Ein Mann mit einem überraschten und begeisterten Gesichtsausdruck blickt direkt in die Kamera. Im Hintergrund sind mehrere leuchtende Ethereum-Logos und ein aufsteigender Chart in blauen Farbtönen zu sehen.

Ethereum bleibt die zweitwertvollste Kryptowährung der Welt und zählt weiterhin zu den aktivsten Netzwerken der gesamten Branche. Trotz eines schwierigen Marktumfelds treiben Entwickler die technologische Weiterentwicklung konsequent voran. Regelmäßige Upgrades, neue Skalierungslösungen und eine enorme Entwickler-Community sorgen dafür, dass Ethereum im Zentrum der Krypto-Innovation bleibt.

Besonders wichtig ist dabei die langfristige Roadmap rund um Skalierung, Sicherheit und Effizienz. Nun hat die Ethereum Foundation neue Details zum kommenden „Glamsterdam“-Upgrade veröffentlicht. Gleichzeitig kündigte die Organisation personelle Veränderungen im sogenannten Protocol Cluster an – jenem Kernbereich, der zentrale Netzwerk-Upgrades koordiniert. Damit beginnt für Ethereum eine neue Entwicklungsphase mit Fokus auf höhere Skalierbarkeit und die Vorbereitung zukünftiger Protokoll-Verbesserungen.

Krypto Prognose bis 2030 – hier alles Wissenswerte

Ethereum Foundation konkretisiert Glamsterdam-Upgrade

Die Ethereum Foundation hat im neuesten „Protocol Cluster Update“ umfangreiche Fortschritte rund um das kommende Glamsterdam-Upgrade vorgestellt. Dabei handelt es sich um das nächste große Netzwerk-Upgrade nach Fusaka, das vor allem die Skalierung und Leistungsfähigkeit von Ethereum weiter verbessern soll. Im Fokus stehen dabei höhere Gaslimits, effizientere Blockproduktion und bessere Voraussetzungen für zukünftige Skalierungstechnologien.

Ein zentraler Punkt ist das Ziel eines Gaslimit-Floors von 200 Millionen Gas. Das wäre ein massiver Schritt gegenüber früheren Kapazitäten und könnte deutlich mehr Transaktionen pro Block ermöglichen. Grundlage dafür sind mehrere technische Entwicklungen, darunter sogenannte ePBS-Optimierungen („enshrined Proposer Builder Separation“). Dieses System soll die Zusammenarbeit zwischen Block-Buildern und Validatoren effizienter und sicherer gestalten.

Zudem wurde EIP-8037 finalisiert. Dieses Proposal verändert die Kostenstruktur für State-Storage innerhalb von Ethereum. Ziel ist eine bessere Balance zwischen Netzwerknutzung und langfristiger Belastung der Blockchain-Datenbank. Entwickler versprechen sich dadurch effizientere Ressourcennutzung und langfristig stabilere Skalierung.

https://twitter.com/corcoranwill/status/2053877502548836554

Parallel laufen bereits Multi-Client-Devnets für Glamsterdam. Das bedeutet, dass verschiedene Ethereum-Clients die neuen Funktionen bereits gemeinsam testen. Laut Ethereum Foundation funktioniere die externe Builder-Pipeline inzwischen nahezu vollständig übergreifend zwischen den Clients.

Darüber hinaus laufen bereits Vorbereitungen für das nächste Upgrade mit dem Namen „Hegotá“. Dort soll unter anderem FOCIL integriert werden – ein neues Konzept zur Verbesserung der Inklusion von Transaktionen auf der Consensus Layer. Auch Themen wie Native Account Abstraction werden bereits vorbereitet.

Neben den technischen Fortschritten kündigte die Ethereum Foundation außerdem einen Führungswechsel im Protocol Cluster an. Künftig übernehmen Will Corcoran, Kev Wedderburn und Fredrik die Leitung. Die bisherigen Koordinatoren Tim Beiko, Barnabé Monnot und Alex Stokes ziehen sich teilweise zurück oder wechseln in andere Rollen. Damit startet Ethereum organisatorisch und technologisch in die nächste Entwicklungsphase.

Warum die Ethereum Foundation zunehmend in die Kritik gerät

Trotz der technologischen Fortschritte rund um Glamsterdam steht die Ethereum Foundation aktuell erneut massiv in der Kritik. Auslöser sind jüngste Onchain-Daten, wonach die Foundation zuletzt rund 21.270 ETH unstakte – nach aktuellem Kurswert fast 50 Millionen US-Dollar. Daten von Arkham sorgten in den sozialen Netzwerken schnell für Diskussionen, da viele Marktteilnehmer vermuten, dass die freigewordenen ETH mittelfristig verkauft werden könnten.

