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Der Kryptomarkt bleibt Mitte August von deutlichen Gegensätzen geprägt. Nach dem kräftigen Rebound folgt heute erneut ein Rücksetzer: Bitcoin handelt wieder bei rund 63.000 US-Dollar, während Ethereum deutlich unter die Marke von 1.900 US-Dollar gefallen ist. Gleichzeitig präsentieren sich die traditionellen Märkte robuster.

Der S&P 500 erreichte nach schwächeren Inflationsdaten sogar ein neues Rekordhoch, während globale Aktienindizes nahe ihren Höchstständen notieren. Abseits der kurzfristigen Kursbewegungen gibt es im DeFi-Sektor jedoch zahlreiche fundamentale Entwicklungen. Von Hyperliquid über Solana und Ethereum bis hin zu tokenisierten Aktien und Hardware-Wallet-Sicherheit haben mehrere Projekte in den vergangenen Tagen wichtige Neuigkeiten veröffentlicht.

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Hyperliquid sucht regulatorischen Weg in die USA

Hyperliquid arbeitet daran, einen regulatorisch zulässigen Zugang zum US-Markt für seine Handelsinfrastruktur zu schaffen. Nach einem aktuellen Bericht von The Information soll das Projekt bei US-Regulierungsbehörden für einen Rahmen werben, der es regulierten amerikanischen Unternehmen ermöglichen könnte, Perpetual Futures über die Hyperliquid-Blockchain anzubieten.

Damit wird eine bereits länger verfolgte politische Strategie konkreter. Im Februar wurde das Hyperliquid Policy Center in Washington gegründet und mit rund 28 Millionen US-Dollar ausgestattet. Die Organisation unter Leitung des Krypto-Anwalts Jake Chervinsky beschäftigt sich mit regulatorischen Rahmenbedingungen für DeFi und dezentrale Derivate. Besonders relevant ist derzeit die parallel laufende Diskussion um neue US-Kryptogesetze. Der Senat hat zuletzt weitere Schritte beim Clarity Act eingeleitet, der die Zuständigkeiten von US-Regulierungsbehörden für digitale Assets klarer definieren soll.

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Jupiter startet Lend v2 auf Solana

Jupiter hat am 10. August die zweite Version seines Lending-Protokolls Jupiter Lend auf Solana veröffentlicht. Die technische Infrastruktur stammt weiterhin von Fluid. Nach Angaben von Fluid ist Jupiter Lend seit dem ursprünglichen Start bereits auf einen Markt von mehr als zwei Milliarden US-Dollar für Lending, Borrowing und Leverage angewachsen. Die wichtigste Neuerung von Lend v2 sind die optionalen Funktionen „Smart Collateral“ und „Smart Debt“. Dabei können hinterlegte beziehungsweise geliehene Assets gleichzeitig als Liquidität für Swaps verwendet werden. Nutzer können dadurch neben den klassischen Lending-Erträgen zusätzlich einen Anteil der Swap-Gebühren erhalten.

Bei Smart Debt können entsprechende Einnahmen wiederum dazu beitragen, die effektiven Finanzierungskosten einer Kreditposition zu reduzieren. Jupiter verbindet damit Lending und DEX-Liquidität stärker miteinander und versucht, bereits im Protokoll vorhandenes Kapital effizienter für mehrere DeFi-Anwendungen gleichzeitig einzusetzen.

Vitalik Buterin aktualisiert Ethereums langfristige Roadmap

Auch bei Ethereum wurde die technische Langfristplanung zuletzt weiter konkretisiert. Vitalik Buterin stellte eine aktualisierte Perspektive auf die Entwicklung des Netzwerks vor, in der insbesondere Privatsphäre, Protokollsicherheit und Widerstandsfähigkeit gegenüber zukünftigen Quantencomputern stärker berücksichtigt werden. Quantum Resistance beschäftigt die Ethereum-Entwickler bereits seit längerem. Buterin hatte im Februar vier Bereiche der Ethereum-Kryptografie beschrieben, die langfristig auf post-quantenresistente Verfahren umgestellt werden müssten. Parallel wird an Technologien wie STARK-basierten Verfahren und alternativen Signatursystemen gearbeitet.

Auch Privacy soll stärker auf Protokollebene berücksichtigt werden, unter anderem durch Zero-Knowledge-Technologien und Konzepte für private Transfers. Weitere Themen der aktualisierten Planung umfassen Native Rollups sowie Veränderungen, die Ethereum langfristig einfacher und besser überprüfbar machen sollen. Viele dieser Punkte befinden sich allerdings noch in Forschung oder Entwicklung und haben noch keinen festen Aktivierungszeitpunkt.

xStocks bringt tokenisierte Aktien auf Hyperliquid

Hyperliquid erweitert gleichzeitig sein Angebot um tokenisierte traditionelle Finanzprodukte. xStocks ist seit dem 10. August auf HyperCore verfügbar und hat dort zunächst fünf tokenisierte Aktien- beziehungsweise ETF-Produkte gestartet. Zum ersten Angebot gehören NVDAx, SPYx, QQQx, MUx und SKHYx. Damit können entsprechende Onchain-Repräsentationen traditioneller Wertpapiere über die Hyperliquid-Infrastruktur gehandelt werden. Der Start verbindet zwei Entwicklungen im Kryptomarkt: das Wachstum von Onchain-Trading-Plattformen und die zunehmende Tokenisierung klassischer Finanzwerte.

xStocks wird von Backed entwickelt und gehört zum Umfeld der Kraken-Muttergesellschaft Payward. Auf Hyperliquid erfolgt die Integration direkt über HyperCore, also über die native Trading-Infrastruktur des Netzwerks. Das anfängliche Handelsvolumen der neuen Produkte fällt bislang noch vergleichsweise gering aus; unter den ersten Märkten verzeichnete MUx kurz nach dem Start das höchste Volumen.

Trezor bestätigt Datenleck bei fast 14.000 Kunden

Neue Nachrichten gibt es auch aus dem Bereich der Hardware-Wallets. Trezor bestätigte am 13. August, dass persönliche Daten von insgesamt 13.689 Kunden durch einen Sicherheitsvorfall bei einem externen Versanddienstleister offengelegt wurden. Bei 11.742 Kunden waren Namen, Lieferadressen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern betroffen. Bei weiteren 1.947 Personen wurden nur Teile dieser Informationen kompromittiert.

Betroffen sind Kunden aus den USA, Großbritannien, Schweden, Kolumbien, Brasilien, Italien und Portugal, die innerhalb der 90 Tage vor dem 8. August eine Bestellung erhalten hatten. Trezor betont, dass weder die eigene Wallet-Infrastruktur noch Private Keys oder die Hardware-Geräte selbst kompromittiert wurden. Bislang seien zudem keine bestätigten Betrugsfälle infolge des Vorfalls bekannt. Das Unternehmen warnt die Betroffenen jedoch ausdrücklich vor möglichen gezielten Phishing-Angriffen.

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Christian Becker pro-investor-shield

Christian Becker ist Journalist von Beruf, seit ein paar Jahren ist er aber spezialisiert auf Kryptowährungen und Kursanalysen von Aktien bei Kryptoszene.de tätig. Er hat hauptberuflich bei IsarGold GmbH als Journalist und Analyst gearbeitet und schrieb auch regelmäßig für Kryptoszene.de, indem er Charts von Kryptowährungen und Aktien analysierte. Im März 2020 entschloss er sich weiterhin freiberuflich aber in Vollzeit bei Kryptoszene.de anzufangen und ist bis jetzt als einer der Hauptautoren und Redakteuren hier tätig.

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