Bitcoin konsolidiert zum Wochenstart weitgehend unverändert bei rund 64.000 US-Dollar. Nach der jüngsten Stabilisierung fehlt weiterhin die Dynamik für eine nachhaltige Erholung. Neue Impulse könnten in den kommenden Tagen insbesondere die US-Arbeitsmarktdaten sowie die Quartalszahlen großer Technologieunternehmen liefern. Diese Faktoren beeinflussen die Zinserwartungen und damit auch die Nachfrage nach risikoreichen Anlageklassen.
Abseits kurzfristiger Makro-News zeigt sich jedoch eine historisch seltene Konstellation: Bitcoin notiert erneut unter dem Allzeithoch des vorherigen Marktzyklus. In der Vergangenheit entstanden in vergleichbaren Phasen außergewöhnlich attraktive langfristige Einstiegsgelegenheiten. Aktuell liegt der Kurs zugleich rund 50 Prozent unter dem Rekordhoch von Oktober 2025.
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Bitcoin unter 69.000 Dollar: Historisch seltene Kaufchance?
Ein Blick auf die langfristige Kursentwicklung zeigt, warum die aktuelle Zone für Anleger interessant sein könnte. In den vergangenen Bitcoin-Bärenmärkten fiel der Kurs nur selten unter ein markantes Allzeithoch des vorherigen Zyklus. Eine solche Konstellation trat unter anderem Anfang 2015 auf, als Bitcoin zeitweise unter das Hoch von rund 259 US-Dollar aus dem Frühjahr 2013 zurückfiel. Wer ungefähr auf diesem Niveau akkumulierte und bis zum Hoch des nachfolgenden Zyklus bei knapp 20.000 US-Dollar investiert blieb, erzielte rechnerisch einen Kursgewinn von mehr als 7.000 Prozent.
Ein vergleichbares Signal entstand Ende 2022. Damals unterschritt Bitcoin kurzzeitig das Rekordhoch des Jahres 2017 von knapp 20.000 US-Dollar. Der Zusammenbruch von FTX, eine restriktive Geldpolitik und massive Vertrauensverluste sorgten für extreme Angst. Dennoch entwickelte sich die Region um das vorherige Zyklushoch rückblickend zu einer bedeutenden Akkumulationszone. Bis zum Rekordhoch von rund 126.000 US-Dollar im Oktober 2025 stieg Bitcoin von dort aus um mehr als 500 Prozent.
Looking at Bitcoin's price history, there have been very few occasions where, during a bear market, it traded below the previous cycle's all-time high.
• 2015 Cycle: After peaking in late 2013, Bitcoin eventually fell below the previous cycle high around $259. For long-term… pic.twitter.com/cfT34K2P8L
— Ali Charts (@alicharts) July 19, 2026
Heute befindet sich Bitcoin erneut in einer solchen Situation. Das maßgebliche Hoch des Zyklus von 2021 liegt bei ungefähr 69.000 US-Dollar, während BTC aktuell darunter handelt. Damit könnte der Markt eine langfristig attraktive Bewertungszone erreicht haben. Allerdings basiert die These lediglich auf wenigen historischen Beobachtungen. Zwei erfolgreiche Beispiele ergeben noch kein verlässliches Gesetz.
Entscheidend dürfte deshalb die weitere Kursentwicklung sein. Eine nachhaltige Rückeroberung der Marke von 69.000 US-Dollar und deren anschließende Bestätigung als Unterstützung wären technisch deutlich bullischer als ein kurzfristiger Ausbruch. Solange Bitcoin darunter bleibt, ist auch ein erneuter Rückfall in Richtung der Jahrestiefs möglich. Historisch betrachtet könnte die aktuelle Phase dennoch eine der interessantesten langfristigen Chancen seit 2015 und 2022 darstellen – vorausgesetzt, die fundamentale Nachfrage kehrt zurück und Bitcoin etabliert sich wieder oberhalb des vorherigen Zyklushochs.
