Bärenmarkt Bitcoin Krypto

Ist das nun der Bärenmarkt oder nur eine Korrektur innerhalb eines Bullenmarkts? Erst am Ende der Reise wird es Gewissheit geben. Experten und Anleger sind immer noch bullisch gestimmt, zumindest langfristig. Andere schlagen die Hände über Kopf zusammen und wundern sich, was überhaupt passiert ist: Weder fundamental noch technisch lässt sich der aktuelle Kurssturz auf 82.000 US-Dollar erklären. Die Market-Maker seien schuld und hätten eine Liquidationswelle nach der anderen ausgelöst.

  • Bitcoin Kurs: BTC rutscht auf 82.000 US-Dollar ab und zieht den gesamten Krypto-Markt mit sich in den Abgrund
  • Liquidationsdruck: Die Experten von The Kobeissi Letter machen den Hebelhandel für den fallenden Kurs verantwortlich
  • Expertenmeinung: Tom Lee sagt in einem CNBC-Interview, hierbei handle es sich nicht um einen Bärenmarkt, sondern um ein Liquidations-Event

Was löste den Bärenmarkt aus?

Der 10. Oktober markiert für einige Experten eine Zäsur, andere sehen darin nur einen Zwischenstopp auf dem Weg zum großen Crypto Bull Run. An diesem Tag notierte der Bitcoin Preis bei 121.000 US-Dollar, nachdem er vier Tage zuvor das aktuelle Allzeithoch bei 126.000 US-Dollar erreicht hatte.

Dann setzte kaskadenartig der Kurzabsturz ein. Zunächst ließ sich der Absturz noch mit Trumps Ankündigung weiterer Tarife auf Handelsgüter aus China erklären. Doch auch dieser Tarifstreit flachte irgendwann ab. Ebenso verhielt es sich mit dem Haushaltsstreit in den USA.

Diese und andere fundamentale Erklärungen wurden herangezogen, doch sie reichen bei weitem nicht aus. Bitcoin fällt einfach immer weiter. Fast schon verzweifelt klingt der Trader und Analyst Bull Theory. Seiner Einschätzung nach macht der aktuelle Bärenmarkt keinen Sinn.

Es gab keine schlechten Nachrichten, keine politischen Entscheidungen oder Warnungen einer Rezession. Sogar Nvidia gab einen absolut bullischen Bericht ab, der die Anleger euphorisch stimmen sollte.

The Kobeissi Letter macht den Hebelhandel und die Liquidationen verantwortlich. Am 10. Oktober geschah etwas „Mechanisches“ auf den Kryptobörsen, welches eine Liquidationswelle nach der anderen auslöste. Seit dem 10. November wurden jeden Tag Positionen im Wert von 1 Milliarde US-Dollar liquidiert.

Liquidationen lassen den Markt einbrechen

The Kobeissi Letter glaubt, dieses sei ein mechanischer Bärenmarkt auf der Basis von exzessivem Hebelhandel und von sporadischen Liquidationen. Weiterhin schreiben die Analysten, der Markt sei effizient und würde sich selbst bereinigen.

Der Analyst Sykodelic verweist auf die Liquidation-Heatmap von Coinglass. Sein seit Januar 2022 bestehender Account habe so etwas noch nie gesehen. 99 % aller Investoren, welche Hebelhandel betrieben hatten, wurden in diesem Bärenmarkt liquidiert.

Er verzeichnet Liquidationen von Long-Positionen im Wert von 400 Millionen US-Dollar und Liquidationen von Short-Positionen im Wert von 12 Milliarden US-Dollar. Zudem gibt es 30-mal so viele Short-Positionen im Vergleich zu Long-Positionen.

Tom Lee gibt Market-Makern die Schuld

In einem Interview mit CNBC kommt der Krypto-Experte und Vorsitzende von BitMine, Tom Lee, zu einem ähnlichen Schluss. Seit dem 10. Oktober habe eine Liquidationswelle den Krypto-Markt erfasst, verursacht durch die Market-Maker.

So soll die falsche Bemessung von Stablecoin Preisen zu Liquidierung von knapp 2 Millionen Accounts geführt haben. Als Folge hatten die Market-Maker weniger Kapital zur Hand, was wiederum die Liquidität auf den Kryptobörsen senkte.

Er gibt auch gleich eine Prognose ab: Im Jahr 2022 fand ein ähnliches Liquidationsevent statt, welches 8 Wochen gedauert hatte. Der aktuelle Bärenmarkt dauert nun 6 Wochen an. Sobald die Liquidität wiederhergestellt ist, könnte das Comeback einsetzen.

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Alexander pro-investor-shield

Nach dem Studium von geisteswissenschaftlichen Exotenfächern machte sich Alexander Naumann als Texter und Autor selbstständig. Zu den Kryptowährungen fand er aufgrund seiner freiheitlichen Gesinnung.

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