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Der jüngste Bitcoin-Crash hat eine alte Grundsatzfrage wieder in den Mittelpunkt gerückt: Funktioniert der klassische Vierjahreszyklus noch oder verändert sich der Markt strukturell? Während Bitcoin nach dem starken Lauf der vergangenen Monate deutlich nachgab, verweisen einige Analysten erneut auf historische Muster rund um Halving-Events.

Gleichzeitig argumentieren andere, dass institutionelle Investoren, ETFs und makroökonomische Einflüsse die früher klareren Zyklen zunehmend abschwächen. Die aktuelle Marktphase liefert damit reichlich Stoff für eine Neubewertung der bekannten Zyklustheorie. Denn vieles deutet in der Bitcoin Prognose mittlerweile auf einen Bärenmarkt hin, entsprechend des 4-Jahres-Zyklus. Doch was sagen die Experten von Arkham?

Vierjahreszyklus: Historische Struktur unter Beobachtung

Die Vorstellung eines vierjährigen Bitcoin-Zyklus basiert primär auf den regelmäßigen Halving-Events, bei denen die Mining-Belohnung halbiert wird. Historisch folgte auf diese Angebotsverknappung meist eine längere Aufwärtsphase, oft begleitet von wachsender medialer Aufmerksamkeit, steigender Liquidität und zunehmender Retail-Beteiligung. Nach einer Phase überdurchschnittlicher Kursanstiege kam es bislang regelmäßig zu deutlichen Korrekturen oder ausgeprägten Bärenmärkten. Diese Abfolge – Akkumulation, Aufschwung, Euphorie und anschließende Abkühlung – prägte die Marktzyklen der vergangenen Dekade.

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Aktuell wirkt dieses Muster jedoch weniger eindeutig. Bitcoin erreichte sein jüngstes Hoch vergleichsweise früh nach dem letzten Halving, während institutionelle Nachfrage bereits vor dem Ereignis stark war. Zudem blieb eine extreme Retail-Euphorie bislang weitgehend aus. Die jüngste Korrektur wird daher unterschiedlich interpretiert: Für einige Marktbeobachter bestätigt sie das bekannte Zyklusende nach einer längeren Rally. Andere sehen eher eine normale Zwischenkorrektur innerhalb eines strukturell reiferen Marktes.

Auffällig ist dabei, dass Marktbewegungen heute stärker mit globaler Liquidität, Zinsentwicklung und allgemeinen Risiko-Assets korrelieren als in früheren Kryptozyklen. Diese Verschiebung könnte erklären, warum klassische Halving-Effekte weniger dominant erscheinen.

Bitcoin Prognose: Institutionen, Liquidität und neue Marktmechanik

Ein zentraler Unterschied zu früheren Zyklen ist die wachsende Rolle institutioneller Investoren. Spot-Bitcoin-ETFs, börsennotierte Unternehmen mit Bitcoin-Treasuries und professionelle Vermögensverwalter haben die Marktstruktur verändert. Diese Akteure agieren meist langfristiger, nutzen weniger extreme Hebel und reagieren stärker auf makroökonomische Rahmenbedingungen als auf reine Krypto-Narrative. Dadurch können Kursschwankungen gedämpft, aber auch stärker an traditionelle Finanzmärkte gekoppelt werden.

Parallel hat sich die Wahrnehmung von Bitcoin verschoben. Während frühere Zyklen stark von technologischer Euphorie oder spekulativen Trends geprägt waren, wird Bitcoin zunehmend als makroökonomischer Vermögenswert betrachtet. Faktoren wie Zinspolitik, Dollarstärke oder globale Liquiditätsströme gewinnen dadurch an Bedeutung. Das bedeutet nicht zwingend, dass der Vierjahreszyklus verschwindet.

Vielmehr könnte er sich überlagern mit breiteren Finanzmarktzyklen. Die aktuelle Korrektur lässt sich daher sowohl als mögliche späte Zyklusphase interpretieren als auch als Ausdruck eines Marktes, der stärker in globale Kapitalströme integriert ist. Welche dieser Lesarten langfristig trägt, dürfte sich erst mit etwas zeitlichem Abstand klar beurteilen lassen. Insoweit liefern die Experten von Arkham eben doch keine endgültige Antwort.

So lautet das Fazit der Analysten wie folgt:

„Es ist unklar, ob die Zyklen von Bitcoin vollständig vorbei sind, aber jeder Zyklus ist einzigartig und es ist durchaus möglich, dass zukünftige Zyklen ganz anders aussehen werden als ihre Vorgänger. Das Verständnis der Entwicklung dieses Vermögenswerts und seiner Teilnehmer im Laufe der Zeit ist der Schlüssel zum Verständnis, wie zukünftige Zyklen aussehen könnten, aber letztendlich wird nur die Zeit zeigen, ob die üblichen Muster bestehen bleiben oder ein Relikt der Vergangenheit sind.“

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Christian Becker pro-investor-shield

Christian Becker ist Journalist von Beruf, seit ein paar Jahren ist er aber spezialisiert auf Kryptowährungen und Kursanalysen von Aktien bei Kryptoszene.de tätig. Er hat hauptberuflich bei IsarGold GmbH als Journalist und Analyst gearbeitet und schrieb auch regelmäßig für Kryptoszene.de, indem er Charts von Kryptowährungen und Aktien analysierte. Im März 2020 entschloss er sich weiterhin freiberuflich aber in Vollzeit bei Kryptoszene.de anzufangen und ist bis jetzt als einer der Hauptautoren und Redakteuren hier tätig.

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