Bitcoin zeigt weiter deutliche Schwäche. Am Sonntag rutschte der Kurs zeitweise unter die psychologisch wichtige Marke von 60.000 US-Dollar, bevor eine leichte Gegenbewegung einsetzte. Doch die zentrale Frage bleibt: War das bereits die Bodenbildung – oder nur ein kurzer Rebound in einem weiter angeschlagenen Markt?
Die Angst ist zurück, wichtige Unterstützungen wurden zuletzt verloren, und auch von den Minern kommt kurzfristig zusätzlicher Druck. Denn wenn Mining-Margen schrumpfen, müssen einige Unternehmen BTC verkaufen, um laufende Kosten zu decken. Langfristig zeichnet eine neue Fidelity-Analyse jedoch ein deutlich differenzierteres Bild.
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Fidelity widerspricht: Warum das Halving Bitcoin langfristig nicht schwächt
Hinter der aktuellen Diskussion steckt ein alter Kritikpunkt: Wenn die Block Subsidy alle vier Jahre halbiert wird, sinken die direkten Einnahmen der Miner in Bitcoin. Daraus leiten Kritiker ab, dass langfristig auch der Sicherheitsanreiz im Netzwerk sinken müsse. Fidelity Digital Assets widerspricht dieser These jedoch klar.
Entscheidend sei nicht nur die Menge der ausgeschütteten BTC, sondern der Dollarwert der gesamten Miner-Einnahmen. Fidelity argumentiert, dass Preissteigerungen den Rückgang der Block Rewards historisch mehr als ausgeglichen haben. Der geposteten Tabelle zufolge lagen die durchschnittlichen täglichen Miner-Einnahmen im ersten Zyklus 2009 bis 2012 nur bei rund 26.300 US-Dollar. Im aktuellen Zyklus 2024 bis 2028 sollen es dagegen über 40 Millionen US-Dollar pro Tag sein.
Fidelity just dropped a report pushing back on the "halvings kill Bitcoin security" argument.
Miner revenue has gone from $26K/day in the first halving cycle to $40M+ today. Price appreciation more than offsets the drop in block rewards.
The incentive to secure the network… pic.twitter.com/gboB6UrtBu
— Lark Davis (@LarkDavis) June 28, 2026
Das verändert die Interpretation deutlich. Kurzfristig können Miner zwar belasten, wenn der Bitcoin-Kurs fällt, Hashprice sinkt und Produktionskosten nahe am Marktpreis liegen. Genau deshalb gelten Miner-Verkäufe aktuell als potenzieller zusätzlicher Verkaufsdruck. Zuletzt wurde auch über Stress im Mining-Sektor berichtet, während eine deutliche Difficulty-Anpassung den verbleibenden Minern kurzfristig Entlastung verschaffte.
Langfristig lautet die Fidelity-These jedoch: Das Sicherheitsbudget ist nicht automatisch schwächer geworden. Trotz sinkender BTC-Subsidy sind Hashrate, Effizienz und Dollar-Einnahmen historisch massiv gewachsen. Die Bitcoin-Sicherheit hängt damit nicht isoliert am Halving, sondern am Zusammenspiel aus Preis, Gebühren, Mining-Technologie, Difficulty Adjustment und globalem Wettbewerb. Fidelity beschreibt die Halving-Ökonomie deshalb eher als Anpassungsmechanismus: Schwache Miner werden herausgedrängt, effiziente Miner überleben – und das Netzwerk bleibt durch ökonomische Anreize abgesichert.
Kurzfristig bleibt Bitcoin gefährdet: Miner sehen noch Crash-Risiko
Kurzfristig bleibt der Bitcoin-Markt trotz der langfristig starken Fidelity-Daten angeschlagen. Denn während die Miner-Einnahmen über die Zyklen hinweg massiv gestiegen sind, zählt im aktuellen Markt vor allem die unmittelbare Liquiditätslage. Wenn Bitcoin unter wichtige Supports fällt, Mining-Margen schrumpfen und Finanzierungskosten steigen, können Miner gezwungen sein, BTC-Bestände zu verkaufen. Genau daraus entsteht zusätzlicher Verkaufsdruck – besonders in Phasen, in denen ohnehin Angst und Risikoaversion dominieren.
