Black Friday: Bitcoin fällt kurzfristig auf 7.500 US Dollar

Nachdem es in den letzten Tagen schon stetig bergab ging hat der Bitcoin Kurs heute ein neues Tief erreicht. Der Kurs viel kurzzeitig auf 7.500 US Dollar. Erholt sich aber seitdem wieder langsam.

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Kryptoinvestor zu sein macht derzeit wenig Spaß. Während wir es 2017 noch gewöhnt waren, dass sich der Kurs teilweise in weniger als einem Monat mehr als verdoppelt hat erleben wir derzeit, wie sich der Kurs seit Ende Dezember mehr als halbiert hat. Heute hat der Bitcoin Kurs mit 7.500 US Dollar ein neues Tief erreicht. Zwar konnte der Kurs sich danach schnell wieder erholen aber es ist schon frustrierend dem zuzuschauen. Von der Talfahrt ist aber nicht nur Bitcoin betroffen, sondern auch der größte Teil der Altcoins. Im Vergleich zu gestern sind derzeit 99 der Top 100 Kryptowährungen im Minus. Die einzige Ausnahme bleibt DigixDao, eine Kryptowährung die durch Goldreserven abgesichert ist ähnlich wie Tether, dass durch den US Dollar abgesichert ist (bzw. sein sollte, von den Gerüchten mal abgesehen).

Mit einer Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen von 430 Milliarden US Dollar liegen wir derzeit auf einem Niveau, wie wir es Anfang Dezember hatten und beim letzten Rückgang Mitte Januar. Seinen bisher höchsten Stand hatte der Kryptomarkt am 07. Januar mit einer Marktkapitalisierung von 830 Milliarden US Dollar. Seitdem ist der Wert also um 400 Milliarden US Dollar zurückgegangen.

Besonders frustrierend ist, dass es nicht die eine Nachricht gibt, die den Kryptomarkt abwärts geschickt hat. Viel mehr gab es seit Anfang Januar zunehmend negative Presse, die dafür gesorgt hat, dass die Skepsis der Anlieger gestiegen ist. Zum Teil waren die Nachrichten völlig aufgeblasen und haben sich im Nachhinein wieder relativiert. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Nachrichten der letzten Tage und Wochen:

  • In Südkorea haben die Behörden es den Exchanges verboten anonyme Nutzerkonten zu gestatten. Wer also in Südkorea handeln möchte muss sich verifizieren. Das war allerdings sowieso schon Standard bei den meisten koreanischen Exchanges.
  • Ebenfalls aus Südkorea kam die Nachricht, dass koreanische Behörden einige der Exchanges für ziemlich unsicher halten. Daher werden zukünftig südkoreanische Exchanges mit Strafen belegt, wenn sie die Daten ihrer Nutzer nicht ausreichend schützen.
  • Auch in Indien sollen Kryptowährungen verboten werden. Allerdings wurde hier ein Zitat falsch wiedergegeben, tatsächlich sollen nur Lösungen gefunden werden wie illegale Aktivitäten, die durch Kryptowährungen finanziert werden, zukünftig unterbunden werden können.
  • Ende Januar wurde die japanische Exchange Coincheck gehacked. Dabei wurden NEM im Wert von 533 Millionen US Dollar gestohlen. Allerdings hat sich später rausgestellt, das alle gestohlenen NEM nur in einem einfachen Hot Wallet aufbewahrt wurden. Viele andere Exchanges nutzen dafür einen sogenannten Cold Storage, bei dem die Private Keys Offline gelagert werden.
  • Darüber hinaus sind die ersten Bitcoin Futures im Januar ausgelaufen. Mit den Bitcoin Futures haben institutionelle Investoren die Möglichkeit auch auf fallende Kurse zu setzen.
  • Außerdem gibt es derzeit viel Zweifel an Tether (USDT). Unter anderem hat die New York Times dazu einen längeren Artikel veröffentlicht, der auch noch einmal die Frage aufwirft ob 1 Tether wirklich mit 1 US Dollar abgesichert ist. Denn mittlerweile sind 2,2 Milliarden Tether im Umlauf und das Unternehmen konnte bisher wenig glaubhaft belegen, dass dafür sicher irgendwo 2,2 Milliarden US Dollar hinterlegt sind. Zumal sich Tether auch noch gerade von ihrem Auditor (Friedmann LLP) getrennt hat, die darüber regelmäßig Audits machen sollten. Tether macht aber nur 0,4% des gesamten Kryptomarktes aus. Also auch wenn sich da Betrug herausstellen sollte, so ist das Unternehmen doch nicht so systemrelevant, dass es den ganzen Kryptomarkt ins Verderben schicken könnten.

