Die häufigsten Krypto Scams und wie ihr euch davor schützen könnt

In kaum einem anderen Bereich gibt es wohl derzeit mehr Betrugsfälle als in der Krypto Community. Wir stellen euch hier die wichtigsten vor und sagen euch, wie ihr euch davor schützen könnt.

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1. Online Seed Generatoren
Für manche Wallets (z.B. das IOTA Wallet) müsst ihr eine eigene Seed festlegen. Dabei handelt es sich im Fall von IOTA um ein 81 Stellen langes Passwort, dass aus Großbuchstaben und mindestens einer 9 bestehen muss. Da einige sich nicht selber ein Passwort generieren wollten, griffen sie auf Online Seed Generatoren zurück. Diese generieren euch per Mausklick eine 81-stellige Seed. Wie sich aber später herausgestellt hat, haben ein paar dieses Seed Generatoren die generierten Passwörter auch gespeichert. Die gespeicherten Seeds wurden dann später dazu benutzt, die Guthaben der betreffenden Anleger zu stehlen. Dazu muss man wissen, dass die Seed so etwas wie der Generalschlüssel ist, über den sich alle Guthaben transferieren lassen. Ein Dieb muss also nicht mal Zugang zu eurem Computer haben auf dem das Wallet installiert ist. Es reicht die Seed, um damit an einem anderen Computer Zugang zu eurem Guthaben zu bekommen.

Was könnt ihr euch schützen?
Verwendet niemals einen Online Seed Generator! Beim Generieren einer 81-stelligen Seed, müsst ihr nichts weiter machen als nur 81 zufällige Tasten auf eurer Tastatur zu drücken.

2. Kopien von bekannten Kryptoseiten
Auch eine beliebte Methode um an Guthaben zu kommen ist bekannte Seiten zu kopieren, um so an die Login Daten von den Nutzern zu kommen. So wurde zum Beispiel die Seite Blockchain.info kopiert um an die Logins zu kommen. Dazu muss man wissen, dass Blockchain.info auch ein Wallet Service anbietet, in dem Wallet könnte ihr dann eure Bitcoins speichern. Haben Nutzer auf Google in einigen Ländern nach „Blockchain info“ gesucht wurde eine Google Anzeige ausgespielt, die zu Blockchaina.info geführt hat, einer Betrugsseite die nichts mit Blockchain.info zu tun hat. Die Seite war eine 1:1 Kopie von Blockchain.info und war nur darauf ausgelegt an die Login Daten von den Nutzern zu kommen. Ähnliche Versuche gibt es auch immer wieder zu MyEtherwallet.com und anderen Seiten.

Wie könnt ihr euch schützen?
Klickt niemals irgendwo einen Link zu einer Seite, auf der ihr euch einloggen wollt. Der beste Weg ist die Seiten als Lesezeichen anzulegen und nur darüber auf die Webseiten zu gehen. Außerdem solltet ihr auch immer nach der ssl Verschlüsselung ausschauhalten. Es wird keine Seite geben, die wichtige Daten von euch speichert und unter http:// liegt. Alle Seiten sollte mittlerweile ssl verschlüsselt sein und eine https:// Domain haben (Die Seiten sind zwar auch unter http:// zu erreichen leiten aber auf https:// weiter). Die ssl Zertifikate zeigt euch auch jeder Browser an zum Beispiel durch ein kleines Schloss Symbol.

3. Fake ICOs
Immer wieder gibt es ICOs die nur darauf angelegt sind an euer Geld zu kommen. Sobald die ICO dann vorbei ist werden die Seiten vom Netz genommen und die Macher der ICO verschwinden mit dem Geld. Der letzte Fall über den wir Berichtet haben war LoopX, dabei handelt es sich aber nicht um einen Einzelfall.

Wie könnt ihr euch schützen?
Generell gibt es hier keinen 100% Schutz. Ein gutes Indiz für einen Scam ist immer, wenn im Whitepaper schon keine Personen vorgestellt werden. Auch wenn alles sehr oberflächlich gehalten ist und zwar viel versprochen wird, euch aber nach dem lesen des Whitepapers nicht klar ist wie das möglich sein soll.

