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Die Krypto-Börse QuadrigaCX, die in den vergangenen Monaten regelmäßig Schlagzeilen machte, muss schließen. Das entschied der Nova Scotia Supreme Court in Kanada. Das Urteil wurde am Montag bekannt. Die Börse wird in dem Urteil für bankrott erklärt. In den folgenden Tagen muss sie wohl ihre Insolvenz anmelden.

Monatelang war unklar, wie es mit der kanadischen Börse für Kryptowährungen weitergeht. Nach dem Tod ihres Gründers Gerald Cotten während einer Indienreise entsponn sich eine bizarre Geschichte um das Unternehmen, die die Medien-Welt seit Februar amüsiert verfolgte. Kryptoszene berichtete.

Immer neue delikate Details

Cotten hatte die Kundenvermögen laut seiner Witwe Jennifer Robertson in einer sogenannten Cold Wallet offline auf einem Laptop gesichert, um sie angeblich vor Hackerangriffen zu schützen. Das Problem: Nur Cotten kannte das Passwort für die Vermögen. Das nahm er wortwörtlich mit ins Grab. Kurz nach Bekanntwerden dieses Paukenschlags leitete die Aktienaufsichtsbehörde der kanadischen Provinz Ontario (OSC) eine Untersuchung zu dem Fall ein.

Während immer neue delikate Details ans Licht drangen, kursierten im Internet wilde Verschwörungstheorien. War Cotten wirklich gestorben? Hat Cotten sich mit den Kryptowährungen ein neues Leben gekauft und ab über alle Berge gemacht?

Der Fall gibt weiterhin viele Rätsel auf

Die Tresore sind jedenfalls leer. Das vermeldete der Spiegel Anfang März. Damit ist klar: Das virtuelle Geld ist nicht dort, wo es sein sollte. Herausgefunden haben das die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young, wie Bloomberg berichtete. Analysen der auf den Blockchains für die meisten Kryptowährungen offen einsehbaren Transaktionen machten die Entdeckung möglich, ohne dass auf die Cold Wallets direkt zugegriffen werden musste. Die letzten nachgewiesenen Transaktionen datieren laut der Analysten auf April 2018. Wer genau allerdings gewisse Mengen an Bitcoin aus den Wallets erhalten hat, ist noch ungeklärt.

Nach monatelangen juristischen Scherereien mit Banken und Dienstleistern, Ermittlungen und pikanten Enthüllungen steht das Urteil nun fest. Doch vieles bleibt rätselhaft. Wo genau ist das Geld? Fest steht, dass der Fall um die Krypto-Börse QuadrigaCX wohl als einer der spannendsten Krypto-Scams aller Zeiten in die Geschichte der Kryptowährungen eingeht.

Photo by 470906 (Pixabay)

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Kane Pepi

Kane Pepi ist ein britischer Forscher und Autor, der sich auf Finanzen, Finanzkriminalität und Blockchain-Technologie spezialisiert hat. Heute lebt Kane in Malta und schreibt für eine Reihe von Plattformen im Online-Bereich. Kane ist insbesondere darin geübt, komplexe Finanzthemen auf eine benutzerfreundliche Art zu erklären. Akademisch gesehen hat Kane einen Bachelor-Abschluss in Finanzwesen, einen Master-Abschluss in Finanzkriminalität und arbeitet derzeit an einer Doktorarbeit, in der er die Geldwäschebedrohungen der Blockchain-Wirtschaft untersucht. Kane steht auch hinter peer-reviewed Publikationen - darunter eine eingehende Studie über die Beziehung zwischen Geldwäsche und britischen Buchmachern. Sie finden Kanes Publikationen auch auf Websites wie MoneyCheck, The Motley Fool, InsideBitcoins, Blockonomi, Learnbonds und der Malta Association of Compliance Officers.

Fragen und Antworten (2)

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  1. Frage
    Korrekturhinweis: Es war der Nova Scotia Supreme Court, nicht der Nova „Source“ Supreme Court (den gibt es nicht).
    Jan Opoczynski
    Reply
    • Answer
      Vielen Dank für den Hinweis, Sie haben Recht, wir haben das korrigiert.
      David
      Reply

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