Der Absturz der Kryptobörse FTX hat dem Kryptomarkt kurzfristig stark geschadet. Nicht nur stürzten die Kurse von Bitcoin und Co. weiter in die Tiefe, sondern das Vertrauen vieler Anleger wurde zerstört. Nicht wenige haben inzwischen ihr Geld von den Kryptobörsen abgezogen, sofern sie nicht selbst Opfer von FTX wurden, und haben der Branche den Rücken gekehrt.

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Kommt nach dem FTX-Crash der nächste große Knall?

Auch andere Börsen leiden unter dem Vertrauensverlust und müssen mit großen Abflüssen von Kundengeldern kämpfen. Dabei hat sich bereits gezeigt, dass offenbar mehrere Börsen Kundengelder für andere Zwecke eingesetzt haben und nun in Liquiditätsnöte kommen. Es gibt bereits mehrere Unternehmen, die nach dem FTX-Crash ebenfalls in die Insolvenz geraten sind oder sich nahe am Abgrund befinden.

Ein weiterer großer Knall wie FTX ist bislang allerdings ausgeblieben. So konnten sich etwa Gerüchte um Zahlungsprobleme beim Anbieter crypto.com bislang nicht bestätigen und das Unternehmen hat einen ersten Proof-of-Reserves-Bericht vorgelegt. Gleiches gilt für die weltweit führende Kryptobörse Binance. Zwar laufen in den USA Ermittlungen gegen das Unternehmen, wo es unter anderem um den Verdacht der Geldwäsche und fehlende Handelslizenzen geht, wie kryptoszene.de berichtete, aber bisher ist es nicht zu einer Anklage gekommen.

2023 könnte für Kryptobranche wegweisend werden

Für das Jahr 2023 steht die Kryptoindustrie damit an einem Scheideweg. Während die einen von einer gesunden Marktbereinigung sprechen und überzeugt sind, dass die Branche langfristig von dem FTX-Vorfall profitieren kann, erwarten die anderen, dass dies nur die Spitze des Eisbergs war und der große Zusammenbruch des Marktes erst noch bevorstehen könnte.

Sicher ist, dass die Behörden die Aktivitäten der Kryptofirmen künftig deutlich genauer unter die Lupe nehmen werden und es Betrügern und Spekulanten nicht mehr so einfach machen werden, schnelle Profite auf Kosten gutgläubiger Anleger zu erzielen. Entsprechende Maßnahmen kündigte nun der Vorsitzende der US- amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) an.

SEC-Chef vergleicht Kryptobörsen mit Casinos

Der SEC-Vorsitzende Gary Gensler will, laut einem Bericht von Bloomberg, Kryptounternehmen verfolgen, die sich nicht an die Regeln halten und ihr handeln unterbinden. So sagte Gensler: „Die Start- und Landebahn wird kürzer. Die Casinos in diesem Wilden Westen sind nicht konforme Vermittler.“ Der Vergleich von Kryptobörsen mit Casinos und Wild-West-Methoden lässt bereits erahnen, welch negatives Bild die Finanzaufsichtsbehörde von der Kryptobranche hat.

Auch befindet sich die SEC bekanntlich in einem Rechtsstreit mit Ripple Labs und wirft dem Unternehmen vor mit XRP ein nicht registriertes Wertpapier verkauft zu haben. Der Ausgang dieses Verfahrens ist weiter offen, doch schon im 1. Quartal 2023 könnte hier nach Einschätzung von Beobachtern eine Entscheidung fallen, die auch weitreichende Auswirkungen auf den Kryptosektor haben könnte. Denn das Urteil könnte ein Exempel statuieren, wie Finanzgeschäfte in der Branche künftig finanzrechtlich zu bewerten sind.

Proof-of-Reserves laut SEC ohne Wert

Um Vertrauen bei Kunden wiederherzustellen, haben einige Kryptobörsen zuletzt damit begonnen, ihre Finanzreserven zur Abdeckung von Kundeneinlagen von externen Prüfern untersuchen zu lassen. Die treibende Kraft dahinter ist Changpeng Zhao (CZ), der CEO von Binance. Schon direkt nachdem die Krise bei FTX bekannt wurde, forderte CZ die Branchenvertreter dazu auf, transparenter zu werden und nachzuweisen, dass sie tatsächlich zahlungsfähig sind.

Dabei wollte Binance mit gutem Beispiel vorangehen und hat als einer der ersten Anbieter am Markt einen Proof-of Reserves Bericht vorgelegt. CZ glaubt, dass der Crash von FTX eine Chance sein könnte, dass der Kryptomarkt seine undurchsichtigen Geschäftsstrukturen beendet und Kunden ähnliche Sicherheiten gibt, wie sie Käufer von Aktien gewohnt sind.