Letztendlich fehlt den Anlegern derzeit etwas das Vertrauen in den Kryptomarkt. So langsam sollten wir aber den Tiefpunkt erreicht haben. Denn wer in die Orderbücher schaut sieht, dass etwa bei Bitcoin bei 7.500 US Dollar bei Gdax alleine bereits jetzt Käufe eingebucht sind von über 1200 Bitcoins. Auf anderen Exchanges bietet sich ein ähnliches Bild. Es ist also eher unwahrscheinlich, dass wir kurzfristig unter dieses Level fallen, da es derzeit noch zu viele Kauforder gibt.

Orderbuch bei Gdax. In grün die eingestellten Kauforder und in rot die Verkauforder.

Da es aber nicht nur eine schlechte Nachricht gibt, sondern eine Vielzahl an negativer Presse wird es wohl noch eine Zeit dauern bis sich die Kurse wieder erholen. Denn die Anleger müssen zunächst das Vertrauen wieder zurückgewinnen.

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Fragen und Antworten (2)

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  1. Frage
    Ich denke ein Währung ohne Regulierung verliert rasch das Vertrauen bei sinkendem Kurs, wenn Niemand mit einer realen und vor allem messbaren Marktwirtschaft für den Geldwert bürgen kann. Wenn der Kryptomarkt zusammenbricht gibt es wohl keinen Staatsbankrott. Ich sehe einen Unterschied zwischen einer reinen Kryptowährung und den Token, welche eigentlich mehr wie eine Aktie für eine Firma stehen. Hier kann und soll (bei Erfolg) der Wert steigen. Was aber der Bitcoin bietet ist nicht viel! Seine einzige Funktion soll es ermöglichen Geld effizient und kostengünstig von A nach B zu transferieren. Eigentlich macht das der Theter viel besser, weil er eben nicht so extrem volatil ist. Und die Gebühren/Energieverbrauch beim Bitcoin sind nicht markttauglich, jedenfalls bei kleineren Beträgen. Für mich ist der Bitcoin ein Goldesel, der jetzt allmählich erkennt das der Geldwert erarbeitet werden muss, was er nicht kann. Im Kryptomarkt wird für mich oft nicht klar unterschieden was eine Währung sein soll und was einer Firma/Aktie entspricht. Meiner Meinung nach kann man nicht in eine Währung investieren. Man investiert mit einer Währung in eine Firma, welche dann bei Erfolg eine Wertsteigerung – oder den totalen Verlust generiert. Dieser Gewinn/Verlust kann eigentlich mit jeder Währung gemessen werden! Viele der globalen Aktien können an den Börsen in unterschiedlichen Währungen gehalten werden. Der ganze Kryptomarkt ist total überbewertet und es wird Zeit den Spreu vom Korn zu trennen. Aus meiner Sicht werden sich als Währung nur Coins durchsetzen, die eine Regulierung/Bürgschaft haben um den Wert zu stabilisieren. DigixDAO ist das Token das die Währung DGX herausgeben will, welches mit physischem Gold hinterlegt wird. Das könnte dann den besseren Bitcoin abgeben. Dieser Coin kann dann auch nicht unsere Gier masslos treiben.
    Markus Widmer
    Reply
  2. Frage
    …jetzt sind wir mit dem BTS doch kurzfristig drunter gefallen. Mal sehen wo das noch hinführt
    Hans
    Reply

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