Inflation schadet dem US-Dollar (Image by Foto-RaBe from Pixabay )

Die irakische Regierung hat landesweit Transaktionen in US-Dollar im Land verboten. Interessant ist das vor allem auch, weil Irak mit weiteren 24 Ländern die BRICS-Währung als einheitliche Währung akzeptieren will und damit dem US-Dollar den Rücken kehrt.

Wer sind die BRICS-Staaten und das bedeutet der Kampf gegen den US-Dollar?

Zu den BRICS gehören vor allem die fünf Länder Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Aus den Anfangsbuchstaben dieser Länder setzt sich die Gemeinschaft BRICS zusammen, die eine gemeinsame Währung für den Handel untereinander schaffen will.

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Aktuell sind insgesamt 24 Länder an BRICS beteiligt, mit dem Ziel, den US-Dollar von seinem Status als Weltreservewährung zu verdrängen.

Die Staaten wollen sich in Zukunft darüber hinaus als Gegengewicht zu den G7-Staaten positionieren, um ihre Interessen in der Welt gemeinschaftlich zu vertreten. Zur G7 gehören neben den USA auch Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Kanada sowie die Europäische Union.

Im Fokus von BRICS steht daher der Kampf gegen die Vorherrschaft der G7 und den US-Dollar. Dabei geht es vor allem darum, weitere Länder in den Wirtschaftsbund zu integrieren, vor allem im internationalen Wettbewerb um Rohstoffe und seltene Erden, die vor allem für Elektronikgeräte wichtig sind und damit auch für E-Autos.

Neben den Gründungsstaaten wollen immer mehr Staaten dem neuen Bund beitreten, um sich unabhängiger von den großen, wes etlichen Wirtschaftsnationen und vor allem unabhängig von den USA zu machen. Prominente Beispiele dafür sind, neben dem Irak, auch Iran, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Argentinien, Ägypten, Bahrain, Indonesien und Algerien.

Weitere Länder aus Afrika haben ebenfalls Interesse am Beitritt bekundet.

Was bedeutet der Wettbewerb zwischen BRICS, US-Dollar und G7 für Kryptowährungen?

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass es in Zukunft zwei mächtige Währungssysteme anstatt dem führenden US-Dollar geben wird. Schlussendlich haben auch die BRICS-Staaten keine unerhebliche Wirtschaftsmacht, allen voran China. Das hat auf Dauer natürlich Auswirkungen auf den US-Dollar und vermutlich auch auf Kryptowährungen wie den Bitcoin.

Aktuell birgt der US-Dollar verschiedene Risiken, darunter auch die der Überschuldung und das Abrutschen in eine Rezession. Das zieht Länder mit sich, die vor allem auf den US-Dollar setzen. Geben in diesem Zug immer mehr Länder den US-Dollar als Leitwährung auf, hat das unmittelbare Folgen auf die Möglichkeit, die Defizite des US-Dollars auszugleichen.

Das Resultat ist ein sinkender Kurs des US-Dollars, was die US-Regierung auf den Plan ruft, um die Wirtschaft zu stärken. Die BRICS-Staaten können daher direkten Einfluss auf den US-Dollar nehmen. Dabei kann auch der Euro und damit die europäische Wirtschaft in Mitleidenschaft gezogen werden.

Stehen die USA vor einem Staatsbankrott? Über 31 Billionen US-Dollar Schulden!

Aktuell sieht es danach aus, als ob die USA ab Juni nicht mehr zahlungsfähig sind, wenn die Schuldengrenze nicht angehoben wird.

Der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Kevin McCarthy, und Präsident Joe Biden wollen sich zu einem persönlichen Gespräch treffen, um die Schuldenobergrenze der USA anzuheben.

Nach seiner Freilassung auf Kaution und der ersten Anhörung vor Gericht hat Donald Trump, ehemaliger US-Präsident, bei einem Interview die Meinung geäußert, dass der US-Dollar seit einigen Jahren langsam kollabiert und bald seinen Status als Weltleitwährung verlieren könnte.

Derzeit haben die USA eine maximale Schuldenobergrenze von 31,4 Billionen (nicht Milliarden!) US-Dollar. Die Grenze wird im Laufe des Juni überschritten. Das bedeutet einen Lockdown von Behörden und damit einer relativ umfassenden Blockade der USA und deren Behörden.

Die Schuldengrenze der USA wird regelmäßig erhöht und normalerweise einigen sich Regierung und Opposition. Allerdings sind die Fronten zwischen Republikanern und Demokraten derzeit so verhärtet, dass es durchaus zu einem Lockdown kommen kann.

Es ist relativ sicher, dass die Schuldenobergrenze der USA erhöht wird. Allerdings hat das einige Konsequenzen. Zunächst sind die Barmittel der US-Regierung aktuell einigermaßen erschöpft. Das heißt, spätestens Ende Juni muss das US-Finanzministerium neue Staatsanleihen ausgeben und damit Schulden aufnehmen.

