Bitcoin Preis Prognose: Lohnt sich nach dem 54 Prozent Crash jetzt der Kauf von BTC/USD?

bitcoin coin

Der Kryptomarkt hat in den vergangenen Handelstagen eine starke Korrektur erlebt. So fiel die Leitwährung Bitcoin von einem neuen Allzeithoch bei rund 65.000 Dollar am 14. April 2021 am gestrigen Tag auf Tiefstände von 30.000 Dollar. Das entspricht einem Minus von etwa 54 Prozent und ist mit Abstand die größte Korrektur, die Anleger von BTC/USD in diesem Bullenzyklus gesehen haben.

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BTC/USD: Einbruch von 23 Prozent in 60 Minuten

Die Volatilität war inbesondere am gestrigen Tag enorm hoch. Innerhalb von nur einer Stundenkerze bewegte sich Bitcoin in einem Preisbereich zwischen 37.000 und 30.000 Dollar. Das entspricht einer Korrektur von etwa 23 Prozent binnen 60 Minuten. Das ist selbst für den gegenüber dem Aktienmarkt als deutlich volatiler geltenden Kryptomarkt eine absolute Ausnahmesituation.

Auch der Altcoin-Markt war im freien Fall. So notierte etwa Ethereum als wertvollste Kryptoanlage neben Bitcoin gestern nachmittag bei Tiefständen von 1.900 Dollar, nachdem ETH/USD erst kürzlich einen Kursrekord nach dem anderen gefeierte hatte und in der Spitze auf bis zu 4.400 Dollar kletterte. Der Rückgang fiel mit 56 Prozent sogar noch etwa stärker aus als bei BTC/USD.

Anleger von Cardano, XRP, Binance Coin oder praktisch jeder anderen gelisteten Kryptowährung haben gestern ebenfalls herbe Verluste eingefahren, sofern sie die Kryptoanlagen aus ihrer Wallet nicht vorübergehend in einem Stablecoin wie etwa Tether geparkt haben oder beim Trading mit einer Sell-Order, die Korrektur sogar in Gewinne umwandeln konnten.


Was sind die Gründe für die Korrektur am Kryptomarkt?

Die starke Korrektur des Gesamtmarktes ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, die teilweise von Nachrichten bestimmt wurden, aber zum Teil auch mithilfe technischer Analyse erklärbar sind. Drei wesentliche Gründe im Überblick:

  1. Technischer Widerstand im Preisbereich von 65.000 Dollar
    Das Bitcoin bei 65.000 Dollar ein (vorläufiges) Ende seiner monatelangen Rally gefunden hat, kam für erfahrene Analysten nicht ganz unterwartet. So ist BTC/USD in diesem Preisbereich an einer kurvenförmigen Widerstandslinie angekommen, bei der es bisher in jedem Bullenzyklus seit den Anfängen des Bitcoin zu einer Korrektur kam.
    Insgesamt gibt es einige klare Berührungspunkte mit dieser kurvenförmigen Widerstandslinie bei rund 32 Dollar (2011), 1.250 Dollar (2013), knapp 20.000 Dollar (2018) und bei rund 62.000 bis 65.000 Dollar (2021). Dies war bislang immer gleichbedeutend mit dem Ende des Bullenmarktes und dem Beginn eines lang anhaltende Bärenmarktes. Bereits im April berichtete Kryptoszene.de über dieses bärische Szenario für den Bitcoin-Kurs.
  2. Elon Musk sorgt via Twitter für Kursturbulenzen
    Erst vor wenigen Monaten verkündete Tesla-Boss Elon Musk, dass der Elektroautobauer Bitcoin im Wert von 1,5 Milliarden Dollar gekauft hat. Zudem sorgte er bei den Anlegern mit der Nachricht für Euphorie, dass Tesla-Käufer ihr neues E-Auto künftig mit Bitcoin bezahlen können und Tesla die Einnahmen in Bitcoin und nicht in Dollar verwahren wird, um so sein Kapital an Bitcoin zu vergrößern.
    Die Nachricht sorgte für einen rapiden Preisanstieg des Bitcoin und führte den Kurs von rund 30.000 Dollar in viel höhere Sphären.
    Doch nun hat Elon Musk mit einem Sinneswandel für einen heftigen Preissturz gesorgt. So erklärte Musk via Twitter, dass Tesla Bitcoin ab sofort nicht mehr als Zahlungsmittel anbieten wird.
    Musk begründete dies mit der immensen Rechenleistung, die beim Mining von Bitcois benötigt wird. Die verbrauchten Ressourcen in Form von benötigten Strom und die Folgen für die Umwelt hätten Tesla zu dem Schritt bewogen, so Musk. Direkt nach dem Tweet stürzte der Bitcoin-Kurs um mehrere tausend Dollar ab.
  3. Chinas Banken dürften keine Kryptozahlungen mehr abwickeln
    Den dritten großen Preissturz auf Tiefstände von bis zu 30.000 Dollar löste nun die Nachricht aus, dass es Finanzinstituten in China künftig untersagt ist, Transaktionen mit Kryptowährungen abzuwickeln.
    Dies haben mit dem Nationalen Verband für Internetfinanzen, der Bankenvereinigung und dem Verband für Bezahlungen und Clearing gleich mehrere Behörden verfügt. Der Schritt wurde damit begründet, dass die Geschäfte mit Bitcoin und anderen Kryptowährugen erheblichen Risiken für Anleger ausgesetzt seien. Diese Art der Transaktionen seien vom Gesetz nicht geschützt.

