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In den vergangenen Monaten hat die US-Finanzaufsichtsbehörde SEC immer härtere Töne gegenüber dem Kryptomarkt gewählt und ihre Regulierungsmaßnahmen verschärft. Hintergrund dürften die Vorkommnisse des vergangenen Jahres sein. Bei den Vorfällen rund um Terra (LUNA) und dem Zusammenbruch der Kryptobörse FTX haben Anleger viel Geld verloren und das Vertrauen wurde erschüttert. Auch die SEC, als oberste Regulierungsbehörde der USA, geriet unter Druck. Es steht der Vorwurf im Raum, ob die SEC früher hätte erkennen müssen, dass bei FTX einiges schief läuft und die Kundeneinlagen vielleicht gar nicht abgesichert sind.

SEC fährt harten Kurs gegen Kryptomarkt

Als Reaktion erhöht die SEC nun ihren Druck auf Unternehmungen im Kryptomarkt, die aus ihrer Sicht Rechtsverstöße begehen. So wurde erst kürzlich dem Unternehmen Paxos als Betreiber des Stablecoins BUSD untersagt, neue digitale Münzen in Umlauf zu bringen. Der Vorwurf lautet, wie auch in anderen Fällen, dass Paxos ein unregistriertes Wertpapier angeboten und verkauft habe. Kurz zuvor sorgte eine Aktion für Aufsehen, als die weltweit agierende Kryptobörse Kraken ihr Staking-Angebot aufgrund von Ermittlungen der SEC einstellte und zudem eine hohe Millionenzahlung leistete.

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Doch dies könnten laut Beobachtern erst die Vorboten von vielen harten Engriffen sein, die die SEC gegenüber der Kryptobranche durchsetzen will, um die Regulierung voranzutreiben und den “wilden Westen”, wie es SEC-Chef Gary Gensler einst formulierte, zu beenden.

Genährt wird diese Einschätzung nun durch ein neues Interview, dass Gensler dem New York Magazine gab. Dort betonte der Behördenchef, dass nach seiner Einschätzung sämtliche am Markt gehandelten Kryptowährungen unter die Aufsicht der SEC fallen – nur mit der Ausnahme von Bitcoin.

Altcoins sind “im Kern” Wertpapiere

Gensler begründet, dass sämtliche Kryptowährungen genauso wie Aktien “im Kern” als Wertpapiere einzustufen sind und damit der Zuständigkeit und Kontrolle der SEC unterliegen. Nach seiner Sicht würden die Kryptowährungen von einer Gruppe oder einem Unternehmen eindeutig mit dem Ziel ausgegeben, Gewinne zu erwirtschaften und Investitionen anzuziehen.

Über diese Projekte sagte Gensler gegenüber dem New York Magazine: “Sie können eine Website finden, Sie können eine Gruppe von Unternehmern finden, sie könnten ihre juristischen Personen in einer Steueroase vor der Küste einrichten, sie könnten eine Stiftung haben, sie könnten es anwaltlich machen, um zu versuchen, zu arbitragieren und es gerichtlich schwer zu machen und so weiter.” Gensler erklärte im Interview weiter, dass Käufer von Kryptowährungen genau die gleichen Gewinnabsichten verfolgen wie Aktionäre.

4 Fragen identifizieren ein Wertpapier

Liegt Gensler mit seiner Einschätzung richtig? Die bekannteste Methode, um zu bewerten, ob es sich um ein Wertpapier handelt, ist der Howey-Test. Anhand von lediglich 4 Fragen soll man erkennen können, ob etwas ein Wertpapier ist oder nicht. Diese Fragen lauten:

  • Ist es ein Investment von Geld?
  • Wird in ein Unternehmen investiert?
  • Gibt es eine Gewinnerwartung?
  • Sind Dritte für das Erwirtschaften des Gewinns zuständig?

Liegt Gensler mit seiner Deutung richtig, lassen sich die Fragen des Howey Tests bei allen Kryptowährungen mit Ausnahme von Bitcoin mit “Ja” beantworten. Explizit ausgenommen hat Gensler jedoch Bitcoin, weil hier aus seiner Sicht kein profitorientiertes Unternehmen dahinter steht und die Technologie des dezentral verwalteten Kassenbuches (Blockchain) im Vordergrund stehe. Auch Ethereum ist nach den jüngsten Aussagen als Wertpapier einzustufen, was Käufer von ETH enttäuschen dürfte, da es früher noch eine andere Haltung gegenüber der Nummer 2 Kryptowährung nach Marktkapitalisierung gab.

