Ein Mann im Anzug steht vor einem blauen Hintergrund mit zwei großen Ethereum-Logos – symbolisiert den Fokus auf Ethereum im Kryptomarkt.

Ethereum steht weiter massiv unter Druck. Der Kurs notiert nur knapp über der psychologisch wichtigen Marke von 2.000 US-Dollar und bleibt damit mehr als 60 Prozent unter dem Allzeithoch. Die relative Schwäche gegenüber Bitcoin belastet zusätzlich das Sentiment, während viele Anleger Ethereum inzwischen deutlich skeptischer sehen als noch vor wenigen Jahren.

Gerade auf Social Media dominieren derzeit bearishen Stimmen, Zweifel an der Kursdynamik und Kritik an der Entwicklung des Netzwerks. Doch genau diese negative Stimmung könnte auch eine antizyklische Chance darstellen. Denn einige bekannte Trader argumentieren nun, dass Ethereum gerade wegen der extrem pessimistischen Marktstimmung vor einer größeren Gegenbewegung stehen könnte. Historisch waren Phasen maximaler Skepsis bei ETH nicht selten der Ausgangspunkt für starke Rallyes.

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Trader sieht massive Gegenbewegung bei Ethereum

Der bekannte Krypto-Trader MikybullCrypto bleibt trotz der schwachen Kursentwicklung überraschend optimistisch für Ethereum. In seiner aktuellen Analyse erklärt er, dass der Markt ETH derzeit nahezu aufgegeben habe. Genau darin sieht er jedoch einen möglichen Kontraindikator. Laut seiner Einschätzung könnte gerade die extreme Skepsis vieler Anleger die Grundlage für eine kräftige Erholung schaffen.

Besonders interessant ist dabei sein langfristiger Chart. Dort verweist er auf eine Struktur, die Ethereum bereits in früheren Marktzyklen ausgebildet habe. Im Fokus steht eine mehrjährige Konsolidierungsphase oberhalb wichtiger Trendlinien. Gleichzeitig zeigt seine Analyse, dass sich ETH aktuell in einer Zone bewegt, in der sich der Relative-Stärke-Index historisch mehrfach stabilisieren konnte.

Der Trader argumentiert, dass Ethereum trotz der schwachen Performance weiterhin wichtige Unterstützungen verteidigt. Zudem befinde sich der Markt inzwischen in einer Situation, in der viele Investoren bereits kapituliert hätten. Genau solche Phasen gelten im Kryptomarkt oft als Grundlage für starke Rebounds, da Verkaufsdruck langsam austrocknet.

Hinzu kommt: Die Erwartungen an Ethereum sind aktuell extrem niedrig. Während Bitcoin zunehmend institutionelle Aufmerksamkeit erhält, gilt ETH derzeit für viele Marktteilnehmer als Enttäuschung des Zyklus. MikybullCrypto verweist jedoch darauf, dass starke Aufwärtsbewegungen häufig genau dann entstehen, wenn kaum noch jemand daran glaubt. Sollte Ethereum wichtige Widerstände zurückerobern und sich das Sentiment drehen, könnte die Erholung laut seiner Einschätzung überraschend dynamisch verlaufen.

Krypto-Analyst erinnert an Ethereum-Rallye in 2025

Auch der Analyst GordonGekko sieht aktuell Parallelen zu früheren Marktphasen. Besonders auffällig sei für ihn die Stimmung rund um Ethereum. Laut seiner Aussage erinnere ihn die aktuelle Skepsis stark an April 2025. Damals sei der Markt ebenfalls extrem bearish auf ETH gewesen, bevor Ethereum anschließend eine Rallye von rund 250 Prozent gestartet habe.

In seinem Chart zeigt er vor allem die Schwäche von Ethereum gegenüber Bitcoin. Das ETH/BTC-Verhältnis befindet sich seit Jahren in einem klaren Abwärtstrend. Dennoch erkennt der Analyst erste Ähnlichkeiten zur Bodenbildung aus früheren Zyklen. Besonders die aktuelle Reaktion an langfristigen Unterstützungszonen könnte laut ihm relevant werden.

https://twitter.com/GordonGekko/status/2059268306679242856

Der Analyst betont dabei jedoch nicht, dass eine unmittelbare Rallye garantiert sei. Vielmehr gehe es um das Verhältnis zwischen Risiko und möglicher Chance. Wenn nahezu alle Marktteilnehmer bearish positioniert seien, könne bereits eine leichte Verbesserung des Sentiments größere Bewegungen auslösen.

MVRV Z-Score signalisiert mögliche Unterbewertung bei Ethereum

Zusätzliche Hoffnung macht derzeit die sogenannte MVRV Z-Score-Metrik von Glassnode. Dabei handelt es sich um einen bekannten Onchain-Indikator, der bewertet, ob Ethereum im Verhältnis zu seinem „fairen“ beziehungsweise realisierten Wert über- oder unterbewertet erscheint. Vereinfacht gesagt vergleicht die Kennzahl die aktuelle Marktkapitalisierung mit dem durchschnittlichen Kaufpreis aller Coins im Netzwerk.

Historisch war besonders der grüne Bereich der Metrik interessant. Immer dann, wenn der MVRV Z-Score in diese Zone gefallen ist, befand sich Ethereum häufig in einer Phase starker Unterbewertung. Genau das sehen wir aktuell erneut. Der Indikator notiert inzwischen leicht im negativen Bereich, obwohl Ethereum bereits massiv korrigiert hat und mehr als 60 Prozent unter dem Allzeithoch handelt.

eth

Auffällig ist dabei auch der historische Vergleich: In früheren Marktzyklen markierten ähnliche Werte oftmals lokale Tiefpunkte oder zumindest attraktive langfristige Einstiegszonen. Natürlich garantiert die Kennzahl keine unmittelbare Trendwende. Dennoch signalisiert sie, dass ein großer Teil der spekulativen Überbewertung inzwischen aus dem Markt gespült wurde. Denn Ethereum ist auch hier so günstig wie das letzte Mal im April 2025 – unmittelbar vor der Kursrallye.

Gerade in Kombination mit dem extrem bearishen Sentiment könnte das spannend werden. Denn wenn viele Anleger bereits kapituliert haben und gleichzeitig wichtige Bewertungsmetriken Unterbewertung anzeigen, steigt zumindest die Wahrscheinlichkeit für eine stärkere Gegenbewegung in den kommenden Monaten.

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Christian Becker pro-investor-shield

Christian Becker ist Journalist von Beruf, seit ein paar Jahren ist er aber spezialisiert auf Kryptowährungen und Kursanalysen von Aktien bei Kryptoszene.de tätig. Er hat hauptberuflich bei IsarGold GmbH als Journalist und Analyst gearbeitet und schrieb auch regelmäßig für Kryptoszene.de, indem er Charts von Kryptowährungen und Aktien analysierte. Im März 2020 entschloss er sich weiterhin freiberuflich aber in Vollzeit bei Kryptoszene.de anzufangen und ist bis jetzt als einer der Hauptautoren und Redakteuren hier tätig.

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