FOMC Meeting Ergebnisse

Die US-Notenbank hat den Leitzins um 25 Basispunkte gesenkt – und viel wichtiger – den Bilanzabbau ab 1. Dezember beendet. Der Markt reagiert allerdings gemischt auf die Nachrichten und Bitcoin pendelt seither um 110.000-111.000 US-Dollar. Eine Einordnung.

  • US-Notenbank senkt Leitzins um 25 Basispunkte und beendet ab 1. Dezember die Bilanzreduktion (QT).
  • Powell dämpft Markt: weitere Zinssenkungen im Dezember seien nicht sicher
  • Bitcoin reagiert volatil um 110.000 US-Dollar
  • Trump–Xi-Treffen: China kauft vorab US-Sojabohnen als Zeichen der Deeskalation.

Einordnung des FOMC-Meetings

Die US-Notenbank hat am 29. Oktober den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent gesenkt – und gleichzeitig verkündet, die Bilanzverkleinerung zum 1. Dezember zu stoppen.

Ab 1. Dezember werden außerdem sämtliche Rückflüsse aus Agency-Beständen in kurzlaufende US-Staatsanleihen (Treasury Bills) reinvestiert. Damit stabilisiert die Notenbank die Bankreserven und stoppt den Liquiditätsentzug über die Bilanz. Es handelt sich nicht um eine neue Geldflut durch Quantitative Easening (QE), wohl aber um eine Neutralstellung der Bilanzpolitik; was Kryptowährungen durchaus Rückenwind geben kann.

Damit markiert die Fed nicht nur die zweite Zinssenkung des Jahres 2025, sondern sendet vor allem ein Signal der geldpolitischen Entspannung. Entscheidend ist weniger der jetzige Cut, sondern das Ende des sogenannten Quantitative Tightening (QT) – also der Bilanzreduzierung. Die Fed nimmt so den Fuß von der Bremse und öffnet die Liquiditätsschleusen ein Stück weit. Aber es gab auch abweichenden Stimmen: Gouverneur Miran sprach sich für eine stärkere Zinssenkung um 50 Basispunkte aus, während Schmid gegen eine Senkung votierte. Die Uneinigkeit zeigt, wie offen die Richtung für Dezember tatsächlich bleibt.

Allzu euphorisch reagierten die Märkte jedoch nicht. Fed-Chef Jerome Powell dämpfte die Erwartungen an eine fortgesetzte Zinswende: Für Dezember sei kein weiterer Zinsschritt garantiert, betonte er mehrfach auf der Pressekonferenz.

Auch Bitcoin reagierte entsprechend sensibel. Unmittelbar nach der Entscheidung schwankte der Kurs um die Marke von 110.000 US-Dollar. Der erste Impuls fiel volatil bis leicht schwächer aus – exakt in dem Moment, als Powell klarstellte, dass die Lockerungspolitik im Dezember nicht automatisch weitergeht.

Was das Ende von QT für Bitcoin bedeuten könnte

Seit 2022 war die Politik des Quantitative Tightening (QT), also der Bilanzverkleinerung der US-Notenbank, ein ständiger Gegenwind für Risikoanlagen – von langlaufenden Anleihen bis hin zu Kryptowährungen und speziell Altcoins. Mit dem jetzt beschlossenen Ende des Bilanzabbaus dreht die Fed diesen Trend um. Die Notenbank muss rechtzeitig gegensteuern, bevor es zu Engpässen bei der Liquidität kommt. Für den Kryptomarkt ist das eine deutlich größere Nachricht als ein weiterer kleiner Zinsschritt.