4. Gebrauchte Ledger Nano
Bei ebay und auf anderen Marktplätzen gibt es immer wieder Angebote den Ledger Nano etwas vergünstigt zu kaufen. Das ist besonders jetzt interessant, wo der Ledger Nano S ausverkauft ist und erst in einem Monat wieder lieferbar sein wird. Es gab in der Vergangenheit Fälle, bei denen Nutzer einen gebrauchten Ledger bei ebay gekauft haben und die Seed vom Ledger schon ausgefüllt war. Wer bis dato noch keinen Ledger besessen hat, wird den Unterschied kaum registrieren. Natürlich haben sich die Vorbesitzer in diesen Fällen die Seed auch notiert, wodurch sie dann in der Lage sind an die Guthaben zu kommen, die der neue Besitzer auf dem Ledger Nano S speichert.

Wie könnt ihr euch davor schützen?
Wenn ihr ein Hardware Wallet wie den Ledger Nano S verwenden wollt, kauft ihn am besten direkt beim Hersteller und achtet drauf, dass er noch Original verpackt ist. Der beiliegende Zettel, auf dem ihr die Seed notieren könnt, sollte auch niemals ausgefüllt sein.

5. Falsche Twitter Accounts
Eine Variante die in den letzten Wochen sehr beliebt war, sind falsche Twitter Accounts von bekannten Persönlichkeiten aus der Kryptowelt. Diese Accounts haben das gleiche Profilfoto wie das bekannte Original und einen Namen (Twitter Handle) der sehr ähnlich ist. Zum Beispiel wurde manchmal nur ein „i“ mit einem „l“ ausgetauscht. Die Accounts versprechen dann meist das Gleiche was dann immer in etwa so klingt:
„Ich gebe 10 BTC an meine Follower aus als Dankeschön. Bitte schickt mir 0.01 BTC und ich schicke dann den ersten 10 von euch 1 BTC zurück.“

Überflüssig zu erwähnen, dass die versprochenen BTC oder ETH nie rausgeschickt werden. Aufmerksamkeit haben die Texte dadurch bekommen, dass sie einfach auf möglichst viele Tweets automatisch geantwortet haben. Das sorgt dafür, dass die Texte sehr häufig gesehen werden.

Wie könnt ihr euch davor schützen?
Glaubt einfach nicht dran, dass euch jemand 1 BTC oder ETH schenken will. 🙂

6. Pyramidensysteme
Auch die gibt es im Kryptobereich. Der bekannteste Fall in letzter Zeit war Bitconnect. Das Unternehmen hat versprochen, durch spezielle Trading Bots 1% Gewinn am Tag für Anleger rauszuholen. Das hat dann so lange „funktioniert“ wie neue Nutzer hinzukamen und der Bitcoin Kurs gestiegen ist. Am Ende sind die meisten Anleger aber leer ausgegangen und das System ist zusammengefallen.

Wie könnt ihr euch schützen?
Glaubt einfach niemanden der euch bestimmte Gewinne garantiert. Mit einem Prozent am Tag könntet ihr im Jahr mit 100€ Einsatz 3,700% Gewinn machen und das ganze wächst dann exponentiell. So einfach ist Geld verdienen im Kryptobereich dann doch nicht.

7. Pump and Dumps
Gerade bei kleinen Coins, mit einem geringen täglichen Handelsvolumen kommt es vor, dass die Kurse immer mal wieder „gepumped“ werden. Also künstlich aufgeblasen, um dadurch neue Investoren zu gewinnen, die auch vom Kursanstieg profitieren wollen. Die Opfer sind dann meist Anleger, die sich vom Kursanstieg blenden lassen und die den „Pumpern“ dann die Coins abkaufen, weit über dem normalen Kurs. Kurze Zeit später folgt dann meist der Rückfall auf das alte Preisniveau, da sich die Nachfrage nicht halten lässt.

Pump and Dump Beispiel

Wie könnt ihr euch schützen?
Seit immer skeptisch, wenn der Kurs zu schnell steigt, gerade bei sehr kleinen Coins. Wenn ihr dafür keine Ursachen finden könnt (zum Beispiel irgendwelche wichtigen Nachrichten zu dem Coin) geht immer lieber erst von einem Pump and Dump aus. In der Regel dauert ein Pump and Dump auch selten länger als 1 Stunde

Eigentlich unglaublich wie viele verschiedene Scams gerade stattfinden und die Liste hat bei weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Also überlegt euch bei allem was ihr macht immer ob das seriös sein kann. Der anonyme Zahlungsverkehr im Kryptobereich macht es Betrügern sehr einfach an euer Geld zu kommen.

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