Angeblich soll Venezuela eine „Schattenreserve“ von 600.000 bis 660.000 Bitcoin besitzen. Damit wäre das kürzlich von den USA angegriffene Land einer der größten Bitcoin-Halter weltweit. Gerüchten zufolge könnte US-Präsident Donald Trump diese BTC konfiszieren und der strategischen Bitcoin-Reserve der USA hinzufügen. Doch was ist wirklich dran an den Spekulationen?
- Schattenreserve: Angeblich hält Venezuela 600.000 bis 660.000 Bitcoin, die nun den USA gehören könnten
- Strategische Bitcoin-Reserve: Die USA könnten diese Bestände konfiszieren und der eigenen Reserve hinzufügen
- Krypto-Schecks: US-Präsident Donald Trump spricht von Krypto-Schecks für US-Bürger und von der Beseitigung der Schulden durch Kryptowährungen
Wie viele Bitcoin besitzt Venezuela wirklich?
Das durch Inflation, Korruption und Sozialismus geplagte lateinamerikanische Land Venezuela gehört tatsächlich zu den größten Bitcoin-Haltern weltweit. Um ihre Kaufkraft zu sichern, nutzten die Menschen im Land Bitcoin (BTC) und Tether (USDT) für alltägliche Zahlungen. Laut einem Bericht der Financial Times ist Krypto in Venezuela bereits „Mainstream“.
Die Regierung beschlagnahmte mit der Zeit immer mehr Bitcoin ihrer Bürger und baute somit eine „Schattenreserve“ auf. Weiterhin sollen Bitcoin im Wert von 500 Millionen US-Dollar von Minern zwischen 2023 und 2024 beschlagnahmt worden sein.
🤔🇻🇪 Reports suggest Venezuela’s regime amassed 600k to 660k BTC.
This wealth was ultimately stolen from the Venezuelan people.
If placed into a Venezuelan National Bitcoin Reserve, it could help restore that looted wealth.
What is going to happen to those Bitcoin?
— Sultán (@elsultanbitcoin) January 6, 2026
Venezuela soll seine Schattenreserve nicht nur anhand von Beschlagnahmungen aufgebaut haben. Laut Berichten soll das Land auch Gold in die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate exportiert und in Bitcoin umgewandelt haben. Andere BTC sollen aus Ölverkäufe stammen. Somit konnte das Land auch Sanktionen umgehen.
Schätzungen gehen von Beständen zwischen 600.000 bis 660.000 BTC im Wert von 60 Milliarden US-Dollar aus. Das wären fast so viele Bitcoin wie jene, die das Treasury-Unternehmen Strategy hält.
Bestätigt sind diese Schätzungen allerdings nicht, denn bislang gibt es keine On-Chain-Nachweise. Angeblich soll ein kleiner Kreis von Regime-Treuen die Keys zu den Bitcoin Wallets halten, schreibt ZeroHedge.
US-Präsident spricht von Stimulus-Schecks in Krypto
Die Gerüchte um die Schattenreserve nehmen vor allem wegen aktuellen Äußerungen von Donald Trump Fahrt auf. In einer kürzlich abgehaltenen Pressekonferenz sagte er Journalisten, die USA sollten keine Bitcoin verkaufen.
Gleichzeitig spricht er in einem Interview mit Fox Business davon, die US-Schulden von 35 Billionen US-Dollar mithilfe von Bitcoin und Kryptowährungen zu begleichen. Zudem könnten die USA Stimulus-Schecks an US-Bürger in Form von Krypto aushändigen.
In einem anderen Clip von Fox Business spricht der US-Präsident darüber, den US-Bürgern Steuererstattungen zu überlassen. Das wäre eine massive Liquiditätsspritze, von der auch Kryptowährungen und Bitcoin profitieren könnten.
🇺🇸PRESIDENT TRUMP SAYS
„Maybe WE’LL PAY OFF OUR $35 TRILLION DEBT BY HANDING THEM A LITTLE CRYPTO CHECK.WE’LL HAND THEM A LITTLE #BITCOIN AND WIPE OUT OUR $35 TRILLION.“#Bitcoin #Crypto #Debt #USEconomy pic.twitter.com/GMSL5RHG3s
— Crypto News Hunters 🎯 (@CryptoNewsHntrs) January 4, 2026
Aktuell handelt es sich allerdings nur um Gerüchte. Es gibt keine Beweise für die „Schattenreserve“ von Venezuela und es ist auch nicht klar, ob und wie die US-Regierung an diese Bitcoin gelangen könnten.
Schließlich handelt es sich bei Venezuela weiterhin um eine souveränen Staat, derzeit lediglich kommissarisch von Delcy Rodríguez geführt. Die Entführung Maduros durch eine Einheit der Delta Force sorgte zwar für Aufsehen, doch die USA haben das Land nicht besetzt und können nicht einfach Bitcoin und andere Ressourcen stehlen.
Denkbar wäre etwa eine Aushändigung der private Keys für Zugeständnisse und mildere Strafen der Regime-Anhänger. Sollte die USA jedoch die Bitcoin der eigenen Reserve hinzufügen, dann hätte der Präsident sein Versprechen wahrgemacht, sie nicht auf Kosten der Steuerzahler aufzubauen.
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