XRP Price at Risk of Correction

Der Kryptomarkt zeigt sich zum Start ins Jahr 2026 schwach, und auch XRP steht deutlich unter Druck. Innerhalb eines Tages verlor der Token rund vier Prozent, auf Wochensicht summiert sich das Minus auf etwa 15 Prozent. Damit rutschte XRP erneut unter die Marke von 1,40 US-Dollar. Besonders auffällig: Im Monatsvergleich hat der Kurs rund ein Drittel seines Wertes eingebüßt. Parallel sorgen institutionelle Entwicklungen, ETF-Kapitalströme und On-Chain-Daten für unterschiedliche Signale rund um das Projekt und die Ripple Prognose: 

XRP

Ripple-Kooperation in Europa setzt institutionelle Impulse

Trotz der angespannten Marktlage hat Ripple eine neue institutionelle Partnerschaft in Europa vorgestellt. Der britische Vermögensverwalter Aviva Investors plant gemeinsam mit Ripple, traditionelle Fondsstrukturen auf dem XRP Ledger zu tokenisieren. Ziel ist es, klassische Finanzprodukte effizienter, schneller und kostengünstiger abzuwickeln. Laut Unternehmensangaben soll die Zusammenarbeit langfristig angelegt sein und über das Jahr 2026 hinaus konkrete Anwendungen hervorbringen.

Für Ripple bedeutet dies die erste Kooperation mit einem europäischen Asset-Manager dieser Größenordnung. Der XRP Ledger bietet laut den beteiligten Unternehmen technische Voraussetzungen wie schnelle Transaktionen, niedrige Kosten und integrierte Compliance-Funktionen, die besonders für regulierte Finanzmärkte relevant sind.

Seit 2012 wurden nach Netzwerkangaben mehr als vier Milliarden Transaktionen verarbeitet, zudem existieren über sieben Millionen Wallets. Solche Zahlen sollen institutionellen Partnern Stabilität und Skalierbarkeit signalisieren. Die Initiative passt in den breiteren Trend der Tokenisierung klassischer Vermögenswerte, der derzeit verstärkt von etablierten Finanzakteuren geprüft wird.

XRP-ETF: Zuflüsse trotz schwacher Kursentwicklung

Parallel zur Kursschwäche zeigen ETF-Daten ein gegensätzliches Bild. Mehrere Spot-ETF-Produkte mit XRP-Bezug verzeichneten zuletzt erneut Kapitalzuflüsse. Nach Angaben von Marktdatenanbietern flossen am 10. Februar rund 3,26 Millionen US-Dollar netto in entsprechende Produkte in den USA. Damit handelt es sich bereits um den zweiten positiven Handelstag in Folge.

Insgesamt summieren sich die kumulierten Nettozuflüsse inzwischen auf etwa 1,23 Milliarden US-Dollar. Solche Kapitalströme gelten häufig als Indikator für institutionelles Interesse, auch wenn sie kurzfristige Kursbewegungen nicht zwangsläufig widerspiegeln.

Gerade in Phasen schwacher Marktstimmung können ETF-Investoren längerfristige Strategien verfolgen oder gezielt Rücksetzer nutzen. Gleichzeitig bleibt der Einfluss solcher Produkte auf den Gesamtmarkt begrenzt, solange das Handelsvolumen im Vergleich zu großen Kryptowährungen moderat bleibt. Dennoch zeigen die jüngsten Zahlen, dass institutionelle Nachfrage trotz aktueller Kursschwäche nicht vollständig versiegt ist.

On-Chain-Daten deuten auf Panikverkäufe hin

On-Chain-Analysen liefern eine mögliche Erklärung für den jüngsten Verkaufsdruck. Datenanbieter berichten, dass XRP zuletzt unter die aggregierte Kostenbasis vieler Halter gefallen ist. Das bedeutet, dass ein signifikanter Teil der Investoren aktuell Verluste realisiert. Ein wichtiger Indikator dafür ist der sogenannte SOPR-Wert, der laut aktuellen Daten von etwa 1,16 im Sommer 2025 auf rund 0,96 gefallen ist.

Ein SOPR unter eins signalisiert typischerweise, dass Coins mit Verlust verkauft werden. Historisch wurde ein ähnliches Muster bereits zwischen September 2021 und Mai 2022 beobachtet, als eine längere Konsolidierungsphase folgte. Solche Phasen sind oft von erhöhter Volatilität geprägt, da Marktteilnehmer ihre Positionen neu bewerten.

Gleichzeitig können institutionelle Entwicklungen oder makroökonomische Faktoren die Dynamik zusätzlich beeinflussen. Die aktuellen On-Chain-Signale zeigen vor allem eines: Der Markt befindet sich derzeit in einer Anpassungsphase, in der kurzfristige Unsicherheit überwiegt.

Damit bleibt XRP trotz institutioneller Kooperationen aktuell technisch angeschlagen, die Risiken sind zuletzt nicht kleiner geworden.

Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Ihr Kapital ist im Risiko.

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Christian Becker pro-investor-shield

Christian Becker ist Journalist von Beruf, seit ein paar Jahren ist er aber spezialisiert auf Kryptowährungen und Kursanalysen von Aktien bei Kryptoszene.de tätig. Er hat hauptberuflich bei IsarGold GmbH als Journalist und Analyst gearbeitet und schrieb auch regelmäßig für Kryptoszene.de, indem er Charts von Kryptowährungen und Aktien analysierte. Im März 2020 entschloss er sich weiterhin freiberuflich aber in Vollzeit bei Kryptoszene.de anzufangen und ist bis jetzt als einer der Hauptautoren und Redakteuren hier tätig.

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