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Schon 2020 könnte für Bitcoin und viele Altcoins das große Jahr werden. Das anstehende Bitcoin-Halving oder auch der angekündigte Start des Facebook-Stablecoins Libra könnten dem Kryptowährungsmarkt einen ordentlichen Schub verleihen und die Kurse von BTC und Co. in ungeahnte Höhen steigen lassen. Das hoffen zumindest Krypto-Anhänger, die vollmundige Prognosen für den Bitcoin aufstellen.

Dazu zählt zum Beispiel der Amerikaner John McAfee, der durch sein Virenschutzprogramm bekannt geworden ist. Er geht davon aus, dass Bitcoin 2020 auf die fabelhafte Summe von einer Million Dollar steigen könnte. Zur Erinnerung: Aktuell steht der BTC-Kurs bei rund 10.000 Dollar. Sollte die Prognose eintreffen, würde sich der Wert von Bitcoin verhundertfachen. Andere Krypto-Anhänger nennen zwar nicht ganz so hohe Zahlen, gehen aber ebenfalls von einer enormen Wertsteigerung des Bitcoin für Anleger aus. In den Folgejahren bis 2030 könnte der Bitcoin-Kurs weiter steigen.

Ein wesentlicher Faktor für die Kursentwicklung am Kryptomarkt dürfte sein, ob sich Bitcoin und Co. als anerkanntes Zahlungsinstrument in Wirtschaft und Gesellschaft durchsetzen. Würden Digitalwährungen wie Libra klassische Währungen wie Dollar und Euro als Hauptzahlungsmittel ablösen, könnte das den Siegeszug des Digitalgeldes bedeuten.

Bitcoin 2030 Zahlungsmittel Nummer 1?

Doch ob es wirklich soweit kommt? Das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) wollte es genauer wissen und hat rund 200 Finanzmarktexperten nach ihrer Einschätzung befragt. Aus den Ergebnissen, die der Nachrichtenagentur Reuters vorab vorlagen, geht hervor, dass insgesamt immer noch eine große Skepsis gegenüber Kryptowährungen besteht.

So wird die Wahrscheinlichkeit, dass Kryptowährungen bis 2030 das Zahlungsmittel Nummer eins werden, nur mit 23 Prozent bemessen. Außerdem warnen die Experten vor unkalkulierbaren Risiken für die Finanzstabilität, wenn Kryptowährungen keine strenge staatliche Aufsicht bekommen.

Wachstumspotenzial für Kryptogeld machen die Experten vor allem in China aus. Eine staatlich eingeführte Digitalwährung in der Volksrepublik könnte bald ähnlich häufig eingesetzt werden wie Bitcoin, geht aus der ZEW-Studie hervor.

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Bildquelle: Photo von Whitez

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Steffen Bösweich

Steffen hat Medien, Politik und Kulturwissenschaft studiert und nebenher bereits erste Erfahrungen im Print-, Radio- und Hörfunkjournalismus gesammelt. Nach seinem Studienabschluss hat er seine Journalistenausbildung in einem Verlag für Wirtschaft & Sport absolviert. Dem Wirtschaftsjournalismus ist er auch bei seinen weiteren Tätigkeiten als Redakteur stets treu geblieben und verfügt inzwischen über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung. Er interessiert sich für Finanzthemen aller Art, Aktien und Kryptowährungen sind sein Steckenpferd.

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