Besonders kritisch sehen einige Anleger dabei den zeitlichen Ablauf. Erst im Frühjahr 2026 hatte die Ethereum Foundation rund 70.000 ETH gestakt und dies als langfristige Treasury-Strategie präsentiert. Nun wurden bereits etwa 30 Prozent dieser Position wieder aufgelöst. Genau dieser Widerspruch wird in der Community zunehmend thematisiert.

Kritiker werfen der Foundation vor, ihre Treasury-Politik zu intransparent zu gestalten. Vor allem größere Wallet-Bewegungen lösen regelmäßig Unsicherheit aus. In den vergangenen Jahren kam es mehrfach zu Verkäufen größerer ETH-Bestände – häufig nahe lokaler Hochpunkte. Einige Trader verweisen deshalb auf frühere Verkäufe in den Jahren 2018, 2021 oder 2024 und sehen ein wiederkehrendes Muster.

Hinzu kommt die aktuell schwächere Kursentwicklung von Ethereum im Vergleich zu Bitcoin oder Solana. Während ETH fundamental weiterentwickelt wird, bleibt die Marktperformance zuletzt hinter vielen Erwartungen zurück. Genau deshalb reagieren Anleger besonders sensibel auf mögliche Verkaufsbewegungen der Foundation.

Allerdings betonen viele Ethereum-Befürworter auch, dass die Foundation ihre laufenden Kosten finanzieren müsse – darunter Forschung, Grants, Entwicklerteams und Infrastrukturförderung. Unstaking bedeute zudem nicht automatisch einen direkten Verkauf. Dennoch zeigt die Debatte, dass die Ethereum Foundation zunehmend unter Druck steht, ihre Treasury-Strategie transparenter und planbarer zu kommunizieren.

Ethereum Foundation bleibt einer der größten ETH-Halter

Trotz der jüngsten Kritik rund um Unstaking und mögliche Verkäufe gehört die Ethereum Foundation weiterhin zu den größten bekannten ETH-Haltern weltweit. Daten von StrategicETHReserve zeigen aktuell Bestände von rund 209.470 ETH im Gegenwert von etwa 458 Millionen US-Dollar. Damit kontrolliert die Foundation noch immer rund 0,17 Prozent des gesamten ETH-Angebots.

Im direkten Vergleich liegen inzwischen allerdings mehrere Unternehmen und Treasury-Vehikel vor der Foundation. Bitmine Immersion Tech hält laut den Daten bereits rund 4,6 Millionen ETH, während SharpLink Gaming auf über 863.000 ETH kommt. Auch „The Ether Machine“ besitzt inzwischen fast 500.000 ETH.

ETH

Dennoch bleibt die Ethereum Foundation besonders einflussreich. Der Grund ist nicht nur die Größe der Reserven, sondern vor allem ihre enge Verbindung zur Entwicklung des Netzwerks selbst. Entscheidungen rund um Treasury-Management, Staking oder mögliche Verkäufe werden deshalb vom Markt besonders aufmerksam verfolgt. Gerade in Phasen schwacher Kursentwicklung können größere Wallet-Bewegungen der Foundation schnell Unsicherheit erzeugen und kurzfristig Druck auf die Marktstimmung ausüben.

Neue Kryptowährungen in 2026 – das große Kryptoszene-Ranking

Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Ihr Kapital ist im Risiko.

Jeder Handel ist riskant. Keine Gewinngarantie .Jeglicher Inhalt unserer Webseite dient ausschließlich dem Zwecke der Information und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Dies gilt sowohl für Assets, als auch für Produkte, Dienstleistungen oder anderweitige Investments. Die Meinungen, welche auf dieser Seite kommuniziert werden, stellen keine Investment Beratung dar und unabhängiger finanzieller Rat sollte, immer wenn möglich, eingeholt werden. Diese Website steht Ihnen kostenlos zur Verfügung, wir erhalten jedoch möglicherweise Provisionen von den Unternehmen, die wir auf dieser Website anbieten.

Christian Becker pro-investor-shield

Christian Becker ist Journalist von Beruf, seit ein paar Jahren ist er aber spezialisiert auf Kryptowährungen und Kursanalysen von Aktien bei Kryptoszene.de tätig. Er hat hauptberuflich bei IsarGold GmbH als Journalist und Analyst gearbeitet und schrieb auch regelmäßig für Kryptoszene.de, indem er Charts von Kryptowährungen und Aktien analysierte. Im März 2020 entschloss er sich weiterhin freiberuflich aber in Vollzeit bei Kryptoszene.de anzufangen und ist bis jetzt als einer der Hauptautoren und Redakteuren hier tätig.

Ersten kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.