Bullische Divergenz erinnert an das Zyklustief von 2022
Zusätzliche Hoffnung liefert ein Vergleich mit dem vergangenen Bärenmarkt. Auf Wochenbasis zeigt der Bitcoin-Kurs derzeit eine bullische Divergenz beim RSI: Während der Preis neue oder zumindest vergleichbare Tiefs ausbildet, fällt der Momentumindikator nicht mehr entsprechend stark. Eine ähnliche Struktur war bereits 2022 zu beobachten. Damals bestand die Divergenz rund 161 Tage, bevor Bitcoin sein finales Zyklustief markierte und anschließend in einen neuen Aufwärtstrend überging.
Bitcoin doing exactly the same as it did last cycle
Bullish divergence on the weekly & days till it started trending higher:
2022: 161 days
2026: 147 daysBoth times the divergence ended with a new low for BTC, which was the cycle bottom
I'll say it again, there's no point in… pic.twitter.com/AoekHytwA7
— gum (@gumsays) July 18, 2026
Im aktuellen Markt läuft diese Formation dem Analysten zufolge bereits seit etwa 147 Tagen. Historisch wäre damit zwar noch ein letzter Rücksetzer möglich, doch gerade dieser könnte erneut das endgültige Tief des Zyklus darstellen. Genau deshalb hält der Marktbeobachter wenig davon, ausschließlich auf einen perfekten Einstieg bei beispielsweise 45.000 US-Dollar zu warten. Wer bereits zwischen 60.000 und 64.000 US-Dollar schrittweise akkumuliert und bei stärkeren Rückgängen nachkauft, könnte langfristig dennoch einen attraktiven Durchschnittspreis erreichen. Eine Garantie für das gleiche Muster gibt es allerdings nicht.
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Krypto-Tipp LiquidChain: Layer-3 verbindet Bitcoin, Ethereum und Solana
Während Bitcoin derzeit vor allem als langfristiges Anlage-Asset diskutiert wird, richtet sich der Blick vieler Investoren zugleich auf Projekte, die grundlegende technische Probleme des Kryptomarkts lösen möchten. LiquidChain zählt zu diesen neuen Infrastrukturansätzen. Das Projekt entwickelt eine Layer-3-Blockchain, die Liquidität und Anwendungen über Bitcoin, Ethereum und Solana hinweg in einer gemeinsamen Ausführungsumgebung zusammenführen soll.
Der zentrale Gedanke besteht darin, die bislang stark voneinander getrennten Blockchain-Ökosysteme technisch zu verbinden. Laut Projektbeschreibung soll LiquidChain mithilfe von Cross-Chain-Beweisen unterschiedliche Datenmodelle verifizieren können. Dazu gehören Bitcoins UTXO-Struktur, die Kontostände von Ethereum sowie Programmdaten aus dem Solana-Netzwerk. Dadurch könnten Anwendungen auf Kapital und Nutzer mehrerer Blockchains zugreifen, ohne dass Vermögenswerte zunächst aufwendig gewrappt oder auf verschiedene Liquiditätspools verteilt werden müssen.

Für Entwickler wäre dieses Modell besonders interessant: Eine dezentrale Anwendung müsste theoretisch nur einmal programmiert werden und könnte anschließend mit Bitcoin-, Ethereum- und Solana-Liquidität interagieren. Gleichzeitig orientiert sich LiquidChain bei der Transaktionsverarbeitung an der leistungsfähigen Architektur von Solana. Ziel sind schnellere Abwicklungen, eine effizientere Kapitalnutzung und geringere technische Hürden für Cross-Chain-Anwendungen.
Das maximale Angebot wurde auf 11,8 Milliarden LIQUID-Token begrenzt. Nach Angaben des Projekts sind 35 Prozent der Token für die weitere Entwicklung des Ökosystems vorgesehen, während 10 Prozent als Staking-Anreize ausgeschüttet werden sollen.
Der LIQUID-Presale hat laut aktueller Projektseite bereits rund 913.652 US-Dollar eingesammelt. Das derzeitige Finanzierungsziel der laufenden Phase liegt bei etwa 1,02 Millionen US-Dollar, während ein Token aktuell 0,01481 US-Dollar kostet. Zusätzlich wirbt das Projekt momentan mit Staking-Erträgen von rund 1.232 Prozent pro Jahr.
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