Hier erwarten Experten neue Staatsanleihen in Größenordnungen von über einer Billion US-Dollar. Das wird den US-Dollar schwächen und kann eine Chance für vielversprechende Kryptowährungen sein.

Neue Staatsanleihen sind oft auch ein Resultat für steigende Zinsen, vor allem bei kurzfristigen Staatsanleihen. Schlussendlich kann das Auswirkungen auf die US-Wirtschaft und damit den US-Börsen haben.

Die ersten BRICS-Staaten verbieten bereits den US-Dollar

Wie bereits eingangs zu diesem Beitrag geschrieben, verbietet der Irak die Verwendung von US-Dollar als Zahlungsmittel. Im Fokus steht dabei vor allem der Schwarzmarktkurs, der auch den irakischen Dinar schwächt.  Dabei geht es der irakischen Regierung vor allem darum, den Einfluss des US-Dollar im Land zu schwächen und die eigene Währung zu stärken.

Wenn Bürger und Unternehmen nicht mehr mit US-Dollar bezahlen können, besteht durchaus die Wahrscheinlichkeit, dass die Verwendung von Kryptowährungen in dem Land zunimmt. Das kann auf Dauer auch für die anderen BRICS-Staaten gelten. Davon profitieren etablierte Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum genauso, wie neue Kryptowährungen auf dem Markt.

Die irakische Regierung sagt dazu, dass die Verpflichtung der Regierung vor allem der Stärkung der eigenen Währung dient. Das ist der irakische Dinar, nicht der US-Dollar. Aus diesem Grund wollen die Verantwortlichen alles tun, um den Dinar zu stärken.

Regierungsmitglieder drohen auch hohe Strafen an, wenn sich Unternehmen, Geschäfte und Bürger nicht daran halten. Es können Geldstrafen von bis zu einer Million irakischen Dinar drohen. Das sind zwar generell nur knapp 700 Euro, stellt aber für irakische Bürger eine durchaus hohe Strafe dar und stellt schnell ein mehrfaches einen Monatsgehaltes dar.

Außerdem sollen die Strafen bei Wiederholungen verdoppelt werden. Darüber hinaus drohen auch Freiheitsstrafen.

Der nächste BRICS-Gipfel ist entscheidend für den US-Dollar

Im August treffen sich die wichtigsten Staaten des BRICS in Kapstadt (Südafrika). Im Fokus dieses Gipfels steht die gemeinsame Währung und die Schwächung des US-Dollars. Die US-Regierung wird versuchen zu verhindern, dass der US-Dollar als Weltleitwährung abgelöst wird, was schlussendlich den Euro schwächt und die BRICS-Staaten deutlich stärkt.

Ein Ablösen des US-Dollars durch die BRICS-Währung hätte katastrophale Auswirkungen für die USA. Vor allem ölreiche Nationen wie Saudi-Arabien und die vereinigten arabischen Emirate stellen hier eine Gefahr dar. Denn das würde bedeuten, dass diese Länder einen noch größeren Einfluss auf den Öl-Preis haben, der derzeit noch in US-Dollar angegeben ist.

Das ist wiederum ein großer Vorteil für die USA, der verloren geht, wenn die BRICS-Währung übernimmt. Das schwächt nicht nur die USA, sondern stärkt auch noch deren Gegner, vor allem Russland und China. Was für Öl gilt, das gilt natürlich auch für andere Rohstoffe und Edelmetalle sowie seltene Erden.

Das Ergebnis des Dollar-Absturzes ist gleichzeitig der Machtverlust der USA als Großmacht: “Unsere Währung stürzt ab und wird nicht länger der Weltstandard sein, was, offen gesagt, unsere größte Niederlage seit 200 Jahren sein wird”, sagt Donald Trump. “Das wird uns davon abhalten, auch in Zukunft eine Großmacht zu sein“.

Nach der Meinung des ehemaligen US-Präsidenten ist die Währungspolitik der Biden-Regierung katastrophal für den weiteren Verlauf des Dollar-Kurses. Vor allem die extrem hohe Inflation in den USA sind seiner Meinung nach Schuld an Zusammenbrüchen verschiedener US-Banken.

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Thomas

Als freiberuflicher Journalist, Autor von über 100 Fachbüchern und tausenden Fachbeiträgen, Consultant und Trainer behandelt Thomas Joos eine Vielzahl an Themen rund um Trends, Entwicklungen und Innovationen in der Business-IT. Er ist sehr an Kryptowährungen interessiert und investiert selbst viel in neuen Coins. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit ETFs, Aktien, Immobilien und anderen Bereichen der Wirtschaft. Thomas ist ein Steuer-Freak und beschäftigt sich daher auch mit den steuerlichen Auswirkungen bei Krypto-Invests.

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