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Trotz des großen Vertrauensverlusts in Kryptowährungen nach dem FTX-Zusammenbruch geben On-Chain-Daten Bitcoin-Investoren Hoffnung. Der Investor und Krypto-Skeptiker Mark Mobius sieht BTC auf das Niveau vor der Hausse zurückfallen.

Bitcoin: “gekommen, um zu bleiben”

Ein Bitcoin-Absturz auf 10.000 US-Dollar würde einen Einbruch um weitere 40 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs bedeuten. Auf diesem Niveau sieht der Fondsmanager Mark Mobius die Leitwährung Bitcoin im kommenden Jahr, in einem  „gefährlichen“ Kryptomarkt. Der Co-Gründer von Mobius Capital Partners LLP ist alles andere als ein Krypto-Enthusiast.

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In einem Interview in Singapur zu Beginn dieser Woche sagte Mobius, dass er weder sein Geld noch das Geld seiner Kunden in Kryptowährungen investieren werde. Aber er sagte auch, dass der Sektor der digitalen Vermögenswerte gekommen sei, um zu bleiben.

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Mobius sieht beim Weg von Kryptowährungen insgesamt noch “Luft nach oben”, weil es eine ausreichende Menge an Investoren gibt, die an die Sache glauben. Der Partner von Mobius Capital hatte bereits einen Kursabsturz auf 20.000 US-Dollar für dieses Jahr vorausgesagt und recht behalten. Er fügte allerdings an, dass es erstaunlich sei, wie sich der Bitcoin-Preis trotz der Auswirkungen des FTX-Crashes gehalten hat.

Der Investor, der jahrelang für Franklin Templeton Investments arbeitete, begründete seine Argumentation gegen einen aktuellen Kursanstieg von Bitcoin damit, dass die Kryptowährung von den steigenden Zinsen und der strafferen Geldpolitik der US-Notenbank belastet sei.

Das ganze Interview von Mobius gibt es auf CNBC.

Höhere Zinsen schaffen Anlageoptionen mit höheren Renditen und machen das Halten von Bitcoin unattraktiv, so Mobius. So sehen viele einen direkten Zusammenhang zwischen einer steigenden Geldmenge und dem Boom der Kryptomärkte. Die “lasche Geldpolitik” der Fed wird als Treiber für den Krypto-Boom identifiziert.

Lässt man beiseite, dass das Geld, dass Mobius für sich und seine Kunden investiert, aus der gleichen “Notenpresse” stammt, hat er in einem Punkt recht: Kryptowährungen, übrigens auch Tech-Werte, haben besonders von niedrigen Zinssätzen profitiert. Steigen die Zinsen, gewinnen andere Anlageformen wieder an Attraktivität.

Kauf nach Index Wie Mobius im gleichen Interview ausführt, gab es eine Reihe von Angeboten mit 5 Prozent oder mehr Zinsen auf Kryptoeinlagen, von den Anbietern solcher Zinssätze sind aber viele im Zuge des FTX-Crashes ebenfalls in die Insolvenz gegangen.

Zahlreiche Unternehmen boten Anlegern sehr hohe Zinssätze allein dafür, dass diese ihre Bestände an Kryptowährungen bei ihnen parkten. Diese Kryptowährungen wurden dann von den Anbietern an andere Kunden verliehen und die Zinseinnahmen daraus wurden mit den Einlegern geteilt. Genau das war das Geschäftsmodell von Celsius und BlockFi. Doch als die Preise von Kryptowährungen kollektiv abstürzten, versiegte die Liquidität und die Geschäftsmodelle vielen in sich zusammen.

Natürlich sind Mobius Aussagen entsprechend seiner allgemein ablehnenden Haltung gegenüber Kryptowährungen einzuordnen. Doch der Mann hatte mit seiner Prognose, dass der BTC-Kurs auf 20.000 US-Dollar oder weniger fallen und sich dann erholen werde, recht.

Die prognostizierte 10.000-Dollar-Marke hat BTC allerdings in diesem Jahr nicht erreicht. Der Tiefstand liegt bei 15.480 US-Dollar und der aktuelle Kurs knapp unter 17.000 US-Dollar. Zwar wurden die wichtigen Unterstützungsniveaus von 18.000 und 17.000 US-Dollar durchbrochen, aber die Leitwährung ist dennoch sehr weit von 10.000 US-Dollar entfernt.

On-Chain-Daten zeigen, dass langfristige Bitcoin-Halter den Boden festlegen

Trotz des riesigen Vertrauensverlusts in Kryptowährungen nach der FTX-Insolvenz geben die On-Chain-Daten Bitcoin-Investoren Hoffnung. Diese Hoffnungen bestätigt unter anderem der On-Chain-Analyst Will Clemente.