Fed-Chef Jerome Powell stellte zwar immer wieder klar, dass eine weitere Zinssenkung im Dezember nicht automatisch folgen werde. Doch an der Bilanzpolitik ändert das wenig: Der Abbau ist gestoppt, die Reserven bleiben stabil – und langfristig ist sogar ein langsames Wiederanwachsen der Bilanz möglich. Powell hat diese Option ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Für Anleger bedeutet das: Die Phase knapper Liquidität ist vorerst vorbei, und Risikoassets wie Bitcoin könnten davon profitieren. Eine Anleitung zum Bitcoin kaufen findest du hier.

Märkte reagieren nervös – Bitcoin schwankt um 111.000 US-Dollar

Unmittelbar nach der Zinsentscheidung gerieten Bitcoin und große Altcoins spürbar unter Druck. Zeitweise rutschten die Kurse ab, nachdem Fed-Chef Jerome Powell auf der Pressekonferenz keine Garantie für eine weitere Zinssenkung im Dezember geben wollte. Die Botschaft kam an den Märkten gemischt an – geldpolitisch „dovish“ durch den Cut, zugleich „hawkish“ durch die vorsichtige Tonlage. Das Ergebnis: hohe Nervosität und teils heftige Schwankungen.

Laut CoinGecko notiert Bitcoin am 30. Oktober 2025 bei knapp unter 111.000 US-Dollar – etwa zwölf Prozent unter dem Allzeithoch, das der Markt noch zu Monatsbeginn markiert hatte.

Lies hier: Bitcoin Prognose 2025: Bitcoin Kurs Prognose aktuell & langfristig

Blick nach Asien – Trump trifft Xi: Hoffnung auf Entspannung

Während die Märkte die Fed-Entscheidung verdauen, richtet sich der Blick nun weiter nach Asien: In Südkorea treffen sich Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping zu ihrem ersten Gipfel seit Jahren.

Im Vorfeld gab es bereits Anzeichen für Annäherung – so kaufte beispielsweise der chinesische Agrarkonzern COFCO rund 180.000 Tonnen US-Sojabohnen, was der erste größere Soja-Deal zwischen beiden Ländern seit Monaten ist – und wird von Analysten als Signal der Deeskalation im Handelskonflikt gewertet.

Sollte der Gipfel konkrete Schritte zur Zollentspannung oder eine neue Kooperationsagenda bei strategischen Rohstoffen hervorbringen, wäre das bullisch für den Kryptomarkt zu werten.

In internationalen Medien kursieren Berichte über mögliche Tarifanpassungen und erste Selbstbewertungen der Verhandlungsergebnisse. Aber noch ist nichts beschlossen – entscheidend wird sein, was in den kommenden Tagen tatsächlich in verbindliche Vereinbarungen mündet.

Fazit

Mit dem Ende der Bilanzverkleinerung ab dem 1. Dezember schaltet die Fed geldpolitisch einen Gang zurück. Das nimmt den Risikoanlagen – allen voran Bitcoin und andere große Kryptowährungen – einen Teil des strukturellen Gegenwinds. Historisch wirken sich solche Phasen erhöhter Liquidität meist zeitverzögert positiv auf die Märkte aus, sofern keine neuen makroökonomischen Schocks dazwischenfunken.

Gleichzeitig bleibt Powells Ton realistisch: Die Inflation liegt noch leicht über Ziel, der Arbeitsmarkt zeigt erste Risse, und die Notenbank betont ihre Datenabhängigkeit.

Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Ihr Kapital ist im Risiko.

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Pia pro-investor-shield

Pia ist fasziniert von Web3 und Künstlicher Intelligenz. Mit ihrem geisteswissenschaftlichen Hintergrund liebt sie es, gesellschaftliche Trends aufzuspüren und den Zeitgeist zu hinterfragen. Früher war sie im Think Tank und Forschungszentrum der Frankfurt School of Finance tätig und hat dort als Bitcoin- und NFT-Talent am Frankfurt Blockchain Center mitgewirkt. Wenn sie nicht gerade schreibt oder über neue Technologien nachdenkt, ist sie gerne am Atlantik – am liebsten auf ihrem Surfbrett.

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