Der chinesische Miner Jiang Zhuoer sieht deshalb offenbar noch keine finale Entwarnung. Laut dem geteilten BSCN-Post hält er einen möglichen Bitcoin-Boden erst im Bereich zwischen 42.000 und 44.000 US-Dollar für denkbar. Seine Begründung knüpft nicht nur an klassische Mining-Daten an, sondern auch an Strategy und Michael Saylors Bitcoin-Vehikel MSTR. Demnach sei das mNAV von Strategy bereits auf 0,72 gefallen und nähere sich damit dem Bereich von 0,7, der im Bärenmarkt 2022 beobachtet wurde.
Bitcoin Could Bottom Between $42K And $44K
Bitcoin could bottom between $42,000 and $44,000 in late 2026, according to Chinese miner Jiang Zhuoer.
Jiang said Strategy's mNAV has fallen to 0.72, nearing the 0.7 level seen during the 2022 market downturn.
He noted Bitcoin… pic.twitter.com/dPzfHWw6nJ
— BSCN (@BSCNews) June 25, 2026
Besonders brisant: Im vorherigen Zyklus erreichte Bitcoin sein Tief laut dieser Einordnung erst rund sechs Monate nach dem mNAV-Tief von MSTR. Sollte sich dieses Muster wiederholen, wäre der aktuelle Rückgang noch nicht zwingend abgeschlossen. Die Botschaft der Miner lautet damit: Langfristig bleibt Bitcoin strukturell stark – kurzfristig droht aber weiter Kapitulation.
Neue Kurstreiber gesucht: Warum Bitcoin Hyper jetzt relative Stärke zeigt
Damit bleibt die Lage zweigeteilt: Kurzfristig dominiert bei Bitcoin weiter der Verkaufsdruck, langfristig bleiben die strukturellen Argumente intakt. Genau in solchen Marktphasen suchen Anleger jedoch nach neuen Kurstreibern. Denn wenn klassische Bitcoin-Narrative wie ETF-Zuflüsse, Halving-Euphorie oder institutionelle Käufe nicht mehr ausreichen, rückt die Frage in den Fokus, wo echter zusätzlicher Nutzen entstehen kann. Ein spannendes Feld sind deshalb Bitcoin-Layer-2-Lösungen, die BTC nicht nur als Wertspeicher positionieren, sondern auch schneller, günstiger und vielseitiger nutzbar machen wollen.
Ein Projekt, das hier aktuell besonders auffällt, ist Bitcoin Hyper. Während der breite Markt schwach bleibt, zeigt der Presale klare relative Stärke. Laut aktuellen Berichten wurden bereits rund 33 Millionen US-Dollar eingesammelt, während Staking zuletzt mit rund 36 Prozent APY beworben wurde.
Der Ansatz wirkt deshalb spannend, weil Bitcoin Hyper zwei Welten verbinden will: die Sicherheit und Markenstärke von Bitcoin mit der Geschwindigkeit und Skalierbarkeit einer Solana-ähnlichen Architektur. Im Kern setzt das Projekt auf eine Bitcoin-Layer-2-Idee, die BTC über eine Bridge nutzbarer machen und durch eine SVM-basierte Ausführungsschicht schnelle Anwendungen ermöglichen soll. Berichte beschreiben Bitcoin Hyper als Presale-Projekt, das Bitcoin-Skalierung, günstige Transaktionen, DeFi-Anwendungen und On-Chain-Apps adressieren möchte.

Natürlich bleibt ein Presale hochspekulativ. Entscheidend wird sein, ob die Technik wirklich geliefert wird, ob Liquidität nach dem Launch entsteht und ob Nutzer das Netzwerk tatsächlich verwenden. Dennoch passt Bitcoin Hyper in ein Narrativ, das im Bärenmarkt stärker werden könnte: Nicht nur Bitcoin halten, sondern Bitcoin produktiver machen. Genau diese Kombination aus Layer-2-Fantasie, Presale-Momentum und relativer Stärke macht das Projekt derzeit zu einem der auffälligeren Kandidaten im Markt.
Ihr Kapital ist im Risiko.
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