Wie der Analyst betont, reicht es aus, sich die Positionen der langfristigen Halter von Bitcoin anzusehen. Die Zahl der Bitcoin-Inhaber hat nach den On-Chain-Daten ein Allzeithoch erreicht, während die Rentabilität der Anlage sich in einem Tief befindet.

Laut Clemente kaufen sich langfristige Inhaber sehr stark in den Bärenmarkt ein. Die Käufer, nicht die Verkäufer, legen den Boden für Bitcoin fest, so der Analyst in einem Interview mit Cointelegraph. Wie Clemente weiter ausführt, verteilen die langfristigen Inhaber anschließend Teile ihrer Bestände an neue Marktteilnehmer im Bullenmarkt.

Nach dem Zusammenbruch von FTX war zu beobachten, dass Krypto-Anleger sich von zentralen Börsen abwenden und hin zu selbstverwalteten Börsen orientieren. Clementes Analysen bestätigen das und zeigen außerdem, dass sowohl die Zahl der Unternehmen zunimmt, die durchschnittlich zwischen 0,1 und 1 BTC halten. Nach seiner Ansicht ist es positiv, dass sich der durchschnittliche Krypto-Nutzer zunehmend von den Börsen abwendet und seine Coins selbst verwaltet.

Clementes Analyse zufolge zeigt sich dies nicht nur im zunehmenden Kapitalabfluss von Börsen zu selbstverwalteten Wallets von Durchschnitts-Anlegern, sondern auch im größer werdenden Anteil des BTC-Angebots, das von Unternehmen mit Beständen zwischen 0,1 und 1 BTC gehalten wird.

Bei der Kombination der Kennzahlen ergibt sich laut Clementes ein Bild der Coins, die von den großen Börsen in Depot-Wallets für den Durchschnittsbürger fließen. Ein positives Bild, wie der Analyst betont.

Einige Analysten sehen ein Zurückfallen von Bitcoin auf das Niveau vor der Hausse

Das Abrutschen von Sam Bankman-Frieds FTX und Alameda Research als Schwesterunternehmen belastet den Markt für digitale Vermögenswerte enorm. Es besteht große Sorge, teilweise auch Angst, dass weitere Krypto-Unternehmen sich “anstecken” und kollabieren könnten.

Entsprechend der negativen Stimmung und des belasteten Marktumfelds zeigen auch Optionsdaten von Deribit eine hohe Zahl von offenen Bitcoin-Put-Kontrakten. Die sogenannten Open Interests liegen bei einem Ausübungspreis von 10.000 US-Dollar, mit Verfallstermin in diesem Monat. Die Häufung dieser Optionswetten auf Derivate der Krypto-Leitwährung Bitcoin, zeigen an, dass einige Investoren davon ausgehen, dass das Niveau von 10.000 US-Dollar noch in diesem Jahr getestet werden könnte.

Fazit

Optionsdaten, die Pull-Kontrakte auf BTC zeigen, ergeben zusammen mit den On-Chain-Daten ein zwiespältiges Bild. Allerdings hat der Kryptomarkt, insbesondere die Leitwährung Bitcoin, schon andere Tiefs gesehen, auch die 10.000 US-Dollar-Marke. Und zwar im Jahr 2020, vor dem Bullenlauf auf fast 69.000 US-Dollar.

Mit 2020 vergleichbar ist die aktuelle Situation aber nur bedingt.  Die Auswirkungen der FTX-Pleite sind zu groß, um in einem ohnehin volatilen Markt treffsichere Prognosen zu machen. Aber die langfristigen Bitcoin-Halter sind eine echte Macht. Die Frage ist, wie viele von ihnen sich tatsächlich bei 10.000 US-Dollar in den Bärenmarkt einkaufen werden.

 

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Christian Becker

Christian Becker ist Journalist von Beruf, seit ein paar Jahren ist er aber spezialisiert auf Kryptowährungen und Kursanalysen von Aktien bei Kryptoszene.de tätig. Er hat hauptberuflich bei IsarGold GmbH als Journalist und Analyst gearbeitet und schrieb auch regelmäßig für Kryptoszene.de, indem er Charts von Kryptowährungen und Aktien analysierte. Im März 2020 entschloss er sich weiterhin freiberuflich aber in Vollzeit bei Kryptoszene.de anzufangen und ist bis jetzt als einer der Hauptautoren und Redakteuren hier tätig.

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