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Seit dem deutlichen Kursanstieg in den vergangenen Wochen und Monaten ist Bitcoin wieder in aller Munde. Doch wie nachhaltig ist der Bitcoin-Trend und ist die digitale Währung überhaupt zukunftsfähig? Wenn es nach Philipp Sandner vom Frankfurt School Blockchain Center geht, lautet die Antwort eindeutig ja.

Sandner ist sich sicher, dass Bitcoin nicht mehr so schnell verschwinden wird. Bitcoin sei zwar aus technischer Sicht teilweise schon überholt, habe aber durch seine Bekanntheit und seine Marktmacht eine immense Bedeutung für den Kryptomarkt. Dazu würden auch die Mythen um Erfinder Satoshi Nakamoto beitragen, sagte Sandner dem Fernsehsender n-tv.

Auslese am Kryptomarkt

Sandner glaubt allerdings, dass es in den nächsten Jahren zu einer natürlichen Auslese am Kryptomarkt kommen wird. So würde von der gesamten Marktkapitalisierung schon heute circa 98,5 Prozent auf die Top 100 Kryptowährungen entfallen. Besonders bei den 20 größten Kryptowährungen sieht Sandner „vielversprechende Technologien, die sich die nächsten Jahre und Jahrzehnte behaupten werden“. Die tausende von Coins dahinter seien dagegen zu vernachlässigen.

Sandner sieht das Ökosystem der Kryptowährungen allerdings noch in den Kinderschuhen stecken. Mit einer Gesamtkapitalisierung von etwa einer viertel Billion sei der Kryptomarkt ein Winzling im Vergleich zu anderen Ökosystem wie Aktien oder Gold. Regulierung und Professionalität würden zum Teil noch fehlen, so der Blockchain-Experte.

Allerdings habe er den Eindruck, dass sich hier gerade viel entwickelt. Deutschland und besonders Berlin mit seinen vielen Start-Ups in diesem Bereich seien gut aufgestellt. Profitieren könne der Kryptomarkt durch den Einstieg großer Unternehmen. Auch eine mögliche Zulassung von bitcoinbasierten Wertpapieren durch die BaFin führt Sandner ins Feld. Solche Entwicklungen könnten dazu führen, dass die Seriosität im Kryptomarkt zunimmt und betrügerische Projekte verschwinden.

Kryptomarkt als Alternative zu Gold

Sandner kann sich vorstellen, dass sich Kryptowährungen als eine Alternative zu Ökosystemen wie Gold etablieren können, wenn auch in kleinerem Rahmen. Auch eine komplementäre Existenz zu anderen Währungen sei denkbar. Der Euro werde dabei jedoch das vorherrschende Zahlungssystem in Europa bleiben.

Sandner prophezeit zudem Blockchain, der Technik hinter Bitcoin, eine bedeutende Zukunft. „Blockchain wird die Welt verändern“, sagt der Fachmann. So werde Blockchain die Basis für alle Arten von Wertprozessen sein.

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Photo by tombark (Pixabay)

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Steffen Bösweich

Steffen hat Medien, Politik und Kulturwissenschaft studiert und nebenher bereits erste Erfahrungen im Print-, Radio- und Hörfunkjournalismus gesammelt. Nach seinem Studienabschluss hat er seine Journalistenausbildung in einem Verlag für Wirtschaft & Sport absolviert. Dem Wirtschaftsjournalismus ist er auch bei seinen weiteren Tätigkeiten als Redakteur stets treu geblieben und verfügt inzwischen über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung. Er interessiert sich für Finanzthemen aller Art, Aktien und Kryptowährungen sind sein Steckenpferd.

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