Die Federal Reserve kündigt weitere Zinssenkungen an. Eigentlich ein bullisches Zeichen. Dennoch fiel der Bitcoin Preis auf 108.000 US-Dollar. Mittlerweile konnte er sich auf 110.000 US-Dollar erholen. Anleger sind verunsichert, soll so der „Uptober“ enden? Auch die Bitcoin ETFs verzeichnen Abflüsse. Experten gehen trotzdem von einem neuen Allzeithoch in den kommenden Monaten aus.
- FOMC Meeting: Die FED gab, wie erwartet, weitere Zinssenkungen bekannt, dämpfte jedoch die Hoffnung auf Senkungen im Dezember
- Bitcoin Kurs: Als Reaktion sank der Bitcoin Kurs auf 108.000 US-Dollar
- Bitcoin Prognosen: Experten halten weiterhin an der Bitcoin Rallye fest
FED senkt Leitzins – Bitcoin Preis bricht ein
Am 29. Oktober gab Jerome Powell die Senkung des Leitzinses auf eine Spanne zwischen 3,75 und 4,00 % bekannt. Der Zins fällt somit um weitere 25 Basispunkte. Die Senkung war erwartet, von vielen Anlegern sogar sehnlichst. Denn günstiges Geld sorgt für mehr Investitionen und somit für steigende Kurse.
Trotzdem fiel der Bitcoin Preis als Reaktion auf 108.000 US-Dollar. Zuvor hatte er bei 113.000 US-Dollar notiert. Der plötzliche Abverkauf ist auch am restlichen Krypto-Markt spürbar. Derzeit verzeichnet die Gesamtmarktkapitalisierung aller Kryptos ein Minus von 1,62 % bei 3,75 Billionen US-Dollar.
Auf Volatilität waren die Anleger eingestellt. Auf die vergangenen FOMC-Meetings der FED folgte immer ein sinkender Preis, selbst wenn die Nachricht positiv war. Die Zinssenkung war ohnehin erwartet worden und war deshalb möglicherweise bereits eingepreist.
#btc price setting up nice. Could be pushing aths next month, and yet it’s all been Chicken Little stuff on CT. pic.twitter.com/ht7ZyENM6I
— dave the wave🌊🌓 (@davthewave) October 28, 2025
Anleger interessiert vielmehr, was nach den Zinssenkungen kommt. Der Tarifstreit zwischen den USA und China sowie die Wirtschaftsdaten in den USA bereiten ihnen weiterhin Kopfschmerzen.
Auf dem FOMC-Meeting gab Jerome Powell zudem bekannt, das „Quantitative Tightening“ in den kommenden Monaten zu beenden. Diese versorgt die Märkte mit Liquidität, welche wiederum notwendig ist für Assets wie Bitcoin und Kryptowährungen.
Unter den schlechten Marktbedingungen leiden auch die Bitcoin ETFs. Am 29. Oktober verzeichnen die ETFs Abflüsse von 470,7 Millionen US-Dollar. Am meisten verlor der Fidelity ETF mit 164,4 Millionen US-Dollar.
Aussichten für den Bitcoin Kurs
Bitcoin bewegt sich seit dem letzten Allzeithoch bei 126.000 US-Dollar in einem Seitwärtstunnel zwischen 108.000 US-Dollar und 114.000 US-Dollar. Aktuell würde Bitcoin damit mit einem Minus von 2,69 % aus dem „Uptober“ scheiden.
Einen schlechten Oktober gab es in der Geschichte von Bitcoin nur zweimal: 2014 und 2018. Im Jahr 2014 folgte laut Daten von Coinglass ein November-Anstieg von 12,82 %. Im 2018 jedoch sank der Kurs im November um 17,27 %.
Michael Saylor, Gründer von Strategy, geht weiterhin von einem Anstieg in diesem Jahr auf 150.000 US-Dollar aus. Diese Bitcoin Prognose gab er kürzlich in einem Interview mit CNBC Television. Das Video hat auf YouTube 90.000 Aufrufe.
GM ☀️$BTC showing weakness; Failed to hold major broken resistance as support on the retest.
We’re back inside the consolidation range.
Price tapped the lower support TL + weekly, giving us the E-point.If this does not hold now, I expect $100K next!
(NFA) #Bitcoin #BTC pic.twitter.com/gwFQtzzepX
— JDK Analysis 🇪🇺 (@The_JDK99) October 30, 2025
Der Trader Dave the Wave prognostiziert seinen 151.800 Followern auf X, dass der Bitcoin Preis im November ein neues Allzeithoch erleben könnte. Der Preis bewegt sich weiterhin innerhalb eines bullischen Bereiches, trotz der Rücksetzer.
Für den Crypto Express befindet sich der Bitcoin Preis wieder in einer Konsolidierungsphase. Der Kurs sei unter den 100-tägigen Moving Average gefallen. Ein Ausbruch über den 200-tägigen Moving Average sei ebenso möglich wie ein Absinken des Kurses darunter.
Ist der große Crypto Bull Run also abgebrochen? Das Ende des Zyklus naht, wenn man den gängigen Zyklen-Theorien zum Bitcoin Kurs glauben will. Allerdings handelt es sich bei Bitcoin weiterhin um ein junges Asset, weswegen man den Modellen nicht 100%ig vertrauen darf.
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