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Der Kryptomarkt zeigt sich zuletzt erneut angeschlagen. Bitcoin und zahlreiche Altcoins notieren unter wichtigen Widerständen, Risk-Off dominiert das Sentiment. Dennoch bleibt eines auffällig: Während Kurse schwächeln, treiben mehrere Projekte ihre technologische und ökonomische Weiterentwicklung konsequent voran. Ein Beispiel dafür ist NEAR Protocol. Das Layer-1-Netzwerk positioniert sich seit Jahren als skalierbare, entwicklerfreundliche Infrastruktur für Web3- und zunehmend auch KI-Anwendungen. Mit über fünf Jahren Mainnet-Historie, vollständig freigeschaltetem Token-Supply und 100 % Uptime steht NEAR nun vor einer neuen Phase – sowohl technologisch als auch tokenökonomisch.

Neue Tokenomics: Mehr Value Capture durch Intents und Revenue-Modelle

Nach vollständiger Freischaltung des Token-Supply und einer bereits halbierten Inflation schlägt NEAR nun ein neues Kapitel in seiner Tokenomics auf. Im Zentrum steht die stärkere Wertabschöpfung (Value Capture) innerhalb des Ökosystems. Während viele Netzwerke primär auf Emissionen setzen, versucht NEAR zunehmend reale Produktumsätze in eine nachhaltige Token-Ökonomie zu überführen.

Ein zentrales Element ist dabei „NEAR Intents“. Dieses Protokoll hat laut Projektangaben bereits über 13 Milliarden US-Dollar an Cross-Chain-Volumen abgewickelt und erweitert seinen Fokus nun auf Stablecoin-Transporte sowie institutionelle Anwendungsfälle. Entscheidend ist jedoch der neu aktivierte „Fee Switch“. Dabei handelt es sich um einen automatischen Revenue-Sharing-Mechanismus mit Drittanbietern und Distributionspartnern. Sämtliche Ausschüttungen erfolgen in $NEAR.

Das bedeutet: Nutzung erzeugt Gebühren, Gebühren führen zu Umsätzen, Umsätze fließen potenziell in Buybacks. Bereits jetzt wurden laut Angaben Einnahmen genutzt, um über eine Million US-Dollar in Form von $NEAR-Rückkäufen zu realisieren. Parallel wird eine Governance-basierte Treasury-Struktur etabliert, die Produktumsätze für Buybacks, „Buyback & Earn“-Programme oder weitere Treasury-Maßnahmen einsetzen kann.

Das langfristige Ziel ist klar definiert: Ein ökonomisches Schwellenmodell, bei dem die durch Nutzung generierte Nachfrage und die Rückkäufe die Neuemission übersteigen. Daraus entsteht ein mögliches deflationäres Szenario – ein ökonomisches Flywheel: Mehr Volumen → mehr Gebühren → mehr Buybacks → höhere Wertabschöpfung.

KI-Superapp und Agentenökonomie: NEAR positioniert sich im AI-Stack

Parallel zur tokenökonomischen Neuausrichtung baut NEAR seine technologische Vision weiter aus – insbesondere im Bereich KI-Integration. Mit der Einführung einer KI-fokussierten „Superapp“ sowie der strategischen Ausrichtung auf agentische Märkte will das Netzwerk ein einheitliches ökonomisches Stack für Web3 und AI Agents etablieren.

Im Zentrum steht dabei die Idee, dass Rechenleistung, Inference-Services, autonome Agenten und deren Transaktionen direkt in $NEAR abgerechnet werden. Über das Modul „NEAR DCML“ (Decentralized Compute & Machine Learning) soll die wirtschaftliche Reichweite in KI-basierte Märkte ausgeweitet werden – ein Bereich, der potenziell Billionen-Volumen erreichen könnte. Agenten können untereinander Transaktionen durchführen, die entweder direkt auf der NEAR-Blockchain oder über das Intents-Framework abgewickelt werden.

Damit entsteht eine enge Verzahnung zwischen technischer Nutzung und Token-Nachfrage. Jede KI-Interaktion, jede Berechnung, jede Agent-Transaktion kann strukturell Nachfrage nach $NEAR erzeugen. Das Ziel ist ein geschlossenes ökonomisches System, in dem der Token nicht nur Gas-Asset, sondern Kernbestandteil einer nutzerzentrierten Internet- und KI-Ökonomie wird.

Gerade in einer Phase allgemeiner Marktschwäche kann diese strategische Ausrichtung entscheidend sein. Während kurzfristige Kursbewegungen volatil bleiben, konzentriert sich NEAR auf Produktentwicklung, reale Umsätze und eine tiefe Integration in zukünftige AI-Workflows.

Insbesondere die KI-Super-App weckt aktuell Fantasie.

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Christian Becker pro-investor-shield

Christian Becker ist Journalist von Beruf, seit ein paar Jahren ist er aber spezialisiert auf Kryptowährungen und Kursanalysen von Aktien bei Kryptoszene.de tätig. Er hat hauptberuflich bei IsarGold GmbH als Journalist und Analyst gearbeitet und schrieb auch regelmäßig für Kryptoszene.de, indem er Charts von Kryptowährungen und Aktien analysierte. Im März 2020 entschloss er sich weiterhin freiberuflich aber in Vollzeit bei Kryptoszene.de anzufangen und ist bis jetzt als einer der Hauptautoren und Redakteuren hier tätig.

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