Hyperliquid

Arthur Hayes zählt zu den bekanntesten Stimmen im Kryptomarkt. Der frühere BitMEX-Mitgründer und heutige CIO von Maelstrom gilt als derivativespezialisierter Makro-Trader, dessen öffentliche Käufe und Verkäufe regelmäßig Aufmerksamkeit erzeugen. Besonders spannend: Hayes war lange einer der lautesten HYPE-Bullen und lobte Hyperliquid als neues Erfolgsmodell im DeFi-Sektor.

Doch zuletzt sorgte er für Irritationen, weil er seine HYPE-Position verkaufte. Nun scheint er das Thema nicht komplett abzuschreiben, sondern sucht innerhalb des Hyperliquid-Ökosystems nach mehr Asymmetrie. Genau hier rückt ein neuer Kandidat in den Fokus: Synapse beziehungsweise Hypercall.

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Warum Arthur Hayes HYPE zuletzt verkauft hat

Arthur Hayes’ HYPE-Verkauf war deshalb so brisant, weil er zuvor öffentlich extrem bullisch auf Hyperliquid war. In seinem Essay hatte er HYPE ein Kursziel von 150 US-Dollar bis August 2026 zugetraut. Die Begründung war klar: Hyperliquid sei nicht nur ein weiterer DEX, sondern eine vertikal integrierte Trading-Infrastruktur mit echten Gebühren, starker Produkt-Market-Fit-Dynamik und einem Tokenmodell, bei dem Protokolleinnahmen strukturell in HYPE zurückfließen. Genau dieser Mechanismus macht HYPE für viele Investoren spannend, weil steigende Handelsvolumina direkt zu höherer Token-Nachfrage führen können.

Trotzdem verkaufte Hayes Anfang Juni seine komplette HYPE-Position. Berichten zufolge ging es dabei um rund 247.334 HYPE im Wert von etwa 18 Millionen US-Dollar. Als Gründe wurden vor allem Makro- und Timing-Risiken genannt: steigende Energiepreise durch geopolitische Spannungen, mögliche Belastungen durch KI-IPOs, politische Risiken und die Erwartung, dass Risk-Assets zwischen Juni und September ein lokales Top bilden könnten. Damit war der Verkauf weniger eine fundamentale Absage an Hyperliquid, sondern eher ein taktisches De-Risking nach einer starken Rallye.

Hinzu kam ein zweiter Punkt: Hayes warnte, dass Hyperliquids Fee-Buyback-Modell anfällig wird, wenn große Wettbewerber wie Binance, Wall Street oder traditionelle Börsen Marktanteile im Perps-Geschäft zurückholen. Wenn das Handelsvolumen sinkt, sinken auch Gebühren und damit der strukturelle Kaufdruck auf HYPE. Genau deshalb suchte Hayes offenbar nach einer Wette mit besserem Chance-Risiko-Profil. HYPE bleibt für ihn ein starkes Ökosystem-Asset, aber nach der Rallye war die Asymmetrie kleiner.

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Wo Arthur Hayes jetzt investiert: SYN und Hypercall im Fokus

Statt HYPE komplett abzuschreiben, sucht Hayes nun offenbar die nächste Wette innerhalb des Hyperliquid-Ökosystems. Sein neuer Fokus liegt auf SYN, dem Token hinter Synapse beziehungsweise Hypercall. Nach aktuellen Berichten kaufte eine Hayes-Adresse rund 6,16 Millionen SYN über FlowDesk für etwa 2,2 Millionen US-Dollar. Kurz darauf erklärte Hayes öffentlich, dass er weiter long im Hyperliquid-Ökosystem sein wolle, aber mehr Asymmetrie suche. Für ihn könnte Hypercall genau diese Rolle übernehmen: eine On-Chain-Optionsbörse, die Deribit herausfordern soll.

Der Investmentcase ist logisch: Deribit dominiert seit Jahren den Krypto-Optionsmarkt, während On-Chain-Optionsbörsen bisher kaum echte Masse erreicht haben. Hypercall versucht, dieses Segment direkt auf HyperEVM beziehungsweise im Hyperliquid-Ökosystem aufzubauen. Optionen auf Bitcoin, Krypto-Assets oder perspektivisch auch weitere Märkte könnten eine neue Handelsvertikale schaffen. Besonders interessant ist Hayes’ Argument, dass Options-Market-Maker ihre Delta-Risiken auf Hyperliquid hedgen müssten. Dadurch würden Optionsgeschäfte auf Hypercall indirekt zusätzliches Volumen und Gebühren auf Hyperliquid erzeugen.

