Viel wurde in der Vergangenheit gemutmaßt, dass Bitfinex Probleme hat Banken zu finden, die mit der Exchange zusammenarbeiten zu wollen. Jetzt hat die holländische ING Bank aber bestätigt, dass Bitfinex Kunde bei ihnen ist.
Unternehmen die in der Kryptowelt unterwegs sind haben generell Probleme Banken zu finden, die mit ihnen zusammenarbeiten wollen. Hauptgrund dafür ist häufig, dass die rechtliche Stellung von Kryptowährungen in vielen Ländern noch nicht final geklärt ist.
Probleme hatte auch Bitfinex als im März 2017 die Zusammenarbeit von der Wells Fargo Bank gekündigt wurde. Seitdem wurde immer wieder darüber spekuliert, dass Bitfinex Probleme hat Banken zu finden, die mit dem Unternehmen zusammenarbeiten wollen. Das ist vor allem daher brisant da Bitfinex auch eng mit Tether verbunden ist (gleiches Management).
Für jeden Tether der ausgegeben wird hinterlegt das Unternehmen einen US Dollar, so sagt es zumindest. Aufgrund der unklaren Banken Situation bei Bitfinex wurde daher immer wieder vermutet, dass Tether ähnliche Probleme mit Banken hat. Die Situation befeuert hat dann auch noch Bitfinex, in dem sie nie gesagt haben mit welchen Banken sie zusammenarbeiten. Daher sind auch Vermutungen aufgekommen, dass sie teilweise gar keine Bank mehr finden konnten die mit ihnen zusammenarbeiten wollte.
Das hat sich jetzt aber alles wiederlegt. Denn ein Sprecher der holländischen ING Bank hat bestätigt, dass Bitfinex ein Kunde von ihnen ist. Darüber hinaus sagte er, dass Krypto Unternehmen im Vorfeld wesentlich stärker geprüft werden als normale Geschäftskunden und das dies auch bei Bitfinex der Fall war. Es ist auch davon auszugehen, dass das Bankgeschäft von Bitfinex signifikant ist, andererseits würde sich ING die Umstände nicht machen.
So langsam lichtet sich also die Bitfinex Situation. Das ist vor allem daher gut, dass es Ängste gibt der Zusammenbruch von Tether könnte ein zweites Mt. Gox darstellen und die Kryptopreise zunächst einmal in den Keller schicken.
Quelle: Bloomberg