Bitcoin notiert derzeit um die 68.000 US-Dollar und zeigt Anzeichen einer möglichen Bodensuche nach einem deutlichen Rückgang. On-Chain-Indikatoren deuten auf eine Übergangsphase hin, während steigende Google-Suchanfragen auf wachsendes Retail-Interesse hindeuten. Ob dies den Auftakt einer umfassenden Rallye markiert, bleibt jedoch offen.
- Bodenbildung: Bitcoin notiert um 68.000 US-Dollar und nähert sich laut Marktzyklus-Indikator einer möglichen Akkumulations- und Bodenbildungszone
- Kleinanleger: Google-Suchanfragen nach Bitcoin steigen deutlich und signalisieren wachsendes Retail-Interesse nach jüngsten Preisschwankungen
- Prognosen: Ob dies den Beginn einer großen Rallye markiert, bleibt unklar, da anhaltender Verkaufsdruck und technische Widerstände eine längere Konsolidierung wahrscheinlicher erscheinen lassen
Marktzyklus-Indikator signalisiert Akkumulationszone
Ein zentraler On-Chain-Indikator namens BTC Market Cycle Signals unterteilt den Bitcoin-Zyklus in drei Phasen. Auf diesen verweist der CryptoQuant-Analyst GugaOnChain in einem aktuellen Bericht. Der Zyklus besteht aus drei Bollinger-Bändern:
- Distribution (oberes Band bei Euphorie)
- Capitulation (unter dem 20-Monats-Durchschnitt bis unteres Band bei Panik)
- Accumulation (Übergangszone für langfristige Positionierung)
Historisch hat dieser Indikator den Boden des vorherigen Bärenmarkts präzise abgebildet. Aktuell konvergiert der Bitcoin-Preis in Richtung der frühen Akkumulationszone um etwa 54.600 US-Dollar.
Nach einem Rückgang von rund 17 % seit Jahresbeginn und massiven Abflüssen von etwa 12 Milliarden US-Dollar aus institutionellen ETFs in den letzten drei Monaten nähert sich der Kurs diesem Bereich.
Bitcoin handelt unter wichtigen gleitenden Durchschnitten (50-Wochen- und 100-Wochen-Linie), während der 200-Wochen-Durchschnitt im mittleren 50.000er-Bereich als langfristige Unterstützung wirkt.
Eine Erschöpfung des Verkaufsdrucks könnte hier einen Boden formen, wenngleich ein erneuter Anstieg über 70.000 bis 75.000 US-Dollar für eine klare Stabilisierung erforderlich erscheint.
Steigende Google-Suchanfragen als Retail-Signal
Parallel dazu verzeichnen Google-Suchanfragen nach „Bitcoin“ einen markanten Anstieg. In jüngster Zeit erreichte das Suchvolumen Höchstwerte, die mit starken Preisschwankungen korrespondieren.
Solche Spitzen treten typischerweise bei signifikanten Abverkäufen oder Rallyes auf und signalisieren gesteigertes Retail-Interesse. Der Anstieg fiel mit einem kurzzeitigen Einbruch bis in den 60.000er-Bereich zusammen, gefolgt von einer partiellen Erholung.
Analysten interpretieren dies als Hinweis auf zurückkehrende Privatanleger, zumal weitere Metriken wie ein positiver Coinbase-Premium und ein extrem niedriger Fear & Greed Index (nahe historischen Tiefstständen) auf unterbewertete Verhältnisse hindeuten.
Google Trends for „Bitcoin“ EXPLODING 💥
👀 pic.twitter.com/pEJyLEOBLn— Sminston With 👁 (@sminston_with) February 6, 2026
Wenn die Kleinanleger wieder Bitcoin kaufen, nachdem der Preis so stark gefallen war, führte das häufig zu einer langfristigen Erholung. Die Kombination aus technischem Indikator-Signal und steigender öffentlicher Aufmerksamkeit nährt Spekulationen über eine mögliche Trendwende.
Dennoch bleibt Vorsicht geboten: Anhaltender institutioneller Verkaufsdruck und die Notwendigkeit, höhere Widerstände zurückzuerobern, sprechen gegen einen unmittelbaren großen Crypto Bull Run.
Stattdessen könnte eine längere seitwärtsgerichtete Akkumulation folgen, bevor ein nachhaltiger Aufschwung einsetzt. Historische Muster legen nahe, dass solche Übergangsphasen Chancen für langfristig orientierte Positionen bieten, sofern der Kapitulationsprozess abgeschlossen ist.
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