solana

Der Kryptomarkt verharrt weiterhin in einer Phase der Konsolidierung. In den vergangenen 24 Stunden dominierte eine Seitwärtsbewegung, und auch auf Wochensicht setzt sich die etablierte Range bislang fort. Von klarer Aufwärtsdynamik ist derzeit wenig zu sehen, was nicht zuletzt dem insgesamt schwachen Marktumfeld geschuldet ist.

Ein Blick auf Solana zeigt dieses Bild exemplarisch: In den letzten 24 Stunden legte der Kurs rund 1,5 % zu, auf Wochensicht steht ein Plus von etwa 2 %. Das deutet eher auf Stabilisierung als auf Momentum hin. Weder Bullen noch Bären übernehmen klar die Kontrolle – zumindest noch nicht.

Genau in dieser Phase rücken charttechnische Muster verstärkt in den Fokus.

Analyst warnt vor möglichem Absturz auf 30 US-Dollar

Ein Analyst verweist auf eine potenzielle Kopf-Schulter-Formation im Wochenchart von Solana. Dieses klassische Umkehrmuster besteht aus drei Hochpunkten: einer linken Schulter, einem höheren Kopf und einer rechten Schulter auf ähnlichem Niveau wie die linke. Entscheidend ist die sogenannte Nackenlinie, die die Zwischentiefs verbindet.

Wird diese Nackenlinie mit erhöhtem Volumen nach unten durchbrochen, gilt die Formation als aktiviert. Das rechnerische Kursziel ergibt sich aus der vertikalen Distanz zwischen Kopf und Nackenlinie, projiziert nach unten ab dem Ausbruchspunkt.

Auf Basis dieser Methodik kommt der Analyst auf ein mögliches Ziel im Bereich von 30 US-Dollar – ein Niveau, das deutlich unter dem aktuellen Kurs liegt.

Krypto-Analysten sehen Solana unterbewertet

Während einzelne Charttechniker vor einer möglichen Top-Formation warnen, vertreten andere Marktbeobachter eine deutlich konstruktivere Sicht. Mehrere Analysten argumentieren, dass Solana in der Prognose fundamental und auf Basis von On-Chain-Daten aktuell eher günstig bewertet sein könnte.

Nach den starken Kursbewegungen der vergangenen Jahre ist das Asset zuletzt etwas aus dem Fokus geraten. Genau diese Phase relativer Zurückhaltung könne jedoch historisch betrachtet Chancen eröffnen, insbesondere wenn sich fundamentale Kennzahlen stabil zeigen.

Ein häufig herangezogener Indikator ist die sogenannte MVRV-Ratio (Market Value to Realized Value). Diese Kennzahl setzt die aktuelle Marktkapitalisierung ins Verhältnis zum realisierten Wert, also dem aggregierten Kaufpreis aller im Umlauf befindlichen Coins. Vereinfacht gesagt misst sie, ob Investoren im Durchschnitt im Gewinn oder Verlust liegen. Ein Wert über 1 signalisiert, dass der Markt insgesamt im Gewinn ist und damit potenziell überbewertet sein könnte. Ein Wert unter 1 hingegen deutet darauf hin, dass viele Anleger auf Buchverlusten sitzen – ein Zustand, der historisch oft in Akkumulationsphasen auftritt.

Aktuell liegt die MVRV-Ratio von Solana unter 1. Einige Analysten sprechen deshalb von einer klaren Unterbewertung im historischen Vergleich. In früheren Marktzyklen markierten solche Phasen nicht selten langfristig attraktive Einstiegsbereiche, da der Verkaufsdruck mit zunehmender Kapitulation abnimmt und langfristig orientierte Investoren beginnen, Positionen aufzubauen.

Ob sich dieses Muster erneut bestätigt, hängt jedoch maßgeblich vom Gesamtmarkt und der weiteren Kapitalzufuhr in den Kryptosektor ab.

Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Ihr Kapital ist im Risiko.

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Christian Becker pro-investor-shield

Christian Becker ist Journalist von Beruf, seit ein paar Jahren ist er aber spezialisiert auf Kryptowährungen und Kursanalysen von Aktien bei Kryptoszene.de tätig. Er hat hauptberuflich bei IsarGold GmbH als Journalist und Analyst gearbeitet und schrieb auch regelmäßig für Kryptoszene.de, indem er Charts von Kryptowährungen und Aktien analysierte. Im März 2020 entschloss er sich weiterhin freiberuflich aber in Vollzeit bei Kryptoszene.de anzufangen und ist bis jetzt als einer der Hauptautoren und Redakteuren hier tätig.

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