Mann schaut nachdenklich neben Solana-Logo auf violettem Hintergrund mit Diagrammlinien und Fragezeichen, Symbol für Kryptomarkt-Analyse.

Solana präsentiert sich am Kryptomarkt weiterhin auffallend schwach. Auf Wochensicht verlor SOL rund fünf Prozent und entwickelte sich damit schlechter als Bitcoin, Ethereum und andere große Kryptowährungen. Zuletzt rutschte der Kurs erneut unter die Marke von 80 US-Dollar.

Vom historischen Höchststand bei rund 293 US-Dollar ist Solana inzwischen mehr als 70 Prozent entfernt. Damit fehlen kurzfristig sowohl Momentum als auch eine überzeugende Aufwärtsdynamik. Der schwache Kurs verdeckt allerdings eine fundamental deutlich robustere Entwicklung. Denn während der SOL-Token unter Verkaufsdruck steht, bleibt die tatsächliche Nutzung des Netzwerks hoch. Besonders beim dezentralen Spot-Handel dominiert Solana derzeit seine wichtigsten Konkurrenten.

Das Handelsvolumen auf Solana-DEXs erreicht innerhalb von 30 Tagen mehr als 60 Milliarden US-Dollar – ein starkes Signal für die Aktivität des Ökosystems.

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Solana dominiert den dezentralen Spot-Handel

Die vorliegenden Daten zeigen eine deutliche Marktführerschaft Solanas beim Handelsvolumen dezentraler Börsen. Innerhalb der betrachteten 30 Tage wurden über Solana-basierte DEXs demnach rund 64 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Damit entfielen etwa 45,8 Prozent des gesamten Volumens der fünf dargestellten Blockchains auf Solana. Ethereum folgte mit rund 28,3 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 20,3 Prozent. Auch Base und die BNB Smart Chain lagen mit etwa 25,6 beziehungsweise 20,9 Milliarden US-Dollar deutlich zurück.

Aktuelle Daten von DefiLlama bestätigen grundsätzlich dieses Bild. Demnach wickeln die dezentralen Börsen auf Solana gegenwärtig innerhalb von 30 Tagen mehr als 60 Milliarden US-Dollar ab. Allein das tägliche DEX-Volumen bewegt sich zeitweise oberhalb von zwei Milliarden US-Dollar. Damit bleibt Solana trotz des Bärenmarktes eines der aktivsten Netzwerke für den unmittelbaren Handel mit Kryptowährungen.

Besonders relevant ist, dass Spot-Volumen schwieriger dauerhaft anzuziehen ist als kurzfristiges Handelsvolumen bei Perpetual Futures. Nutzer müssen Liquidität, niedrige Gebühren, schnelle Ausführungen und attraktive Handelsmöglichkeiten vorfinden. Solanas Vorsprung deutet deshalb auf ein funktionierendes Zusammenspiel aus Wallets, DEXs, Aggregatoren und Anwendungen hin. Jupiter allein routete zuletzt innerhalb von 30 Tagen ein Aggregator-Volumen von mehr als 26 Milliarden US-Dollar.

Der Widerspruch bleibt dennoch bestehen: Während das Netzwerk bei Nutzung und Handelsaktivität Stärke zeigt, kann der SOL-Kurs davon bislang kaum profitieren. Fundamental entsteht damit eine positive Divergenz.

Auch bei der Geschwindigkeit setzt Solana Maßstäbe

Neben dem starken DEX-Volumen überzeugt Solana weiterhin mit einer hohen technischen Leistungsfähigkeit. Nach Daten von Chainspect belegte das Netzwerk zuletzt den ersten Platz beim gemessenen Transaktionsdurchsatz aller erfassten Blockchains. Innerhalb der betrachteten 24 Stunden erreichte Solana rund 1.726 Transaktionen pro Sekunde und lag damit deutlich vor der Konkurrenz.

Das zweitplatzierte Netzwerk kam lediglich auf etwas mehr als 1.000 Transaktionen pro Sekunde. Andere bekannte Blockchains wie BNB Chain, Aptos, Base, Tron oder Polygon blieben sogar deutlich unter 200 Transaktionen pro Sekunde. Diese Werte verdeutlichen, weshalb Solana besonders für Anwendungen mit hohem Handels- und Nutzeraufkommen attraktiv bleibt.

Extrem negatives Sentiment könnte eine Kaufchance eröffnen

Auch aus Sentiment-Perspektive könnte Solana zunehmend interessant werden. Nach Daten von Santiment erreichte die negative Stimmung rund um SOL zuletzt den höchsten Stand des Jahres 2026. Gleichzeitig fiel das Handelsvolumen auf den niedrigsten Wert des laufenden Jahres. Viele Marktteilnehmer zeigen sich frustriert, weil starke Narrative wie tokenisierte Aktien, Real-World Assets und eine hohe Netzwerkaktivität bislang kaum positive Kursimpulse lieferten.

Gerade diese Kombination kann jedoch antizyklisch spannend sein. Wenn das Interesse gering, das Sentiment extrem negativ und die Erwartungshaltung niedrig ist, sind häufig bereits viele schwache Anleger aus dem Markt gedrängt worden. Der Verkaufsdruck kann dadurch langsam nachlassen. Kommen anschließend neue Käufer oder positive Nachrichten hinzu, trifft zusätzliche Nachfrage auf vergleichsweise wenig Widerstand.

Das bedeutet nicht, dass Solana unmittelbar drehen muss. Extremes FUD kann auch länger bestehen bleiben, während der Kurs weitere Tiefs markiert. Dennoch entstehen attraktive Kaufchancen häufig dann, wenn kaum jemand mit einer Erholung rechnet. Solana verbindet derzeit starkes Onchain-Wachstum mit schwacher Kursentwicklung und ausgeprägtem Pessimismus. Für langfristig orientierte Anleger könnte diese Divergenz interessant sein. Entscheidend bleibt jedoch ein gestaffelter Einstieg, da der übergeordnete Abwärtstrend weiterhin intakt ist.

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Christian Becker pro-investor-shield

Christian Becker ist Journalist von Beruf, seit ein paar Jahren ist er aber spezialisiert auf Kryptowährungen und Kursanalysen von Aktien bei Kryptoszene.de tätig. Er hat hauptberuflich bei IsarGold GmbH als Journalist und Analyst gearbeitet und schrieb auch regelmäßig für Kryptoszene.de, indem er Charts von Kryptowährungen und Aktien analysierte. Im März 2020 entschloss er sich weiterhin freiberuflich aber in Vollzeit bei Kryptoszene.de anzufangen und ist bis jetzt als einer der Hauptautoren und Redakteuren hier tätig.

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