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Mehrere aktuelle On-Chain- und Chartdaten liefern widersprüchliche Signale für den Kryptomarkt. Während klassische Trendindikatoren erstmals seit Jahren auf eine strukturelle Schwächephase hindeuten, zeigen Blockchain-Daten gleichzeitig eine historisch starke Akkumulation durch große Marktteilnehmer. Die Frage, ob Bitcoin vor einem neuen Bärenmarkt steht oder sich lediglich in einer Übergangsphase befindet, beschäftigt Investoren.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Technisches Warnsignal: Bärisches EMA-Crossover laut Rekt Capital erstmals seit 2022, mögliches Ziel bei Schwäche: ca. 75.000 $.
  • On-Chain-Trendwende: Daten von CryptoQuant zeigen steigendes „Supply in Loss“ historisch typisches Frühsignal für Bärenmärkte.
  • Massive Wal-Akkumulation: Große Investoren kaufen aggressiv, über 40.000 BTC Käufe durch Strategy im Jahr 2026.

Bärisches EMA-Crossover erstmals seit 2022

Eine aktuelle Marktanalyse von Rekt Capital zeigt ein technisch relevantes Signal im Wochenchart von BTC/USD. Der 21-Wochen-EMA ist unter den 50-Wochen-Durchschnitt gefallen. Das sogenannte bärische Crossover trat zuletzt im April 2022 auf, kurz bevor sich der damalige Bärenmarkt vollständig entfaltete.

Historisch fiel Bitcoin im Zyklusjahr 2022 bis auf rund 15.600 US-Dollar, wo im November das makroökonomische Tief erreicht wurde. Seitdem wurde dieses Niveau nicht mehr getestet. Dass das gleiche Signal nun erneut ausgelöst hat, passt in das bekannte Vierjahresmuster des Bitcoin-Marktes, auch wenn dessen Prognosekraft zunehmend diskutiert wird.


Analysten sehen in ihren Bitcoin Prognosen bei anhaltender Schwäche kurzfristig Kursziele um 75.000 US-Dollar als möglich an. Entscheidend ist dabei weniger das absolute Niveau als die Struktur: Ein EMA-Crossover auf Wochenbasis signalisiert häufig eine längerfristige Trendveränderung und nicht nur eine kurzfristige Korrektur.

On-Chain-Daten zeigen frühe Bärenmarktstruktur

Auch Blockchain-Daten liefern Hinweise auf eine mögliche Trendwende. Laut Daten von CryptoQuant beginnt der Anteil der Bitcoin-Angebotsmenge, die sich im Verlust befindet („Supply in Loss“), wieder zu steigen.
Historisch zeigte diese Kennzahl bereits in den Zyklen 2014, 2018 und 2022 frühzeitig eine Trendänderung an. In allen Fällen begann der Anstieg Monate vor dem finalen Marktboden. Während dieser Phase setzte sich der Preisrückgang typischerweise fort, bevor eine Kapitulation größerer Marktsegmente einsetzte.


Aktuell liegt die Kennzahl noch deutlich unter historischen Kapitulationsniveaus. Dennoch ist die Richtungsänderung statistisch relevant. Sie deutet darauf hin, dass Verluste zunehmend auch langfristige Halter erreichen könnten, ein typisches Merkmal beginnender Bärenmarktphasen.
Entscheidend ist dabei: In früheren Zyklen entstand der finale Boden erst, nachdem sich der Anteil verlustreicher Coins deutlich weiter ausgeweitet hatte. Sollte sich dieses Muster wiederholen, könnte der Markt strukturell erst am Anfang einer Schwächephase stehen.

Wal-Akkumulation widerspricht bärischem Narrativ

Parallel zu den negativen Signalen zeigen Akkumulationsdaten ein komplett anderes Bild. Die Realized Cap neu entstandener Wal-Wallets liegt inzwischen bei über 110 Milliarden US-Dollar, ein historisch außergewöhnlicher Wert.
In den vergangenen 9 Tagen haben Wale und große Marktteilnehmer laut On-Chain-Beobachtungen mehr als 36.000 BTC akkumuliert. Besonders auffällig ist dabei die Aktivität von Micro Strategy, die im Jahr 2026 bereits über 40.000 BTC erworben haben.


Dem gegenüber steht eine deutlich geringere neu geschaffene Angebotsmenge. Seit Beginn dieser Kaufphase wurden lediglich rund 11.700 BTC neu gemined. Mathematisch entsteht dadurch ein strukturelles Angebotsdefizit, sofern die Nachfrage konstant bleibt oder weiter steigt.
Bemerkenswert ist außerdem die Marktreaktion: Trotz dieser aggressiven Akkumulation bewegt sich der Preis aktuell nur seitwärts. Historisch gingen solche Phasen häufig größeren Kursbewegungen voraus, da große Marktteilnehmer Positionen aufbauen, während Privatanleger aufgrund fehlender Volatilität Marktanteile abgeben.

Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Ihr Kapital ist im Risiko.

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Patryk pro-investor-shield

Die Leidenschaft für Finanzen ist in ihm schon immer präsent gewesen. Auf der Suche nach finanzieller Freiheit stieß er dann "zufällig" auf Kryptowährungen. Seitdem verbringt er kaum einen Tag, ohne sich auf dem neuesten Stand zu halten. Die Verbindung zur traditionellen Aktienmarkt-Kausalität machte es unumgänglich, sich auch intensiv damit auseinanderzusetzen.

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