Verklagt die SEC bald sämtliche Altcoins und Börsen?

Was bedeuten diese Aussagen von Gensler nun für den Kryptomarkt? In jedem Fall ist damit zu rechnen, dass die SEC ihren härten Kurs gegenüber der Branche noch weiter verstärken wird und die jüngsten Meldungen zu dem Stablecoin-Verbot von BUSD und dem Staking-Verbot auf Kraken noch längst nicht alle Maßnahmen sind, die die SEC ergreifen wird.

Im Prinzip kann die SEC auf Grundlage dieser Argumentation wohl gegen jede Kryptowährung und auch gegen alle Kryptobörsen rechtlich vorgehen. Denn sie alle bieten nach seiner Aussage Kryptowährungen an bzw. verkaufen diese, ohne dass sie als Wertpapier registriert sind. Demnach könnte allen Unternehmen der Vorwurf gemacht werden, Rechtsverstöße durch ihre Aktivität begangen zu haben.

Ripple-Fall wegweisend für den Kryptomarkt

Der Rechtsstreit, den die SEC bereits gegen das Unternehmen Ripple führt, weil sie den Vorwurf erhebt, unerlaubt ein Wertpapier angeboten und verkauft zu haben, könnte damit wegweisend für die gesamte Kryptobranche werden. Denn setzt sich die Haltung der SEC für das Urteil der US-Justiz in diesem Fall durch, könnte dies nicht nur für Ripple, sondern die gesamten Krypto-Unternehmen starke Auswirkungen haben. Auf Grundlage dieses Präzedenzfalles wäre es für die SEC wahrscheinlich sehr einfach entsprechende Klagen gegen Ethereum, Cardano & Co. durchzusetzten.

Das könnte die gesamte Marktstruktur am Kryptomarkt nachhaltig verändern. Die schon am Markt etablierten Unternehmen müssten in diesem Fall mit Sanktionen und Strafzahlungen rechnen und sich künftig einer starken Regulierung durch die SEC unterziehen. Ihre Milliarden-Geschäftsmodelle würden plötzlich auf den Prüfstand gestellt. Auch neue Firmen, die am Kryptomarkt tätig sein wollen, müssten sich künftig ganz anderen Anforderungen bei der Lizenzierung ihrer Angebote stellen. Gensler erklärte bereits im Gespräch mit dem New York Magazine, dass die Startbahn für Kryptofirmen, die nicht bei der SEC registriert sind, kürzer werde.

Die strenge Regulierung der SEC könnte zunächst zu einer extremen Korrektur am Kryptomarkt führen, bei der die Kurse diverser Altcoins nach unten stürzen. Anleger drohen im Falle eines Urteils im Ripple-Fall zu Gunsten der SEC starke Verluste bei ihren Käufen von Kryptowährungen. Es dürfte dann einige Zeit dauern bis sich der Markt wieder beruhigt und die neuen Strukturen mit einer starken Regulation geschaffen sind. Auf lange Sicht könnte diese Entwicklung aber auch positive Auswirkungen haben, weil die strengeren Prüfungen weitere Vorfälle wie bei FTX verhindern könnten.

Wird der Bitcoin-Kurs profitieren?

Während Altcoins massiv unter Druck geraden könnten, sieht die Zukunft von Bitcoin nach den jüngsten Gensler-Aussagen sehr gut aus. Bitcoin könnte womöglich zum großen Profiteur werden und sogar starke Kursgewinne verbuchen, weil verunsicherte Investoren ihre Gelder aus den Altcoins abziehen und lieber Bitcoin kaufen werden.

Gensler äußerte sich auch positiv zur Bitcoin-Technologie: “Das ist eine echte Innovation”, sagte er im Interview. Gleichzeitig schränkte er jedoch ein: “Ich persönlich denke, es ist sehr selten, dass man das braucht, aber es ist möglich”, sagte er.  “Ich glaube nicht, dass es viel wirtschaftlichen Nutzen für eine Mikrowährung gibt, und wir haben seit Jahrhunderten keine gesehen. Die meisten dieser Token werden scheitern”, so Gensler.

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Steffen Bösweich

Steffen hat Medien, Politik und Kulturwissenschaft studiert und nebenher bereits erste Erfahrungen im Print-, Radio- und Hörfunkjournalismus gesammelt. Nach seinem Studienabschluss hat er seine Journalistenausbildung in einem Verlag für Wirtschaft & Sport absolviert. Dem Wirtschaftsjournalismus ist er auch bei seinen weiteren Tätigkeiten als Redakteur stets treu geblieben und verfügt inzwischen über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung.

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