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Trade Republic veröffentlicht zum allerersten Mal Zahlen zum Geschäftsjahr – Erwartungen deutlich übertroffen

Das Berliner Startup Trade Republic hat seine Zahlen aus dem ersten aktiven Geschäftsjahr offengelegt. Dies geht aus einem „Finanz-Szene“-Bericht hervor. Demnach erzielte der Broker von Januar bis Ende September insgesamt 728.000 Euro Provisionserlöse. Dies ist 33 Prozent mehr, als das Unternehmen erwartete. Aufgrund weiterer Erlöse durch „Gutschriften von Lieferanten und dem Verkauf einer Domain“ erzielte das Fintech knapp eine Million Euro an Umsatz.

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Die deutsche Neobank N26 erzielte im ersten vollen Geschäftsjahr mit rund 930.000 Euro einen Umsatz in ähnlicher Größenordnung. Die US-App Robinhood, welche häufig mit Trade Republic verglichen wird, erwirtschaftete im ersten Jahr hingegen bereits umgerechnet 2,5 Millionen Euro.

Trade Republic mit sattem Wachstum

Der Broker erzielt unter anderem durch Nutzergebühren Erlöse. Pro Trade fallen hierfür 1 Euro an. Außerdem erhält Trade Republic Provisionen von Aktienhandelsplätzen und-emittenten. Im ersten Geschäftsjahr wurden 250.000 Trades in der App durchgeführt. Pro Transaktion erwirtschaftet der Anbieter somit in Summe knapp 3 Euro.

Ungeachtet der erfreulichen Zahlen wirtschaftet das Fintech noch nicht profitabel. Allein für Personal und Marketing gab das Unternehmen im ersten Geschäftsjahr 5,7 Millionen Euro aus. In Summe steht ein Verlust in Höhe von 3,4 Millionen Euro – das Management erwartete allerdings einen höheren Verlust.

Trade Republic hüllt sich in Schweigen

Mit Blick auf die Kundenzahlen gibt sich Trade Republic hingegen weitestgehend bedeckt. Aus dem Geschäftsbericht geht lediglich hervor, dass bis zum 17. Febrruar 2020 eine „hohe fünfstellige Kundenzahl“ erreicht wurde. Einer Pressemitteilung aus dem September zufolge habe der Neo Broker inzwischen „weit mehr als 150.000“ Kunden – nähere Angaben fehlen hierzu bis dato.

Nichtsdestotrotz erreichte Trade Republic das selbst gesteckte Ziel bereits. Bis zum Geschäftsjahresende wollte das Fintech eine Kundenzahl im sechsstelligen Bereich vorweisen.

Photo by geralt (Pixabay)

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