Darum steigt die Mining-Schwierigkeit bei Bitcoin und Ethereum trotz stagnierender Preise und gekündigter Cloud-Mining-Verträge weiter

Darum steigt die Mining-Schwierigkeit bei Bitcoin und Ethereum trotz stagnierender Preise und gekündigter Cloud-Mining-Verträge weiter
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In den letzten Monaten sind die Preise der meisten Kryptowährungen hauptsächlich gefallen. Dies führte dazu, dass Cloud-Mining-Verträge für viele Anbieter unrentabel wurden und zum Teil gekündigt oder pausiert werden mussten. Trotzdem ist in der Zeit die Mining-Schwierigkeit eher gestiegen als gefallen. Das zeigt wie komplex das Thema ist.

Bitcoin hatte sein Allzeithoch Mitte Dezember 2017 als der Kurs bei 20.000 US Dollar stand. Seitdem ist der Kurs zeitweise auf 6.000 US Dollar und weniger gefallen. Auch aktuell steht er fast schon wieder bei dieser Grenze. Noch schlechter ist es Ethereum ergangen. Die Kryptowährung Ether hatte ihr Allzeithoch bei über 1.200 US Dollar. Derzeit steht der Ethereum Kurs bei unter 300 US Dollar.

Die fallen Kurse legen die Vermutung nahe, dass auch das Mining der Kryptowährungen nicht mehr profitabel sein muss. Der in der Kryptoszene angesehene Tommy Lee hat beispielsweise mit seinem Unternehmen Fundstrat Global Advisors eine Studie veröffentlicht, in der sie ausgerechnet haben, dass Mining für Bitcoin bei knapp 8.000 US Dollar nicht mehr profitabel ist. Andere gehen davon aus, dass diese Grenze bei 6.500 US Dollar liegt. Wenn wir uns also den aktuellen Kurs anschauen, dann müssten viele Miner also derzeit ihr Mining pausieren.

Dies geschieht bisher allerdings nur bei den privaten Miner und den Cloud-Minin-Anbietern. Bereits im Juli hatte das Cloud-Mining Unternehmen Hashflare angekündigt, dass sie die Bitcoin Mining Verträge erst einmal pausieren. Eine ähnliche Meldung gab es vor ein paar Tagen auch von Genesis Mining auch hier werrden Cloud Mining Verträge zunächst einmal pausiert. Der Grund dafür liegt darin, dass das derzeitige Mining nicht einmal die laufenden Kosten deckt.

Neben den Cloud Minern leiden auch die Grafikkarten Hersteller. In der Vergangenheit sind die Preise für Grafikkarten aufgrund des Mining Booms explodiert. Mittlerweile gibt es aber wesentlich effektivere ASIC Miner. Diese können Bitcoin, Ethereum und Co. deutlich günstiger Minen als Grafikkarten. Diese wurden nur dafür konzipiert jeweils eine bestimmte Kryptowährung zu Minen. Demnach musste auch Nvidia beim letzten Quartalsbericht mitteilen, dass das Unternehmen erwartet, dass der Aufschwung durch das Krypto Mining wieder vorbei ist und kaum noch Verkäufe von Chips an Miner stattfinden.

Alles zusammengenommen müsste normalerweise dazu führen, dass es deutlich weniger Miner gibt und die Mining Schwierigkeit im Netzwerk abnimmt. Wenn wir uns aber die Entwicklung der Bitcoin Hashrate in den letzten 12 Monaten anschauen dann sehen wir, dass die Hashrate trotzdem immer weiter zunimmt.

Entwicklung der Bitcoin Mining Hashrate in den letzten 12 Monaten

Eine ähnliche Entwicklung sehen wir auch bei Ethereum hier nimmt die Hashrate ebenfalls immer weiter zu im Netzwerk. Wenn auch wesentlich schwächer als bei Bitcoin.

Entwicklung der Ethereum Hashrate in den letzten 3 Jahren

Auch bei anderen Kryptowährungen sehen wir ein ähnliches Bild. Die steigende Hashrate ist darauf zurückzuführen, dass die großen Miner (Bitmain, Bitfury) ständig bessere Chips entwickeln. Immer wieder wird vermutet, dass Miner diese vor allem erst einmal selbst nutzen bevor die Chips ein paar Monate später in den Verkauf gehen. Es ist also derzeit keinesfalls so, dass die großen Miner beim derzeitigen Preis einen Verlust machen. Vielmehr werden sie immer besser und effektiver beim Minen, was dann auch den Rückgang der Hashrate durch pausierte Cloud Mining Verträge und weniger private Miner mehr als kompensiert.

Mining von Kryptowährungen ist also kein Betätigungsfeld mehr und war es auch schon länger nicht mehr, bei dem private und kleinere Miner noch eine Chance haben. Dies spricht eigentlich gegen den Grundgedanken von Kryptowährungen, die dezentralisiert sein sollen. Daher wäre es besser möglichst viele kleine und einzelne Miner zu haben. Vor allem bei Bitcoin und Ethereum wird dies aber nicht mehr passieren aufgrund der hoch spezialisierten ASIC Chips.

Wer also im Krypto Umfeld investieren will, sollte dies keinesfalls im Mining Bereich machen. Dies haben wir bereits im März dieses Jahrs schon einmal vorgerechnet. Besser ist es die Kryptowährungen direkt zu kaufen und sie einfach liegen zu lassen.


Wer noch keine Bitcoins besitzt kann die Kryptowährung bei Coinbase (10$ Startguthaben Gratis) in Euro kaufen. Für erfahrene Anleger gibt es mittlerweile auch die Möglichkeit Kryptowährungen (BTC, ETH, IOTA, etc.) bei Plus500 mit einem Hebel von maximal 1:300 zu handeln.

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2 Comments

  1. Dass sich Mining auch mit kleinerem Investment nicht mehr rentieren soll widerspreche ich. Es gibt miz dem Bitclub eine Ausnahme, der nächsten Monat seinen 4. Geburtstag feiert und sich mit über 75.000 geminten BTC unter die Top10 Mining Companies vorgearbeitet hat. Mit einer Verfünffachung innerhalb 2 Jahren Stand heute gibt es nichts zu meckern.

    • Bei Bitclub kostet ein Vertrag mindestens 500 US Dollar. Hättest du die vor 2 Jahren in Bitcoin investiert, dann hättest du dein Investment 11x und nicht nur 5x.

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