Michael Saylor
  • Strategy (MSTR) hat zwischen 12. und 19. Januar 2026 weitere 22.305 BTC gekauft – Gesamtbestand jetzt 709.715 BTC.
  • Der Einkauf kostete 2,1253 Milliarden US-Dollar (inkl. Gebühren), der Durchschnittskurs lag bei 95.284 US-Dollar pro BTC.
  • Bezahlt wurde das Paket über das bekannte „ATM“-Programm: Aktienverkauf (MSTR) plus Vorzugsaktien (u. a. STRC/STRK) – mit allen Nebenwirkungen wie Verwässerung.

Obwohl oder gerade weil Bitcoin im Tagesgeschäft wieder ordentlich wackelt, spielt Michael Saylor sein Lieblingsspiel weiter: antizyklisch und kompromisslos. Strategy hat in der Woche bis zum 19. Januar 2026 erneut die Taschen voll gemacht und 22.305 Bitcoin gekauft. Dass es sich dabei nicht um einen „normalen Dip-Kauf“ handelt, zeigt schon die Größenordnung: 2,1253 Milliarden US-Dollar flossen in die Order, der Durchschnittskurs lag bei 95.284 US-Dollar pro BTC. Für Saylor ist das längst Routine: Woche für Woche wächst die Firmen-Schatzkammer, unabhängig davon, was der Markt macht.

Mehr Bitcoin als je zuvor im Dashboard – 709.715 BTC auf der Bilanz

Offiziell wird der Zukauf über ein Form 8-K an die US-Börsenaufsicht gemeldet. Demnach hält Strategy am 19. Januar mittlerweile 709.715 BTC. Die gesamten Anschaffungskosten summieren sich auf 53,92 Milliarden US-Dollar, der durchschnittliche Einstandskurs über alle Käufe liegt bei 75.979 US-Dollar pro BTC (jeweils inkl. Gebühren).

Wo kommt das Geld her? Das „ATM“-Prinzip

Der Kern der Finanzierung ist derselbe wie in den vergangenen Monaten: Strategy nutzt ein At-the-Market-Programm (ATM), also den laufenden Verkauf von Wertpapieren in den Markt, um Kapital einzusammeln und damit Bitcoin zu kaufen. Neu ist eher die Mischung – denn inzwischen spielt das Unternehmen nicht nur mit der MSTR-Stammaktie, sondern auch mit mehreren Vorzugsaktien-Serien.

Für den relevanten Zeitraum meldet Strategy konkret Verkäufe von

  • 10.399.650 MSTR-Aktien sowie
  • 2.945.371 STRC und 38.796 STRK (STRC/STRK sind Vorzugsaktien-Serien).

In Summe kamen 2,125 Milliarden US-Dollar netto zusammen, woraus der Bitcoin-Kauf bezahlt wurde. Die Bitcoin-Käufe wurden also mit Erlösen aus dem ATM finanziert.

Was das für Aktionäre bedeutet, muss man klar aussprechen: Dieses Modell ist kein kostenloses Mittagessen. Es verschiebt Risiko von „klassischer“ Unternehmensfinanzierung hin zu einem Mix aus Verwässerung und Kapitalmarkt-Hebel.

Strategy bleibt “der” Bitcoin-Wal unter Firmen

Bei Corporate-Treasury-Haltern ist Strategy weiter der klare Platzhirsch. Laut BitcoinTreasuries.net liegt Strategy mit 709.715 BTC weit vor MARA (53.250 BTC) und Twenty One Capital(43.514 BTC).

In dünneren Marktphasen kann ein einzelner Kauf dieser Größenordnung das Sentiment spürbar beeinflussen, alleine schon weil es signalisiert: Da ist jemand, der nicht wartet, bis die Schlagzeilen wieder freundlich sind*.* Deshalb taucht Strategy in den aktuellen „Wale kaufen wieder“-Debatten regelmäßig als Fußnote auf – auch bei uns, zuletzt hier im Überblick “Smartes Geld deckt sich ein”.

Und was macht der Kurs daraus? Bitcoin bleibt Risiko-Asset – trotz „digitales Gold“-Narrativ

Wenn Bitcoin kurzfristig als Risiko-Asset gehandelt wird, dann ist Saylors Modell automatisch prozyklisch im Risiko, selbst wenn es „antizyklisch im Mindset“ wirkt. Sinkt BTC weiter, steigt der Druck auf das Equity-Narrativ; dreht BTC nach oben, kommt das MSTR zu Gute. Vorwürfe von Strategy als Schneeballsystem durch Vorzugsaktien kommt daher immer wieder aus der Kritiker-Ecke.

Parallel zum Strategy-Kauf läuft Bitcoin selbst weiter im Spannungsfeld aus Makro, Risikoappetit und Newsflow. Der Fear-and-Greed Index fällt auf 32 und zum Zeitpunkt der jüngsten Marktdaten liegt BTC gerade mal noch bei rund 89.000 US-Dollar; tendenz fallend. Lies hier: Bitcoin Prognose 2026

Fazit

Unterm Strich ist der Move typisch Saylor: größer, konsequenter, weniger zimperlich als der Rest des Marktes. Ob das für Bitcoin kurzfristig „bullisch“ ist, hängt weniger von der Schlagzeile ab als von Liquidität, Risikoappetit und Makro. Für Strategy-Anleger bleibt es die gleiche Wette wie immer: nicht nur auf Bitcoin, sondern auf ein Finanzierungsmodell, das Bitcoin-Exposure über den Kapitalmarkt hebelt – mit Chancen, aber eben auch mit Verwässerung als Preis der Strategie.

Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Ihr Kapital ist im Risiko.

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Pia pro-investor-shield

Pia ist fasziniert von Web3 und Künstlicher Intelligenz. Mit ihrem geisteswissenschaftlichen Hintergrund liebt sie es, gesellschaftliche Trends aufzuspüren und den Zeitgeist zu hinterfragen. Früher war sie im Think Tank und Forschungszentrum der Frankfurt School of Finance tätig und hat dort als Bitcoin- und NFT-Talent am Frankfurt Blockchain Center mitgewirkt. Wenn sie nicht gerade schreibt oder über neue Technologien nachdenkt, ist sie gerne am Atlantik – am liebsten auf ihrem Surfbrett.

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