SEC-Chef Gary Gensler zeigt sich gegenüber Bloomberg jedoch wenig beeindruckt von diesen Proof-of-Reserves, die nun mehrere Anbieter durchführen. „Der Nachweis von Reserven ist weder eine vollständige Abrechnung des Vermögens und der Haftung eines Unternehmens, noch erfüllt er die Trennung von Kundengeldern nach den Wertpapiergesetzen.“ Im Klartext gesprochen, ist das Verfahren laut Gensler damit nichts Wert, da die Praxis nicht den aktuellen regulatorischen Offenlegungsstandards in der Finanzbranche entspricht, wie sie von börsennotierten Unternehmen verlangt werden.

FTX soll sich mit strenger Regulierung nicht wiederholen

Deshalb plant die SEC künftig durch Prüfungen sicherzustellen, dass Kryptofirmen ihre Gelder und die Gelder ihrer Kunden trennen und genaue Aufzeichnungen über alle Transaktionen führen. Die Anbieter sollten dies tun, indem sie die bewährten Verwahrungsvorschriften, die Trennung von Kundengeldern und die Rechnungslegungsvorschriften einhalten, so der Chef der amerikanischen Finanzaufsicht.

Die Vorkommnisse von FTX sollen sich damit auf keinen Fall wiederholen. Allerdings könnte diese strenge Regulierung und Kontrolle von Anbietern in der Branche 2023 noch zu schweren Einschnitten im Markt führen und es ist nicht ausgeschlossen, dass sie noch weitere namhafte Anbieter in den Bankrott führen werden. Das Jahr 2022 wird laut Beobachtern als Zäsur der Kryptobranche in die Geschichtsbücher eingehen. Was danach folgt, scheint aber weiter offen.


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Angeklagte räumen vor US-Gericht Betrug ein

Indes gab die frühere CEO von Alameda Research, dem Hedgefonds des Firmenkonglomerats von FTX-Gründer Sam Bankman-Fried, vor einem Gericht in New York zu, dass sie Kreditgeber wissentlich darüber in die Irre geführt habe, wie viel das Unternehmen geliehen habe. So erklärte Caroline Ellison, sie und der ehemalige FTX-CEO Sam Bankman-Fried hätten sich darauf geeinigt, die Vereinbarung zu verbergen, indem sie falsche Abschlüsse erstellten, wie Bloomberg News unter Berufung auf eine Abschrift einer Anhörung am 19. Dezember berichtet.

„Von 2019 bis 2022 war mir bewusst, dass Alameda Zugang zu einer Kreditfazilität auf FTX.com, der von Herrn Bankman-Fried betriebenen Kryptowährungsbörse, erhalten hat. In der Praxis ermöglichte diese Vereinbarung Alameda den Zugang zu einer unbegrenzten Kreditlinie, ohne Sicherheiten hinterlegen zu müssen, ohne negative Salden zu haben und ohne Nachschussforderungen in den Liquidationsprotokollen von FTX .com zu sein“, so Ellison weiter.

Derweil gibt es Berichte, dass der auf Kaution freigelassene ehemalige FTX-Boss Sam Bankman-Fried nicht allein persönlich für die vereinbarte Sicherheitsleistung von 250 Millionen Dollar aufkommen muss. So soll das Elternhaus in Kalifornien als Sicherheit berücksichtigt werden, in dem sich Bankman-Fried auch während der weiteren Ermittlungen bis zu einem Prozess aufhalten wird.  Dafür mussten die Eltern entsprechende Unterschriften gegenüber dem Gericht leisten.

Der einstige Milliardär Bankman-Fried erklärte noch Ende November lediglich rund 100.000 Dollar auf seinem Bankkonto zu haben. Derweil sind seine Firmen pleite.

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Steffen Bösweich

Steffen hat Medien, Politik und Kulturwissenschaft studiert und nebenher bereits erste Erfahrungen im Print-, Radio- und Hörfunkjournalismus gesammelt. Nach seinem Studienabschluss hat er seine Journalistenausbildung in einem Verlag für Wirtschaft & Sport absolviert. Dem Wirtschaftsjournalismus ist er auch bei seinen weiteren Tätigkeiten als Redakteur stets treu geblieben und verfügt inzwischen über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung. Er interessiert sich für Finanzthemen aller Art, Aktien und Kryptowährungen sind sein Steckenpferd.

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