Düsteres, fotorealistisches Krypto Marktszenario mit einer nachdenklichen Person im Vordergrund, umgeben von grünen und roten Krypto Bubbles, fallenden Charts und einem schattenhaften Bitcoin Symbol im Hintergrund.

Aktuell wird dargelegt, dass Altcoin-Saisons nicht zwangsläufig in einer einzigen, alles umfassenden Rallye enden. Stattdessen können sie sich je nach Faktoren wie Adoption, technologischen Fortschritten und Liquiditätsbedingungen über mehrere Etappen entwickeln.

Fazit: Ist eine heutige Schwäche morgen eine Chance?

Die Situation Ende 2025 ist klar, obwohl sie differenziert ist:

  • Altcoins zeigen historisch gesehen eine schwache Performance – sowohl technisch (unter dem 200-Tage-Durchschnitt) als auch im Vergleich zu Bitcoin.
  • Die Bitcoin-Dominanz bleibt hoch, was auf institutionelles Kapital und defensive Positionierungen hinweist.
  • Obwohl technische Indikatoren mögliche Wendepunkte anzeigen, sind sie nicht unbedingt genau in Bezug auf den Zeitpunkt.
  • Im Jahr 2026 könnten die Makroökonomie und die Liquidität Bedingungen schaffen, die Altcoins wieder stärker ins Rampenlicht rücken lassen.

Die Kryptomärkte Ende 2025 befinden sich in einem Spannungsfeld zwischen einer historisch starken Bitcoin-Rallye und einer altcoinspezifischen Erschöpfung, wie sie selbst von engagierten Marktbeobachtern auf Twitter festgestellt wird. Ein neuer Chart, der beweist, dass nur etwa 3 % aller Altcoins auf Binance über ihrem 200-Tage-Gleitenden Durchschnitt sind, zeigt mehr als nur eine technische Schwäche – er macht eine strukturelle, psychologische und liquiditätsbezogene Herausforderung sichtbar, die über kurzfristige Preisschwankungen hinausgeht.

Branchenspezifische Daten spiegeln diese Beobachtung wider: Die Analyse offenbart, dass Altcoins im Durchschnitt etwa 27 % unter ihren 200-Tage-Durchschnitten gehandelt werden, was auf eine andauernde technische Schwäche hindeutet, die möglicherweise mehr ist als nur eine vorübergehende Korrektur.

Was ist die Bedeutung dieser Schwäche?

Die Historie zeigt, dass ein so erheblicher Rückstand auf den 200-Tage-Durchschnitt einen Liquiditätsentzug und eine Phase anzeigt, in der Kapital Flucht in sichere Anlagen sucht – häufig in Bitcoin oder Stablecoins. Der Totalwert des Altcoin-Markets, ohne Bitcoin und Stablecoins, ist seit Anfang Oktober um etwa 36 % gefallen; ohne die Top-10-Coins ist der Rückgang sogar knapp 46 %. Die Daten belegen die Annahme, dass es eher ein defensiver Kapitalmodus ist, als dass man einfach spät in die Altseason eingestiegen ist. Historische Zyklen beweisen jedoch, dass solche „Kapitalflucht-Phasen“ paradoxerweise kurz vor echten Chancen liegen, bevor das Kapital sich wieder ausriskiert.

Das kryptoszene.de-Archiv bietet spannende Einblicke für alle, die historische Muster und psychologische Zyklen im Detail betrachten möchten, wie zum Beispiel Analysen zur Marktstruktur der vergangenen Bull- und Bear-Cycles.

Die Marktstruktur wird durch die Bitcoin-Dominanz als zentrale Kraft beeinflusst. Ein dritter Tweet lenkt die Aufmerksamkeit auf ein weiteres wichtiges Thema: die Bitcoin-Dominanz. Diese Kennzahl erfasst, wie viel Bitcoin im Vergleich zur gesamten Marktkapitalisierung des Kryptosektors ausmacht, und wird als einer der wichtigsten Indikatoren angesehen, ob Kapital in Altcoins rotiert oder nicht.

Die neuesten Informationen belegen, dass die Bitcoin-Dominanz eine wichtige Zone zwischen 58 % und 62 % testet. In den Zyklen 2017 und 2021 war ein erheblicher Rückgang der Dominanz mit den Phasen verbunden, in denen Altcoins Bitcoin in der Performance übertrafen. Momentan bleibt die Dominanz tendenziell elevated, was auf eine defensive Haltung der Marktteilnehmer schließen lässt.

RSI, MACD und „historisch überverkauft“

Die technische Situation von Altcoins wird im zweiten Twitter-Zitat anhand klassischer Indikatoren wie dem RSI (Relative Strength Index) und dem MACD (Moving Average Convergence Divergence) untersucht. In diesem Zusammenhang sind Altcoins angeblich „historisch oversold“: Der RSI befindet sich auf einem Niveau, das man selten in der Geschichte gesehen hat, während der MACD kurz vor einem möglichen bullischen Crossover steht.

Ein bullischer RSI-Crossover in einem stark überverkauften Markt kann zwar auf eine mögliche Trendwende hinweisen, jedoch gibt er keinerlei Auskunft über das Timing dieser Wende. Oft braucht es Wochen oder sogar Monate, bis ein solches technisches Signal in eine nachhaltige Aufwärtsbewegung mündet. Die Warnung, dass Phasen extremer Schwäche länger andauern können als man denkt, ist hier entscheidend: Es ist eine Kunst, das Tief zu erkennen, aber noch mehr, bis sich ein echter Trend etabliert.

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Alex Fournier pro-investor-shield

Alexander Fournier ist Blockchain-Projektmanager und seit fast einem Jahrzehnt leidenschaftlicher Investor im Bereich Kryptowährungen. Als täglich aktiver Autor bleibt er stets am Puls der Krypto-Welt, analysiert Trends und teilt fundierte Einblicke. Neben seiner redaktionellen Tätigkeit bietet er Coachings an, unterstützt bei Transaktionen und ist auf zahlreichen sozialen Plattformen präsent, um sich und seine Community immer auf dem neuesten Stand zu halten.

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