Für SYN spricht aus Hayes’ Sicht vor allem die kleinere Bewertung. Laut Berichten verwies er auf eine niedrige FDV von rund 81 Millionen US-Dollar, keine starke VC-Überhangstruktur, keine großen Unlock-Risiken und eine hohe zirkulierende Tokenmenge.

Genau das unterscheidet SYN von vielen gehypten Krypto-Projekten: Wenn Hypercall auch nur einen kleinen Teil des Optionsmarkts gewinnt, könnte der Hebel auf den Token größer sein als bei HYPE nach der massiven Rallye. Allerdings ist das Risiko ebenfalls hoch. SYN ist bereits stark gestiegen, teils um mehrere Hundert Prozent im Monatsvergleich. Damit bleibt die Story spannend, aber klar spekulativ.

Nach Hayes’ Rotation innerhalb des Hyperliquid-Ökosystems zeigt sich einmal mehr, wonach der Markt aktuell sucht: nicht nur nach kurzfristigem Hype, sondern nach Infrastruktur, die echte Probleme löst. Genau deshalb gewinnen neue Projekte an Aufmerksamkeit, die Liquidität, Skalierbarkeit und Interoperabilität verbessern wollen. Ein solcher Ansatz findet sich derzeit auch im Presale-Segment.

Neue Presale-Chance: Wird LiquidChain zur nächsten Infrastruktur-Wette?

Während Bitcoin, Ethereum und viele große Altcoins zuletzt eher richtungslos tendieren, schauen risikobereite Anleger zunehmend auf junge Projekte mit stärkerem asymmetrischem Potenzial. Besonders gefragt sind dabei Krypto-Infrastrukturen, die nicht nur ein weiteres Narrativ bedienen, sondern konkrete Schwächen des Marktes adressieren. LiquidChain (LIQUID) positioniert sich genau in diesem Bereich. Das Presale-Projekt will die stark zersplitterte Liquidität verschiedener Blockchains in einer gemeinsamen Ausführungsebene zusammenführen.

Im Zentrum steht eine Cross-Chain-Infrastruktur, die Netzwerke wie Bitcoin, Ethereum und Solana effizienter miteinander verbinden soll. LiquidChain setzt dafür auf eine Layer-3-Struktur. Diese soll die schnelle Abwicklung, wie man sie aus dem Solana-Ökosystem kennt, mit der Liquidität und Sicherheit etablierter Blockchains kombinieren. Der entscheidende Unterschied zu vielen bisherigen Lösungen liegt darin, dass LiquidChain nach eigenen Angaben nicht auf klassische Bridges oder Wrapped Assets angewiesen sein will.

liquidchain

Stattdessen sollen verifizierbare Zustände und Cross-Chain-Proofs genutzt werden. Dadurch können Transaktionen atomar ausgeführt werden. Vereinfacht bedeutet das: Eine Transaktion wird entweder vollständig abgeschlossen oder gar nicht durchgeführt. Gerade im Cross-Chain-Bereich ist das relevant, weil herkömmliche Bridges immer wieder als Sicherheitsrisiko gelten und Liquidität häufig über verschiedene Netzwerke verteilt bleibt.

Für Entwickler könnte dieser Ansatz ebenfalls attraktiv sein. Anwendungen müssten nicht für jedes Ökosystem separat aufgebaut werden, sondern könnten über eine einheitliche Infrastruktur Nutzer aus mehreren großen Netzwerken erreichen. Besonders DeFi-Protokolle, Trading-Anwendungen oder Prediction Markets könnten davon profitieren. Noch ist der Kauf günstig möglich, der Preis für LIQUID wird morgen schon wieder angehoben.

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Christian Becker pro-investor-shield

Christian Becker ist Journalist von Beruf, seit ein paar Jahren ist er aber spezialisiert auf Kryptowährungen und Kursanalysen von Aktien bei Kryptoszene.de tätig. Er hat hauptberuflich bei IsarGold GmbH als Journalist und Analyst gearbeitet und schrieb auch regelmäßig für Kryptoszene.de, indem er Charts von Kryptowährungen und Aktien analysierte. Im März 2020 entschloss er sich weiterhin freiberuflich aber in Vollzeit bei Kryptoszene.de anzufangen und ist bis jetzt als einer der Hauptautoren und Redakteuren hier tätig.

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