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Der Radiosender Deutschlandfunk Kultur berichtete am Wochenende in einem Beitrag über den Künstler Michael Sedbon. Sein aktuelles Projekt hört auf den Namen „Alt-C“, was für „Alternative Currencies“ steht. Unter diesem Titel durchdenken seine Arbeiten Geld und dessen Anreize neu. Anstoß dazu gab das Aufkommen von Kryptowährungen wie Bitcoin, die es uns erlauben, über die Möglichkeiten von Finanzsystemen neu nachzudenken.

In seinem aktuellen Projekt lässt Sedbon Geldbäume wachsen, nicht nur im übertragenden Sinn. Mithilfe mikrobieller Brennstoffzellen erzeugen lebende Pflanzen Strom, den Sedbon in Hardware einspeist, die er zum Mining von Kryptowährungen nutzt. Die Versuchsanordnung an sich sieht so spektakulär gar nicht aus; ein kleiner schwarzer Kasten wird von sechs Pflanzen umringt.

Die Pflanzen selbst, wie Grasbündel sehen sie aus, sprießen aus kleinen Containern heraus, die über ein Kabelwirrwarr mit der mittig stehenden Black Box verbunden sind. Das ist die Batterie, mit der der Künstler einen Prozessor antreibt, der wiederum für ihn Kryptowährungen schürft.

„Vielleicht könnten wir digitales Geld auf Bäumen wachsen lassen“

Jede der Pflanzen ist so etwas wie ein Miniaturkraftwerk. Wie Wurzeln ziehen sich Kabel durch die Blumenerde, die die Sprösslinge hält. Durch sie fließt der Strom, den die Pflanzen als Nebenprodukt ihrer Photosynthese erzeugen.

„Ich fing an“, erklärt der 24jährige Franzose im DLF Kultur die Idee zu seinem Projekt, „über kybernetische Natur und kybernetische Wälder nachzudenken. Irgendwann erkannte ich, dass auch Wälder Informationen verarbeitende Systeme sind. Und dass sie Energie produzieren. Und als vor ein, zwei Jahren alle super aufgeregt über Kryptowährungen waren, dachte ich mir, dass wir vielleicht digitales Geld auf Bäumen wachsen lassen könnten.“

Selbst die Bäume wachsen jedoch wohl schneller als der Betrag, den Sedbon mit seinen Pflanzen erwirtschaften kann. Denn die Energiegewinnung aus Pflanzen ist nur sehr wenig effizient.

Sollten wir den Wert einer Krpytowährung anders als nur vom Markt bestimmen lassen?

Aber Sedbod geht es ohnehin nicht um Reichtum. Er will mit seiner Kunst zum Denken anregen. „Wenn wir die Fläche von der Größe eines Fußballfeldes brauchen, um unsere Kryptowährung in Echtzeit wachsen zu lassen, sollten wir dann nicht auch den Wert dieser Kryptowährung anders als nur vom Markt bestimmen lassen?“, fragt der Künstler bei DLF Kultur. „Wenn eine Kryptowährung der Gesellschaft zuträglich ist, zum Beispiel weil für sie neue Bäume gepflanzt werden, sollte sie dann nicht anders bewertet werden als nur durch die Preisfindung des freien Marktes?“

Den vollen Beitrag mit weiteren Gedanken über die Möglichkeiten – und Gefahren – von Kryptowährungen kannst du bei Deutschlandfunk Kultur nachlesen bzw. hören. Bilder von Michael Sedbons Versuchsaufbau findest du hier.

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Kane Pepi

Kane Pepi ist ein britischer Forscher und Autor, der sich auf Finanzen, Finanzkriminalität und Blockchain-Technologie spezialisiert hat. Heute lebt Kane in Malta und schreibt für eine Reihe von Plattformen im Online-Bereich. Kane ist insbesondere darin geübt, komplexe Finanzthemen auf eine benutzerfreundliche Art zu erklären. Akademisch gesehen hat Kane einen Bachelor-Abschluss in Finanzwesen, einen Master-Abschluss in Finanzkriminalität und arbeitet derzeit an einer Doktorarbeit, in der er die Geldwäschebedrohungen der Blockchain-Wirtschaft untersucht. Kane steht auch hinter peer-reviewed Publikationen - darunter eine eingehende Studie über die Beziehung zwischen Geldwäsche und britischen Buchmachern. Sie finden Kanes Publikationen auch auf Websites wie MoneyCheck, The Motley Fool, InsideBitcoins, Blockonomi, Learnbonds und der Malta Association of Compliance Officers.

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