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Der Zinsentscheid kam ohne große Überraschung. Die US-Notenbank Federal Reserve hat am Abend des 28. Januar ihre erste Sitzung 2026 mit einer Zinspause beendet. Das Zielband für den Federal Funds Rate bleibt bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Die Fed stellt klar, dass sie sich mit weiteren Schritten Zeit lassen will und der Kryptomarkt bekommt damit genau das, was er derzeit am wenigsten mag: Unsicherheit über den nächsten Liquiditätsimpuls.

  • Die US-Notenbank Fed hält den Leitzins bei 3,50 bis 3,75 Prozent.
  • Im FOMC-Meeting gab es nur zwei Gegenstimmen
  • Erwartet war die Zinspause trotzdem: Auf Polymarket wurde „No change“ für den Januar-Termin mit 100 Prozentgehandelt.
  • Bitcoin reagiert kaum und liegt laut CoinGecko am 28. Januar 2026 bei rund 88.800 US-Dollar.

Was entschieden wurde

Im offiziellen Statement klingt die Lage nach „stabil, aber nicht entspannt“: Die Wirtschaft wachse in solidem Tempo, der Arbeitsmarkt zeige Stabilisierungstendenzen, die Inflation bleibe jedoch weiterhin spürbar erhöht. Über Umfang und Zeitpunkt weiterer Anpassungen wolle man eingehende Daten, den Ausblick und die Risikobalance sorgfältig bewerten. Wer auf schnelle Zinssenkungen setzt, braucht erst eine klar sinkende Inflation oder spürbare Schwäche in Wachstum und Arbeitsmarkt.

Auch das Abstimmungsergebnis unterstreicht die Linie: Mit 10 zu 2 Stimmen votierte das Komitee für „halten“. Zwei Gouverneure scherten aus – Christopher Waller und Stephen Miran plädierten bereits jetzt für eine Senkung um 0,25 Prozentpunkte.

Jerome Powells Amtszeit endet im Mai, die Debatte um seine Nachfolge ist längst in vollem Gange. Hinzu kamen kürzlich strafrechtliche Vorwürfe wegen einer Gebäudesanierung von Trump gegen Powell.

So reagiert Bitcoin

Dass nach dem Zinsentscheid kein Kursfeuerwerk gezündet wurde, ist schnell erklärt: Diese Zinspause war im Markt längst abgehakt. Auf Polymarket lag „No change“ für den Januar-Termin praktisch bei 100 Prozent; da bleibt für Überraschungen wenig Luft. Entsprechend schauen viele Händler weniger auf das „Was“ der Entscheidung, sondern auf das „Wann“ danach. Die Terminmärkte schieben die nächste mögliche Senkung eher Richtung Juni-Meeting.

Bitcoin selbst blieb nach der Bekanntgabe auffällig gelassen. Laut CoinGecko notiert BTC am 28. Januar 2026 bei rund 89.000 US-Dollar – dieses typische „erst mal abwarten“, das man aus makrogetriebenen Phasen nur zu gut kennt. Rückenwind sieht anders aus. Denn das große Bild bleibt kompliziert: Der Markt ringt nicht nur mit US-Zinsen, sondern auch mit den Nebenwirkungen globaler Währungs- und Anleihedynamiken. In diesem Umfeld kann selbst Japan plötzlich zum Krypto-Faktor werden, etwa wenn die Geldpolitik indirekt über den Yen, Carry-Trades und Liquidität wirkt.

Lies hier weiter: Federal Reserve wird den Yen retten: Arthur Hayes prognostiziert Bitcoin Rallye

Warum die Pause für Krypto kurzfristig eher zäh ist

Für Risiko-Assets ist das Grundmuster 2026 weiterhin unangenehm: Solange das Zinsniveau hoch bleibt, konkurriert Bitcoin stärker mit „sicheren“ Renditen. Gleichzeitig fehlt ohne klare Zinssenkungsperspektive oft der Liquiditätsschub, der Risiko-Phasen anfeuert. Die Fed selbst macht deutlich, dass sie sich nicht festnageln lässt – und das ist für Bitcoin kurzfristig selten bullisch. Es heißt: Datenabhängigkeit statt Planbarkeit.

Hier gehts zu unserer langfristigen Bitcoin-Prognose.

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Pia pro-investor-shield

Pia ist fasziniert von Web3 und Künstlicher Intelligenz. Mit ihrem geisteswissenschaftlichen Hintergrund liebt sie es, gesellschaftliche Trends aufzuspüren und den Zeitgeist zu hinterfragen. Früher war sie im Think Tank und Forschungszentrum der Frankfurt School of Finance tätig und hat dort als Bitcoin- und NFT-Talent am Frankfurt Blockchain Center mitgewirkt. Wenn sie nicht gerade schreibt oder über neue Technologien nachdenkt, ist sie gerne am Atlantik – am liebsten auf ihrem Surfbrett.

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