XRP Ripple kaufen prognose

In den vergangenen 24 Stunden kann XRP leicht zulegen und notiert rund 2 Prozent fester. Aktuell testet der Kurs erneut die Marke von 1,50 US-Dollar, nachdem er zuletzt darunter gefallen war. Vom jüngsten lokalen Tief konnte sich XRP um rund 10 Prozent erholen und zählt damit kurzfristig zu den stärkeren Coins innerhalb der Top 10. Dennoch bleibt das größere Bild angespannt: In den vergangenen drei Monaten hat XRP rund 30 Prozent an Wert verloren. Ein Großteil der Gewinne aus der vorangegangenen Rally wurde damit wieder abgegeben. In einem insgesamt schwachen Marktumfeld zeigt sich auch XRP volatil und anfällig für Rücksetzer. Was zeigt also die Ripple Prognose?

XRP Analyse: Elliott-Wellen deuten Kurspotenzial an – 28 Dollar?

Der Analyst CryptoBull verweist in seiner aktuellen Einschätzung auf die sogenannte Elliott-Wellen-Theorie. Diese Theorie geht davon aus, dass sich Märkte in wiederkehrenden Wellenbewegungen entfalten. Typischerweise besteht ein vollständiger Zyklus aus fünf Impulswellen in Trendrichtung und drei Korrekturwellen gegen den übergeordneten Trend. Besonders die dritte Welle gilt in diesem Modell als die dynamischste und stärkste Phase eines Aufwärtszyklus.

Laut CryptoBull sei bei XRP die zweite Korrekturwelle – die sogenannte Wave 2 – abgeschlossen. Diese Phase ist typischerweise von Rücksetzern und Unsicherheit geprägt, bevor der Markt in die impulsive Wave 3 übergeht. Auf Basis eines im Wochenchart identifizierten Keilmusters – einer charttechnischen Formation, die oft eine Trendwende signalisiert – sieht er nun den Beginn einer neuen Aufwärtsstruktur. Seine Projektion ist ambitioniert: Er hält einen Anstieg auf 28 US-Dollar für möglich.

Ein solcher Zielbereich würde ein Vielfaches des aktuellen Kurses bedeuten und XRP in völlig neue Bewertungsdimensionen katapultieren. Technisch argumentiert er, dass der Ausbruch aus dem Keil die Trendstruktur bestätigt habe und sich der Markt nun in einer Akkumulationsphase befinde, bevor die nächste Impulsbewegung startet.

RSI auf historischen Tiefständen als bullisches Signal

Zusätzlich stützt der Analyst seine These auf den Relative-Stärke-Index (RSI), einen der bekanntesten Momentum-Indikatoren in der technischen Analyse. Der RSI misst die Geschwindigkeit und Veränderung von Preisbewegungen und zeigt an, ob ein Asset überkauft oder überverkauft ist. Werte unter 30 gelten typischerweise als überverkauft.

CryptoBull argumentiert, dass der RSI auf Wochen- und sogar Monatsbasis aktuell unter dem Niveau des XRP-Tiefs von 2020 bei 0,11 US-Dollar liege. Damals folgte auf die überverkaufte Situation eine massive Rally. Für ihn ist das ein starkes Indiz dafür, dass XRP strukturell einen Boden ausgebildet habe.

Sollte sich das Momentum drehen, sieht er erhebliches Aufwärtspotenzial – zunächst über 10 US-Dollar hinaus, perspektivisch sogar deutlich höher.

Ein extrem niedriger RSI kann tatsächlich auf eine ausgeprägte Schwächephase hinweisen, die historisch oft in eine Erholung überging. Allerdings ist ein überverkaufter Zustand allein kein Garant für eine sofortige Trendwende. In Bärenmärkten können Indikatoren über längere Zeit in Extremzonen verharren, ohne dass es zu einer nachhaltigen Rally kommt.

Auffällig ist zudem, dass ein Blick auf seinen X-Feed eine Vielzahl weiterer stark bullischer XRP-Prognosen zeigt. Viele seiner Beiträge zeichnen ein sehr einseitig positives Bild. Eine differenzierte, objektive Einordnung oder alternative Szenarien sind dort kaum zu finden.

XRP Prognose: Doch nicht so bullisch?

Ein anderer Analyst, Echo, ordnet die Lage deutlich vorsichtiger ein. Er betont, dass der Verlust einer wichtigen Unterstützungszone technisch relevant sei und oberhalb des aktuellen Kurses eine ausgeprägte Widerstandsstruktur liege. Deshalb hält er einen Rückfall deutlich unter 0,50 US-Dollar für wahrscheinlicher als viele Marktteilnehmer glauben. Das bedeute jedoch nicht, dass XRP langfristig „erledigt“ sei – vielmehr seien solche Kapitulationsphasen historisch oft der Ausgangspunkt für spätere Aufwärtsbewegungen.

Echo verweist zudem auf eigene Erfahrungen aus dem Zyklus 2021. Damals nahm er Kredite gegen seine Kryptobestände auf und geriet durch den Markteinbruch stark unter Druck. Heute agiert er defensiver, hat nahe der Hochs Gewinne realisiert und Teile in Edelmetalle umgeschichtet.

Seine verbleibenden XRP liegen in einem regulierten DeFi-Protokoll und generieren Rendite.

Sein Kernpunkt: Hebel und Kredite sind in extrem volatilen Phasen riskant – Risikomanagement bleibt entscheidend. Langfristig bleibt er positiv für XRP, kurzfristig eher skeptisch.

Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Ihr Kapital ist im Risiko.

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Christian Becker pro-investor-shield

Christian Becker ist Journalist von Beruf, seit ein paar Jahren ist er aber spezialisiert auf Kryptowährungen und Kursanalysen von Aktien bei Kryptoszene.de tätig. Er hat hauptberuflich bei IsarGold GmbH als Journalist und Analyst gearbeitet und schrieb auch regelmäßig für Kryptoszene.de, indem er Charts von Kryptowährungen und Aktien analysierte. Im März 2020 entschloss er sich weiterhin freiberuflich aber in Vollzeit bei Kryptoszene.de anzufangen und ist bis jetzt als einer der Hauptautoren und Redakteuren hier tätig.

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