringend wissen?

Im letzten Jahr hat Sam Bankman-Frieds Krypto-Unternehmen FTX Insolvenz angemeldet, was den Kryptomarkt ziemlich durchgerüttelt hat. Noch immer sind die Auswirkungen zu spüren und die verschiedenen Gerichtsverfahren gegen Friedmann sind noch immer noch vollständig abgeschlossen.

Der FTX-Gründer Sam Bankman-Fried (SBF) steht derzeit ebenfalls wegen zahlreicher Vergehen vor Gericht.  Mittlerweile liegen 13 Anklagepunkte gegen SBF vor, die derzeit vor US-amerikanischen Gerichten verhandelt werden. Darunter sind auch Vorwürfe der Bestechung von chinesischen Beamten mit über 40 Millionen US-Dollar.

Anscheinend hat der Unternehmer und ehemalige CEO von FTX seine Anwälte mit gestohlenem Geld bezahlt. Es geht dabei um 10 Millionen US-Dollar, die durch ein Darlehen von Alameda Research finanziert wurden und eventuell aus unterschlagenen Kundengeldern stammen.

Bereits im letzten Jahr hat die SEC angekündigt, den “Wilden Westen” in der Kryptowelt zu beenden und mehr Kontrolle auf die Unternehmen auszuüben. Seither ist viel passiert und nach Meinung vieler Insider ist die SEC sogar teilweise über ihr Ziel hinausgeschossen.

Die SEC und andere Behörden schauen bei Krypto-Unternehmen immer genauer hin

Der SEC-Vorsitzende Gary Gensler verfolgt Krypto-Unternehmen, die sich nicht an die Regeln halten, mit aller Härte und will ihr Handeln unterbinden. So sagte Gensler: „Die Start- und Landebahn wird kürzer. Die Casinos in diesem Wilden Westen sind nicht konforme Vermittler.“

In den letzten Monaten sind die US-amerikanischen Behörden sehr viel strenger gegen verschiedene Player am Kryptomarkt vorgegangen, darunter auch gegen die größten Krypto-Börsen Binance und Coinbase.

Ziel des Vorgehens soll sein, dass Anleger Kryptowährungen sicherer kaufen und sich auf die Unternehmen verlassen können.

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In der Vergangenheit haben die großen Krypto-Börsen, wie zum Beispiel auch Binance zugegeben, nicht immer korrekt gehandelt zu haben. Das hat die SEC zum Anlass genommen, genauer hinzuschauen.

Beispiele dafür sind aktuelle Streitigkeiten mit Binance und Coinbase. Diese betreffen zwar nicht nur die SEC, sondern auch die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) mit Sitz in Washington, D.C, dennoch betreffen die angewandten Regeln schlussendlich auch die SEC.

Nach Meinung der CFTC betreibt Binance Geschäfte im Derivatehandel, für die das Unternehmen keine Genehmigung hat. Rosting Behnman, Chef der CFTC sagt: “Binance weiß, dass sie seit Jahren die CFTC-Regeln verletzen“.

Nach der Klage der CFTC hat Binance bewusst die Regeln der US-Finanzaufsicht verletzt und Geschäfte aus den USA in andere Länder ausgelagert. Die Behörde wirft dem Unternehmen einen Kontrollverlust und Aufsichtsversagen vor.

Neben dem Unternehmen selbst verklagt die CFTC auch CZ selbst sowie den früheren Compliance-Vorstand Samuel Lim.

Changpeng Zhao, in der Kryptowelt als CZ bekannt und als CEO von Binance vermutlich aktuell der mächtigste Mann der Kryptowelt, hat auf die Anschuldigungen reagiert. Binance sieht sich zu Unrecht beschuldigt, genauso wie Coinbase, sieht allerdings durchaus eigene Fehler ein und gelobt Besserung.


https://twitter.com/cz_binance/status/1640483997288415234

Bloomberg hat den aktuellen Stand der Governance bei Krypto-Unternehmen untersucht

Im ersten Quartal hat Bloomberg 60 große Krypto-Unternehmen befragt, darunter Binance und Coinbase, aber auch Unternehmen aus andern Bereichen wie Mining, Analyse oder Token-Emittenten, die Krypto Presales organisieren.

Im Fokus der Befragung war der Stand der Governance und der Kontrollen im Unternehmen. Es ging um den Fluss von Vermögenswerten und internen Abläufen. Schließlich geht es dabei meistens um mehrere Milliarden US-Dollar.

Erst vor kurzer Zeit wurden Manager von Coinbase und des NFT-Marktplatzes OpenSea verurteilt. Ishan Wahi ist der ehemalige Produktmanager der großen Krypto-Börse Coinbase. Der Manager wurde jetzt zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, weil er Insiderhandel mit Kryptowährungen durchgeführt hat. Zuvor hat sich der 32 Jahre alte Manager bereits zweimal in anderen Betrugsfällen schuldig bekannt.

Nikhil Wahi, der Bruder des Angeklagten, hat sich im September bereits für schuldig bekannt und wurde zu 10 Monaten Haft verurteilt.

