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Kryptowährungen gelten weitläufig als umweltschädlich und schlecht fürs Klima. Die Blockchain Technologie des Bitcoin ist in der Tat darauf ausgelegt, dass Netzwerkteilnehmer durch Rechenleistung – und damit durch Energie -das System auf Laufen halten. Jedoch könnte sich aktuell ein Umbruch in der Branche abzeichnen. Sogenannte Klima Kryptowährungen haben sich zum erklärten Ziel gemacht, mehr Nutzen als Schaden im globalen Kampf gegen die Klimaerwärmung des Planeten zu bringen.

Klima Token an CO₂ gebunden

Wir sprechen an dieser Stelle noch nicht einmal von der Proof of Stake Kryptowährung Cardano, dessen Herausgeber erst kürzlich erklärt haben, sie hätten im sogenannten CardanoForest in Kenia bereits 1 Million Bäume gepflanzt. Vielmehr gibt es spezialisierte Token, die einen ganz anderen Ansatz wählen. So sind die Coins der Netzwerke an Emissionszertifikate für Treibhaus gebunden. Dies soll den undurchsichtigen Markt für den Ausgleich von Kohlenstoff-Verunreinigungen transparenter machen.

Herkömmliche Verbraucher werden womöglich bereits über den CO₂-Ausgleich bei Flugreisen oder dem Versand von Paketen gestolpert sein, die dann mit diversen Projekten realisiert werden sollten. Gleiches gibt es auch für Unternehmen in großem Stil, sodass sie ihre Produktion CO₂-neutral gestalten können.

Aktuell haben die Unternehmen, die diese Zertifikate auf freiwilliger Basis kaufen, keine einheitlichen Grundregeln, auf die sie vertrauen können. Die CO₂-Verschmutzung soll zwar etwa durch den Anbau bestimmter Pflanzen und Bäume oder der Errichtung von Anlagen zu erneuerbaren Energien ausgeglichen werden. Bislang war man allerdings auf dritte Organisationen angewiesen, die eigenständig Zertifikate ausgestellt haben, wobei es keine einheitlichen Vorgaben gab, welche Bedingungen jeweils erfüllt sein mussten.

Die besagten Klima-Kryptowährungen haben sich also zur Aufgabe gemacht, den schnell wachsenden Markt eigenständig zu regulieren. Wir haben uns einige dieser Token angesehen und überprüft, ob sie den eigenen Standards gerecht werden können und sich für ein Investment eignen.

Toucan (BCT)

Nach einem Tropenvogel benannt, ist der DeFi Token Toucan eine der vielversprechendsten Klima-Kryptowährungen. Hinter der digitalen Währung steckt eine No-Profit-Organisation aus der Schweiz.

Erst im Oktober ging die digitale Münze an den Start und konnte seither über 17 Millionen Emissionszertifikate erfolgreich an die Blockchain binden. Sie ermöglicht es den Nutzern eigene Emissionszertifikate mit den Coins des Netzwerks zu verknüpfen. So werden sogenannte Base Carbon Tonne (BCT)-Token erschaffen, die sich regulären Kryptobörsen handeln lassen können. Auf diese Art und Weise soll es möglich sein, deine eigenen Zertifikate zu veräußern.

Letztlich stellen sich die Entwickler einen vollwertigen Marktplatz für Emissionszertifikate in Form der BCT-Coins vor. Sämtliche Transaktionen in diesem Markt sollen mit Echtzeit-Preisen versehen werden und transparent und nachvollziehbar dargestellt werden können. Unter anderem soll es auch möglich werden, genau nachzuvollziehen, wer welche klimafreundlichen Projekte finanziert.

Das kommt gut an. Allein heute ist der Wert der BCT-Token um über fünf Prozent nach oben geschossen. Ein Coin des Toucan-Protocol kostet aktuell 5,75 USD. Blickt man allerdings auf die Entwicklung der vergangenen Monate, dann wird schnell deutlich, dass die Kryptowährung auch schon höhere Phasen hinter sich hatte.

