Gestern hat Kryptoszene.de genau erklärt, warum fast alle Trader über kurz oder lang Geld verlieren und die Vorstellung, mit Trading schnell reich werden zu können, in der Regel scheitert.

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Doch das heißt nicht, dass Trading grundsätzlich nicht funktioniert. Es gibt allerdings einige Grundregeln, die strikt beachtet werden sollten, um langfristig profitabel zu sein. Denn zwar können auch Anfänger mit Glück beim Trading Geld verdienen, aber eine echte Trading-Strategie hat weniger mit Glück, sondern viel mehr mit Disziplin und einem durchdachten Konzept zu tun.

Regel 1: Lernen, lernen und nochmals Lernen.

Viele Trader stürzen sich kopfüber in einen Trade und lernen auf schmerzliche Weise, wie es ist, schnell Geld zu verlieren. Dabei ist gute Vorbereitung alles, um als Trader erfolgreich zu sein.

Wer traden möchte, sollte sich deshalb im ersten Schritt mit der technischen Analyse befassen. Denn wie sich die Kurse bewegen, lässt sich häufig mithilfe von technischen Indikatoren erklären.

Deshalb ist jeder Neuling gut beraten, sich gute Fachliteratur zum Trading zu besorgen und nützliche Online-Ratgeber zum Trading zu lesen. Bevor das erste eigene Geld auf einer Kryptobörse wie eToro eingesetzt wird, sollte verstanden sein, wie technische Analyse funktioniert.

Was sagen Chartformationen wie ein aufsteigendes oder absteigendes Dreieck, ein Kopf-Schulter-Muster, eine Flagge, ein doppelter Boden oder ein Bart-Pattern über die Kurse aus? Und wie können Durchschnittslinien, Handelsvolumen oder Ereignisse wie ein Death oder Golden Cross fürs Trading genutzt werden?

Regel 2: Die Trading-Plattformen verstehen

Wer meint, sich gut in die technische Analyse eingelesen zu haben, kann sich im nächsten Schritt auf einer Plattform wie zum Beispiel eToro oder Libertex anmelden, um den Handel mit Hebel auszuprobieren.

Viele Anbieter stellen dabei Tutorial-Videos mit Anleitungen zum Trading auf ihrer Plattform zur Verfügung. Sinnvoll sind auch Demokontos fürs Trading. Hier lässt sich mit virtuellem Geld das Trading ausprobieren ohne dass reale Verluste drohen. Gerade Neulinge sollten unbedingt von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, bevor sie eigenes Geld einsetzen.

Man sollte sich auch einmal die Mühe machen, verschiedene Anbieter miteinander zu vergleichen. Einerseits geht es dabei um das Interface. Ist es einfach und intuitiv aufgebaut, so dass Anwender sich dort schnell zurechtfinden können?

Andererseits sind die Gebühren ein wesentlicher Faktor bei der Auswahl der Handelsbörse. Denn die Börsen verdienen an den Trading Fees, die Anleger bezahlen müssen, um einen Trade durchführen zu können. Diese Gebühren können sich deutlich unterscheiden.

Auf lange Sicht betrachtet, können die Gebühren ganz schön ins Gewicht fallen. Gerade bei größeren und länger gehaltenen Positionen muss der Trader schon einen deutlichen Gewinn erzielen, um davon nur die Trading Fees zu bezahlen. Er muss also deutlich profitabel mit seinem Trade sein, um nach Abzug der Gebühren einen Nettogewinn zu erzielen.

Regel 3: Mit niedrigen Einsätzen und kleinen Hebeln starten

Viele Anfänger machen bei ihren ersten Trades den Fehler, dass sie gleich viel zu riskant einsteigen. Es empfiehlt sich, zunächst nur einen kleinen Betrag einzusetzen. Es sollte eine Summe sein, deren Totalverlust der Trader locker verschmerzen kann. Keinesfalls sollten Summen eingesetzt werden, deren Verlust den laufenden Lebensunterhalt gefährden. Auch ist dringend davon abzuraten, sich mit der Hoffnung auf schnelle Gewinne zu verschulden und einen Kredit fürs Trading aufzunehmen.

Wie viel genau am Anfang höchstens eingesetzt werden sollte, lässt sich jedoch nicht pauschalisieren und hängt vom persönlichen Budget des Traders ab. Während manch einem bereits ein Verlust von 50 Euro zu schaffen machen kann, können andere auch einen Verlust von 500 Euro gut verkraften.

