Der Kryptomarkt erlebt heute einen der stärksten Stimmungseinbrüche seit Monaten: Der Fear-and-Greed-Index ist über Nacht auf nur noch 32 Punkte gefallen und signalisiert damit wieder deutliche Angst unter Anlegern. Gleichzeitig rutschte Bitcoin zeitweise unter die Marke von 90.000 $, nachdem geopolitische Spannungen und neue Zoll-Drohungen zwischen den USA und der EU eine kräftige Risk-Off-Welle ausgelöst haben.
Das Wichtigste in Kürze:
- BTC-Einbruch & Angststimmung: Bitcoin fällt von 97.000 $ auf 87.800 $, der Fear-and-Greed-Index stürzt von 54 auf 32 Punkte.
- Altcoins stärker betroffen: Viele Coins wie XMR, HYPE oder DASH verlieren zweistellig, die Gesamtmarktkapitalisierung sinkt auf 3 Billionen $.
- Geopolitische Eskalation: Trumps Drohung einer Grönland-Annexion und neue US-Zölle gegen 8 EU-Länder lösen globales Risk-Off aus.
- Hohe Unsicherheit vor Trump-Rede: Märkte warten auf seine Davos-Ansprache, während ein Bruch unter 87.500 $ weitere BTC-Verluste triggern könnte.
Nach starkem Jahresauftakt fällt Bitcoin unter 90.000 $ zurück
Nachdem der Kryptomarkt so stark ins neue Jahr 2026 gestartet war, dreht sich das Marktsentiment derzeit wieder ins Negative. Vorangegangen war für BTC seit Jahresbeginn eine Rallye von 87.000 $ auf zeitweise über 97.000 $. Gleichzeitig stieg das Marktsentiment von 30 Punkten zwischenzeitlich auf 54 Punkte laut Fear-and-Greed-Index. Viele Investoren scheinen die Chance zum Jahreswechsel genutzt zu haben, um günstig in BTC und Altcoins einzusteigen.
Bei vielen Kryptowährungen zeichnete sich zuletzt eher eine Bottom-Struktur ab, die auf steigende Kurse im Q1 2026 hindeuten könnte. Allerdings hat sich diese Situation in den letzten Tagen wieder klar ins Negative gedreht. Seit dem Jahreshoch vom 14. Januar bei 97.670 $ ist BTC bereits wieder um fast 10.000 $ eingebrochen. Heute erreichte der Kurs ein Tief von 87.800 $, und aktuell tradet BTC mit 89.300 $ weiterhin klar unter der wichtigen 90.000-Dollar-Marke.
Please enter and activate your license key for Cryptocurrency Widgets PRO plugin for unrestricted and full access of all premium features.Gleichzeitig fiel die Gesamtmarktkapitalisierung innerhalb der letzten 24 Stunden um 2 % zurück und liegt damit nur noch bei 3 Billionen $. Auch das Marktsentiment hat einen deutlichen Dämpfer erhalten. Vom Hoch bei 54 Punkten fiel es heute auf nur noch 32 Punkte zurück und befindet sich damit wieder klar im Bereich der Angst. Viele Altcoins wurden zudem noch deutlich stärker abgestraft als BTC.
Der Privacy-Coin XMR, der zuletzt noch ein neues Allzeithoch erreicht hatte, fiel seit gestern um 18,4 % zurück und liegt damit wieder unter dem 500-Dollar-Niveau. Auch HYPE, DASH, BNB und einige weitere Coins verzeichnen heute starke Verluste. Da stellt sich natürlich die Frage, was hinter diesem negativen Momentumwechsel steckt und wie es für den Kryptomarkt im weiteren Verlauf des Januars weitergehen könnte.
Trump, Grönland, WEF: Das steckt hinter den Kapitalabflüssen aus dem Kryptomarkt
Hauptauslöser für die Kapitalabflüsse sind geopolitische Unsicherheiten. Donald Trump scheint ernst zu machen mit seinen Plänen eines Kaufs beziehungsweise einer Annexion Grönlands. Nachdem sich dies in den letzten Monaten bereits abgezeichnet hatte, hat er in einer Reihe von Tweets und in mehreren Reden klargemacht, dass die USA Grönland bräuchten. Es sei demnach unumgänglich, Grönland zu übernehmen, um die eigene Sicherheit zu gewährleisten, da die Insel sonst an Russland oder China fallen könnte.
Trump zufolge seien Dänemark beziehungsweise die EU nicht fähig, Grönland im Ernstfall zu verteidigen. Darauf reagierten mehrere EU-Staaten, indem sie Truppen nach Grönland entsandten. Trump wiederum kündigte Strafzölle an, durch die acht EU-Länder, darunter auch Deutschland, mit Zöllen von 10 bis 25 % belegt werden sollen, die bereits ab dem 1. Februar in Kraft treten würden. Die Angst vor einem erneuten Zollkrieg und einem möglichen Zerfall der NATO wegen des Zerwürfnisses zwischen den USA und der EU sorgt nun für ein ausgeprägtes Risk-Off-Sentiment.
🚨 JUST IN:
President Trump drops the hammer: Starting Feb 1, 2026, 10% tariffs on ALL goods from Denmark, Norway, Sweden, France, Germany, UK, Netherlands & Finland for blocking U.S. Greenland acquisition!
Tick tock.
pic.twitter.com/JQmibiIPi1— Gunther Eagleman™ (@GuntherEagleman) January 17, 2026
Viele Investoren ziehen Kapital im großen Maßstab aus dem Kryptomarkt und den Aktienmärkten ab und schichten es in risikoärmere Assetklassen um. So zeigt sich, dass Gold und Silber während der Einbrüche an anderen Märkten wieder neue Allzeithochs erreichen. Heute ist die Spannung im Kryptomarkt besonders groß, da aktuell das Weltwirtschaftsforum in Davos läuft, bei dem Donald Trump heute um 14:30 Uhr eine Rede halten wird. Viele Analysten erwarten in dieser Rede wichtige Impulse zum weiteren Vorgehen der USA.
Sollte sich abzeichnen, dass die USA bereit sind weiter zu eskalieren und Grönland tatsächlich um jeden Preis haben wollen, würde dies die Unsicherheit an den Märkten weiter verstärken. Umgekehrt könnte Trump in dieser Rede jedoch auch zurückrudern und viele Unsicherheiten aus dem Weg räumen. Im Angesicht der bisherigen Positionierung erscheint dieses Szenario jedoch eher unwahrscheinlich. Anleger sollten Trumps Rede heute Nachmittag genau verfolgen und mit erhöhter Volatilität am Kryptomarkt rechnen.
Im negativen Szenario könnte sich der BTC-Abschwung der letzten Tage in den kommenden Tagen fortsetzen und sich sogar intensivieren. Ein Bruch unter den 87.500-Dollar-Support könnte dabei eine Fortsetzung des Abverkaufs in Richtung 82.500 $ auslösen. Das würde auch für Altcoins weitere Kursverluste bedeuten. Abgesehen von den geopolitischen Unsicherheiten ist der Kryptomarkt jedoch eigentlich gut für einen erneuten Aufschwung im Q1 2026 positioniert.
Sollten sich die geopolitischen und makroökonomischen Spannungen im Rahmen des Weltwirtschaftsforums wider Erwarten lösen, könnten Bitcoin und der Kryptomarkt bis Ende Januar durchaus eine starke Aufholjagd erleben. Schließlich hat sich bei Kryptowährungen in den letzten Monaten ein erhebliches Renditedefizit im Vergleich zu traditionellen Assets und Edelmetallen aufgebaut.
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