KlimaDAO (KLIMA)

Wer nun denkt, dass das Projekt maßgeblich von CO₂ Inhabern genutzt wird, der irrt. Vielmehr steckt hinter dem Erfolg des Toucan-Protocols eine enge Kooperation mit einem weiteren Klima-Token: KLIMA. Diese Kryptowährung wird von der dezentralen Organisation KlimaDAO herausgegeben. Diese möchte verschieden klimafreundliche Krypto Projekte in einem kollektiven Hub vereinen. Dabei steigert diese Kooperation den BCT-Preis, da die KLIMA-Token zu deren Einkauf verwendet werden, um die Zertifikate vom Markt zu nehmen. Der Gedanke dabei ist, dass die so entnommenen Zertifikate, die ja an die Coins gebunden sind, nicht mehr für den Ausgleich von CO₂-Emissionen verwendet werden können und so der Erwerb neuer Zertifikate notwendig wird. Dies soll letzten Endes die Projekte, die für klimafreundliche Maßnahmen Mittel benötigen, fördern.

Die BCT-Token werden dann in KlimaDAOs Treasury (zu Deutsch Schatzkammer) verwahrt. Auch, wenn laut Entwicklern von einem schwarzen Loch für Kohlenstoff die Rede ist, ist es theoretisch aber möglich, dass diese Zertifikate eines Tages wieder freigegeben werden. Bislang kostet ein KLIMA-Coin deutlich mehr als ein BCT-Token. Bislang bleibt allerdings unklar, wie sich das Netzwerk verhält, wenn sich die Verhältnisse umkehren würden. Schließlich hätte eine Ausschüttung der Coins dann wieder einen gegenteiligen Effekt auf den Markt.

Bis dato gibt sich KLIMA aber selbstbewusst und scheint seinem Namen alle Ehre zu machen. Von den 17 Millionen Emissionszertifikaten, die BCT-Coins binden konnten, landeten bereits satte 14 Millionen im schwarzen CO₂ Loch von KlimaDAO. Nach eigenen Aussagen sollen darüber hinaus bereits Millionen von Dollar in klimafreundliche Projekte geflossen sein.

Frühe Investoren dürften den Einstieg in Klima jedoch mehr als bereut haben. Als das Krypto-Projekt vergangenen Oktober startete, schoss er von einem Startpreis von etwa 2000 $ zwar kurz auf fast 4000 $, sackte aber die folgenden Monate ab und ist aktuell nur noch etwa 135 $ wert. Optimisten dürften hieraus reichlich Potenzial für die Zukunft herauslesen. Immerhin kann die Kryptowährung heute ebenfalls ein Zeichen setzen und steigt um mehr als 5 %.

SolarCoin (SLR)

Einen gänzlich anderen Ansatz verfolgt der SolarCoin (SLR), den es bereits seit 2014 gibt. Der Token ist nicht nur mit einem Proof of Stake Algorithmus ausgestattet, der insbesondere HODLern zugutekommt, sondern konzentriert sich auf die Herstellung von Sonnenenergie. Mit jeder Megawattstunde, die die Solar-Technologie des Krypto-Netzwerks erzeugt, wird ein neuer SLR-Coin ausgeschüttet.

Insofern spricht die Kryptowährung vornehmlich Besitzer und Betreiber solcher Solaranlagen an. Sie müssen ihre Energieleistung dokumentieren und hochladen und erhalten hierfür Token als Belohnung. So soll ein Anreiz geschaffen werden, Solaranlagen zu nutzen. Auf diese Art und Weise möchte das Netzwerk eine positive Klima-Bilanz aufweisen, da sie die Megawattstunden ihrer Nutzer mit einberechnet.

Aktuell ist der Preis eines SLR-Tokens bei etwa 0,02 USD anzusiedeln. Ein Investment mag sich aufgrund fehlender Aussichten für Kurssteigerungen nicht wirklich lohnen. Interessant ist das Angebot trotzdem für Solar-Anlagen Inhaber. Für jede Megawattstunde erhalten sie eine zusätzliche Rendite auf ihren produzierten Strom, ganz ohne Risiko anderer nachhaltiger Anlagen.

Foto von Appolinary Kalashnikova

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Sebastian Schuster

Sebastian Schuster ist spezialisiert auf Kryptowährungen und Kursanalysen von Aktien. Schon früh beschäftigte er sich mit Finanzmarketing und entschloss sich darauf, sein Hobby zum Beruf zu machen, indem er Banking und Financing studierte. Neben seinem Hauptberuf als Analyst bei einer einflussreichen Finanzberatungsfirma schreibt er regelmäßig für Kryptoszene.de und analysiert Charts von Aktien und Kryptowährungen.

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