In Vergangenheit gibt es immer mal wieder illegale Machenschaften bei Krypto-Unternehmen. So hat Nathaniel Chastain Manager, Manager des NFT-Marktplatzes OpenSea ebenfalls Insiderhandel mit NFTs durchgeführt und ist dabei erwischt worden. Der Manager war dafür verantwortlich, festzulegen, welche NFT auf OpenSea gelistet werden.

Befragung deckt wirtschaftliches Innenleben von Binance und Co auf – Droht Gefahr für Anleger? Wie sollten Sie jetzt reagieren?

Bei der Befragung haben Unternehmen einen Fragebogen erhalten, um auf Basis der Antworten Informationen zu erhalten, wo externe Wirtschaftsprüfer beschäftigt sind, oder der Vorstand unabhängig ist. Einige Unternehmen haben die Beantwortung der Fragen verweigert.

Dennoch hat Bloomberg auf Basis der Fragebogen herausgefunden, dass nur knapp die Hälfte der Unternehmen einen externen Wirtschaftsprüfer beschäftigen.

Allerdings haben über 60 % der Unternehmen mittlerweile einen unabhängigen Vorstand, der Mitglieder enthält, die keine Geschäfte führen.

10 Unternehmen haben in der Befragung durch Bloomberg angegeben, dass sie keinen unabhängigen Vorstand eingesetzt haben, 12 Unternehmen haben nicht auf die Frage geantwortet.

Dazu gehören zum Beispiel  Tether, Huobi und Magic Eden. Einige Unternehmen weigerten sich Informationen zu bestätigen, zum Beispiel Crypto.com, Kraken, Uniswap Labs und OpenSea.

“Die Krypto-Branche  ist eine Industrie der Anonymität, die sich als Transparenz tarnt”, sagte Ruth Foxe Blader, Partnerin bei der Risikokapitalgesellschaft für digitale Finanzdienstleistungen Anthemis, in einem Interview.

Nur wenige Unternehmen der befragten Krypto-Firmen sind börsennotiert. Das heißt, für alle anderen gelten die strengen aufsichtsrechtlichen Standards von Aktienbörsen nicht. Das schafft für die Unternehmen Freiheiten, die für Anleger nicht immer positiv sind.

Die in diesem Beitrag gezeigten Fälle machen aber klar, dass sich das Risiko erhöht hat und Anleger sich bei Investitionen im Moment zurückhalten. Das ist auch an Kursen wie beim Bitcoin zu erkennen.

Der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates New York schlug kürzlich vor, dass Krypto-Börsen unabhängige öffentliche Prüfungen durchführen müssen.

Aktuell fehlt es an Regeln in der Kryptowelt und Wirtschaftsprüfer haben zu wenig Erfahrung in der Blockchain-Buchhaltung

In Zukunft sollen nach Meinung vieler Experten für Krypto-Unternehmen und Start-ups in diesem Bereich die gleichen Regeln gelten, wie bei Tech-Unternehmen. Aktuell ist das leider noch nicht so. In der Befragung von Bloomberg gaben Krypto-Unternehmen an, dass große Wirtschaftsprüfungsunternehmen zögern, mit ihnen zusammenzuarbeiten.

Das liegt in vielen Fällen daran, dass die Branche noch jung ist, und im Verhältnis zu anderen Branchen auch die Krypto-Urgesteine Bitcoin und Ethereum noch in den Kinderschuhen stecken. Bei vielen Wirtschaftsprüfern fehlt noch die Erfahrung mit Blockchain-Buchhaltung oder der Umgang mit Smart Contracts, die zum Beispiel bei Ethereum zum Einsatz kommen.

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Außerdem zögern die großen Wirtschaftsprüfer mit der Zusammenarbeit, weil es in den letzten Jahren immer mal wieder große Skandale im Kryptobereich gab, der schlussendlich auch den beteiligten Wirtschaftsprüfer negativ beeinflusst hat.

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass rund die Hälfte der Unternehmen, die Informationen über ihren derzeitigen Wirtschaftsprüfer offengelegt haben, ihre vollständigen Finanzprüfungen von einem Big Four-Wirtschaftsprüfer prüfen lassen.

Die größten vier Wirtschaftsprüfer weltweit sind Deloitte, EY, KPMG und PricewaterhouseCoopers.

Coinbase, Circle und Ripple gaben an, dass Deloitte das Unternehmen prüft. EY prüft nach Informationen von Bloomberg die Unternehmen Chainalysis, Ledger und Anchorage Digital.

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Die in Frankreich ansässige Mazars Group hat die Zusammenarbeit mit Binance und Crypto.com eingestellt. Mittlerweile setzen diese Unternehmen auf andere Wirtschaftsprüfer.

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Thomas

Als freiberuflicher Journalist, Autor von über 100 Fachbüchern und tausenden Fachbeiträgen, Consultant und Trainer behandelt Thomas Joos eine Vielzahl an Themen rund um Trends, Entwicklungen und Innovationen in der Business-IT. Er ist sehr an Kryptowährungen interessiert und investiert selbst viel in neuen Coins. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit ETFs, Aktien, Immobilien und anderen Bereichen der Wirtschaft. Thomas ist ein Steuer-Freak und beschäftigt sich daher auch mit den steuerlichen Auswirkungen bei Krypto-Invests.

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