Die drei genannten Beispiele sind die wesentlichen Treiber für den Preisverfall am Kryptomarkt. Doch was bedeutet dies für Anleger? Ist die Zeit gekommen, nun seinen Bestand abzustoßen, um weitere Verluste zu vermeiden?

Ist der Bullenmarkt 2021 damit vorbei und die Bären werden das weitere Jahr bestimmen? Oder handelt es sich nur um eine vorübergehende Korrektur, die getreu dem Motto „buy the dip“ einen sehr günstigen Zeitpunkt für den weiteren Kauf von Bitcoin, Ethereum und Co. darstellt?

Blick in die Bitcoin-Geschichte: Sind Korrekturen von 54 Prozent normal?

Der Preissturz von mehr als 50 Prozent wirkt auf den ersten Blick besorgniserregend. Doch ein Blick in die Bitcoin-Historie zeigt, dass Korrekturen in dieser Höhe auch in früheren Bullenmärkten stattgefunden haben und nicht gleichbedeutend mit einem Ende des Zyklus sein müssen.

  • Erste Bullenzyklus 2010/2011
    Im ersten Bullenmarkt gab es auf dem Weg zur Spitze mehrere starke Korrekturen. So fiel BTC/USD nach dem ersten steilen Anstieg von 0,49 Dollar auf 0,14 Dollar – eine Korrektur von 71 Prozent. Eine zweite Korrektur führte von 1,10 Dollar auf 0,8 Dollar. Dies entspricht weiteren 28 Prozent.
  • Zweiter Bullenzyklus 2013
    Auch hier kam es zu deutlichen Preisstürzen. Von 15,3 Dollar korrigierte BTC/USD auf 7,7 Dollar – ein Minus von knapp 50 Prozent.
  • Dritter Bullenzyklus 2017/2018
    Auch der Weg zu knapp 20.000 Dollar war holprig für den Bitcoin. So fiel BTC/USD etwa von 1.320 Dollar auf 750 Dollar – ein Rückgang von 43 Prozent. Und in einer weiteren Korrektur von 2980 Dollar auf 1.815 Dollar, was einem Minus von rund 40 Prozent entspricht.

Die Beispiel zeigen, dass Bitcoin bisher in jedem Bullenmarkt deutliche Preisstürze erlebt hat. Häufig stiegen die Kurse nach den Korrekturen jedoch noch deutlich höher. Dies könnte auch 2021 so sein, wenn sich die Geschichte wiederholt.

Bullische Analysten haben für Bitcoin in 2021 deutlich höhere Preisziel als die bislang erreichen 65.000 Dollar ausgegeben. Ein paar Prognosen im Überblick:

  • Plan B: 100.000 – 288.000 Dollar
    Sehr bekannt ist das Stock-to-Flow-Modell des Traders Plan B. Er rechnet für den Bullenzyklus mit einem Mindestpreis für Bitcoin von 100.000 Dollar. Dies würde gegenüber dem aktuellen Niveau einem Wachstum von 150 Prozent entsprechen. Er hat jedoch ein weiteres Modell entwickelt, nachdem Bitcoin bis 2024 sogar auf 288.000 Dollar steigen könnte.
  • JP Morgan: 146.000 Dollar
    Analysten der US-Bank JP Morgan halten es für realistisch, dass BTC/USD auf 146.000 Dollar steigen könnte. Dies würde gegenüber dem aktuellen Niveau einer Steigerung von 265 Prozent entsprechen.
  • Bobby Lee, ehemaliger CEO des Krypto-Handelsplatzes BTCC: 300.000 Dollar
    Der Finanzexperte Bobby Lee hält bis Jahresende sogar einen Bitcoin-Preis von 300.000 Dollar für möglich. Aus seiner Sicht wäre diese Verzehnfachung des Preises gegenüber dem Ausgangswert zu Jahresbeginn immer noch verhältnismäßig niedrig im Vergleichz zu den vorherigen Bullenmärkten.

Die bullischen Preisziele für den Bitcoin zeigen, dass es durchaus noch viel Potenzial für das Jahr 2021 beim Kauf von BTC/USD geben könnte. Ob es wirklich so kommt, kann jedoch niemand vorhersagen. Weitere Korrekturen sind wahrscheinlich.

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Steffen Bösweich

Steffen hat Medien, Politik und Kulturwissenschaft studiert und nebenher bereits erste Erfahrungen im Print-, Radio- und Hörfunkjournalismus gesammelt. Nach seinem Studienabschluss hat er seine Journalistenausbildung in einem Verlag für Wirtschaft & Sport absolviert. Dem Wirtschaftsjournalismus ist er auch bei seinen weiteren Tätigkeiten als Redakteur stets treu geblieben und verfügt inzwischen über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung. Er interessiert sich für Finanzthemen aller Art, Aktien und Kryptowährungen sind sein Steckenpferd.

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