Anfängliche Vorsicht ist auch bei den gewählten Hebeln geboten. Ein kleiner Hebel verspricht zwar weniger Gewinn, minimiert aber das Verlustrisiko. Anfänger sollten mit kleinen Hebeln wie 3x oder 5x starten. So darf der Kurs bei einem 3x Hebel um etwa 33,3 Prozent fallen, bevor ein Totalverlust droht. Bei einem 5x Hebel sind es immerhin noch 20 Prozent.

Wer hingegen mit Hebeln von 20x oder 30x startet, kann in kürzester Zeit seinen Einsatz verlieren, wenn der Kurs um 5 bzw. 3 Prozent fällt. Gerade im volatilen Kryptomarkt sind Kursbewegungen in dieser Größenordnung jederzeit möglich.

Regel 3: Strategisch Traden

Anfänger passiert es auch häufig, dass sie einen profitablen Trade nicht effektiv nutzen oder sogar wieder in die Verlustzone kommen. Hier gibt es einige nützliche Instrumente auf den Handelsbörsen mit denen sich strategisch Traden lässt, um sich abzusichern und höhere Gewinne zu erzielen.

Besonders wichtig ist der Stopp Loss. Der Nutzer kann hiermit einen genauen Kurs festlegen, beim dem die Position geschlossen wird. Fällt ein Kurs etwa plötzlich stark nach unten, kann der Stop Loss einen Totalverlust verhindern.

Wo genau der Stopp Loss gesetzt wird, hängt jedoch auch von der Entwicklung des Trades ab. Ist der Trade bereits im Verlust, sollte sich der Trader ein Limit setzen, wann der Kurs spätestens wieder steigen muss, damit er den Verlust noch verkraften kann.

Der Stopp Loss sollte jedoch nicht zu knapp unter der Einstiegsposition gesetzt werden, da die Kurse nach einer kleinen Korrektur häufig eine Gegenbewegung verzeichnen. So kann es passieren, dass der Trade im Minus geschlossen wird, obwohl er kurze Zeit später wieder die Gewinnzone erreicht hätte.

Ist der Trader hingegen bereits in der Gewinnzone, ist der Stopp Loss ein schönes Instrument, um Gewinne abzusichern. In diesem Fall sollte er mindestens leicht über den Einstiegspunkt gesetzt werden, damit der Trader von dem Gewinn zumindest seine Trading Fee begleichen kann und mit diesem Trade auf keinen Fall einen Verlust machen wird.

Wer hingegen bereits deutlich in der Gewinnzone ist, sollte einen Teil der Profite absichern. Dafür muss nicht zwangsläufig der gesamte Trade geschlossen werden. Über das Take-Profit-Instrument kann auch nur ein gewissen Prozentsatz, z.B. 50 Prozent des Trades geschlossen werden. Der Trader sicher sich so schon einmal 50 Prozent der Gewinne ab. Steigt der Kurs weiter, profitiert er mit der restlichen Position zusätzlich. Fällt der Kurs indes, ist das verschmerzbar, da ein Teil der Gewinne abgesichert wurde.

Ärgerlich ist es indes, gar keine Profite zu nehmen und solange abzuwarten bis diese durch eine Korrektur komplett wieder verloren sind.

Sinnvoll kann es bei einem profitablen Trade auch sein, die Position zu vergrößern.  Ein Beispiel: Setzt ein Trader 500 Euro bei einem BTC/USD-Kurs von 30.000 Dollar ein und der Kurs steigt auf 33.000 Dollar, kann es eine Option sein, weitere 500 Euro einzusetzen. Steigen die Kurse nämlich weiter an, bemisst sich der Gewinn nun an den eingesetzten 1.000 Euro.

Allerdings ist zu beachten, dass sich durch den zusätzlichen Einsatz auch der Einstiegspreis des Trades verändert. Im genannten Beispiel würde sich dieser auf 31.500 Dollar verschieben. Anleger sollten ihren Stopp Loss deshalb nach der Positionserhöhung in diesen Bereich verschieben, um einen Verlust bei fallenden Kursen zu verhindern.

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Steffen Bösweich

Steffen hat Medien, Politik und Kulturwissenschaft studiert und nebenher bereits erste Erfahrungen im Print-, Radio- und Hörfunkjournalismus gesammelt. Nach seinem Studienabschluss hat er seine Journalistenausbildung in einem Verlag für Wirtschaft & Sport absolviert. Dem Wirtschaftsjournalismus ist er auch bei seinen weiteren Tätigkeiten als Redakteur stets treu geblieben und verfügt inzwischen über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung. Er interessiert sich für Finanzthemen aller Art, Aktien und Kryptowährungen sind sein Steckenpferd.

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