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Mit einer eigenen Kryptowährung versuchen immer mehr Unternehmen sich eine Finanzierung zu sichern. Forscher der Universität Trier und der Universität des Saarlandes haben nun untersucht, ob sich der Hype um Initial Coin Offerings (ICOs) für Investoren zu einer gefährlichen Spekulationsblase entwickeln könnte.

28 Milliarden Dollar durch ICOs

Die ICOs haben seit Beginn des Jahres 2017 als Form der externen Unternehmensfinanzierung deutlich an Bedeutung gewonnen. So wurden laut Zahlen der Forscher alleine im Zeitraum 2017 bis 2018 fast 28 Milliarden US-Dollar mit Hilfe von ICOs akquiriert.

Hierbei generieren Unternehmen eigene digitale Währungen und geben sogenannte Tokens an Investoren aus. Im Gegenzug erhalten die Unternehmen meist Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether. Dieser Zusammenhang zwischen ICOs, Bitcoin und Ether war Gegenstand der Untersuchung.

Im Rahmen ihrer Studie fanden die Autoren heraus, dass es bei ICOs – genauso wie bei „herkömmlichen“ Börsengängen – Boom- und Abschwung-Phasen gibt, sprich der ein ICO umgebende Hype beeinflusst zeitnahe ICOs in positiver Weise und umgekehrt. Als weiteres zentrales Ergebnis stellten die Forscher fest, dass sich der Hype am Kryptowährungsmarkt ebenfalls positiv auf das Wachstum am Markt für Initial Coin Offerings auswirkt.

Bitcoin-Erfolg befeuert ICOs

Insbesondere die in den Medien gefeierten Erfolgsgeschichten von Bitcoin-Investoren haben hierbei einen positiven Einfluss auf ICOs, finden Professor Dr. Jörn Block, Dr. Christian Masiak, Juniorprofessor Dr. Matthias Neuenkirch, Katja Pielen (alle Universität Trier) sowie Tobias Masiak (Universität des Saarlandes) in ihrer Studie heraus.

Die Forscher betonen aber auch, dass der ganze Hype aus Sicht der Investoren und Regulierungsbehörden skeptisch zu betrachten ist. So kann es hierdurch zu nicht-rationalem Herdenverhalten und zu Fehlinvestments kommen. Schlimmstenfalls könnte die Stabilität der Finanzmärkte gefährdet sein.

Die Forscher haben ihre Ergebnisse auf den nach dem großen Bull Run Ende 2017 mittlerweile wieder abgekühlten Markt für Kryptowährungen und ICOs übertragen. Dabei zeigte sich, dass nach Kapitalgebern suchende Unternehmen entweder ihre ICOs gut, also in Boomphasen, timen oder aber außerhalb solcher Phasen die Qualität ihres Projekts untermauern sollten, um Investoren zu überzeugen.

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Bildquelle: Photo von trendingtopics

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Steffen Bösweich

Steffen hat Medien, Politik und Kulturwissenschaft studiert und nebenher bereits erste Erfahrungen im Print-, Radio- und Hörfunkjournalismus gesammelt. Nach seinem Studienabschluss hat er seine Journalistenausbildung in einem Verlag für Wirtschaft & Sport absolviert. Dem Wirtschaftsjournalismus ist er auch bei seinen weiteren Tätigkeiten als Redakteur stets treu geblieben und verfügt inzwischen über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung. Er interessiert sich für Finanzthemen aller Art, Aktien und Kryptowährungen sind sein Steckenpferd.

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