Der „Uptober“ war eine große Enttäuschung, trotz des neuen Allzeithochs bei 126.000 US-Dollar. Wie wird die Sache für den „Moonvember“ aussehen? Experten sind sich uneinig. Wird der Bitcoin Preis sich weiterhin seitwärts bewegen? Folgt eine weitere Korrektur oder steigt er trotz der trägen Stimmung wieder an? Eines ist sicher: So vieles ist in diesem Zyklus anders als zuvor.
- Unsicherheiten: Experten sind sich uneins, wie sich der Bitcoin Preis im November entwickeln wird
- Konsolidierung: Das aktuelle Marktumfeld deutet eine verlängerte Konsolidierungsphase an
- Akkumulationen: Die Institutionellen schlagen weiterhin bei niedrigen Bitcoin Preisen zu
Bitfinex-Analysten erwarten weitere Seitwärtsbewegungen beim Bitcoin Preis
Laut den Analysten der Kryptobörse Bitfinex könnte es auch im November weiterhin seitwärts gehen für Bitcoin. Zu diesem Schluss kommen sie in einem kürzlich veröffentlichen Bericht. Als Gründe nennen sie das makroökonomische Umfeld.
Unsicherheiten bestehen unter anderem bei den kommenden Zinssenkungen der FED. Die Wahrscheinlichkeit dafür beträgt aktuell lediglich 63 %. Zuvor wurde mit einer 90%igen Wahrscheinlichkeit auf billiges Geld gewettet.
Die Analysten sind der Auffassung, dass weitere Seitwärtsbewegungen beim Bitcoin Preis notwendig seien, bevor die Volatilität zurückkehrt. Gleichzeitig werden die Bitcoin-Anleger unruhig. Sie wollen einen Preis bei 116.000 US-Dollar sehen, andernfalls sinkt ihre Überzeugung, weiter Bitcoin zu kaufen.
Die Bitcoin Prognose der Analysten besagt, der Bitcoin Preis werde sich weiterhin in einem engen Kanal bewegen und die 106.000 US-Dollar bis 107.000 US-Dollar als Resistenzen austesten. Wichtig sei das Support-Level bei 100.000 US-Dollar. Das muss der Kurs halten, um nicht noch tiefer zu fallen.
Kritiker warnen vor weiteren Korrekturen
Der bekannte Bitcoin-Kritiker Peter Schiff schreibt auf X, die Bitcoin-Investoren würden das Handtuch werfen. Dabei verweist er auf die Gold- und Silberpreise, welche wieder auf 4.125 US-Dollar respektive 51,15 US-Dollar gestiegen sind.
Seiner Meinung findet eine Rotation von Tech zu „Value“ statt, also zu werthaltigen Anlagen. Er prognostiziert, dass der Abverkauf bei Bitcoin und anderen Kryptowährungen noch weitergehen könnte.
Today’s rotation from tech to value included a rotation from crypto to gold & silver. Gold is back above $4,125, and silver is back above $51.15. Speculators are throwing in the towel on crypto-related stocks. Soon they’ll give up on Bitcoin too. Got gold? https://t.co/98C2RG3dGo
— Peter Schiff (@PeterSchiff) November 11, 2025
Peter Schiff gehört zu der Art von Bitcoin-Kritikern, die wiederholt den Tod von Krypto vorhergesagt haben und dann falsch lagen. Wenn die Kurse mal wieder sinken, wollen sie es schon immer gewusst haben. Wenn die Kurse wieder steigen, dann hört man wenig von ihnen.
Allerdings ist er nicht der einzige warnende Experte. Der populäre Analyst Michaël van de Poppe stellt die Frage auf, ob der Bitcoin Preis sich über 103.000 US-Dollar halten kann. Oder ob er bei 100.000 US-Dollar einen doppelten Boden austesten wird.
Sollte der Bitcoin Preis bei beidem versagen, dann könnte er auf 90.000 US-Dollar bis 93.000 US-Dollar fallen. Und das wäre nicht einmal das niedrigste Level, warnt er.
Positive Stimmen zur Preisentwicklung
Während viele verzagen, schlagen die Institutionellen weiter zu. Der enorme Verkaufsdruck der Bitcoin OGs, die Millionen-Bestände in den letzten Monaten verkauft haben, wird von BlackRock und Co. absorbiert.
Ash Crypto schreibt auf X, die Vermögensverwalter BlackRock, Fidelity und Ark Invest haben zusammen Bitcoin im Wert von 492,8 Millionen US-Dollar gekauft. In einem anderen Post verweist er auf vorige Zyklen, in denen es ebenfalls zu massiven Abverkäufen kam – gefolgt vom Crypto Bull Run.
Same level as the #Bitcoin bear market bottom? 👀
It couldn’t be could it…? pic.twitter.com/lJbnCOJEyg
— Crypto Seth (@seth_fin) November 12, 2025
Auf der Grundlage von historischen Daten braucht es etwa 45 Tage, bis die Anleger wieder Bitcoin kaufen. Makroökonomische Entwicklungen wie das Handelsabkommen zwischen China und den USA, das Gold-Top sowie neue Hochs bei den Aktien würden den Bitcoin Kurs begünstigen.
Der Ökonom Crypto Seth verweist auf das Verhältnis zwischen dem Bitcoin Preis und den Stablecoin-Reserven. Nach dieser Analyse befinden wir uns tatsächlich in einem Bärenmarkt. Das ist bullisch, denn somit steht der Bullenmarkt noch bevor.
Bullisch gestimmt ist ebenfalls der populäre Autor des Buch „Laws of Attraction“, Carl Moon. Seinen 1,5 Millionen Followern teilt er mit, dass der November grüne Zahlen schreiben wird.
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